Was du dir in Athen nicht entgehen lassen solltest

Wie du ja bestimmt bereits bemerkt hast, bin ich von Athen total begeistert. Nach dem ich dir schon von den drei coolsten Vierteln erzählt habe, möchte ich dir heute auch noch zeigen, welches die absolut besten Plätze in Athen sind. Es gibt viel zu sehen, aber diese Hotspots solltest du bei einem Besuch auf keinen Fall verpassen. Warum? Weil sie zu den aufregendsten und schönsten Orten der Stadt zählen. Hier bist du entweder Mitten im Geschehen oder aber von tausenden von Jahren Geschichte umgeben.

Die Wachablösung vor dem griechischen Parlament bezeugen

Soldaten, die einen Palast bewachen und dazu noch ganz putzige Uniformen tragen, sind doch immer wieder ein Hingucker. Die in Athen sind ganz besonders lustig anzuschauen, denn ihre Uniform ist wirklich einmalig. Die Evzonen, wie die Soldaten genannt werden, bewachen vor dem griechischen Parlamentsgebäude das Grab des unbekannten Soldaten. Auf der Rückseite des Gebäudes stehen die Soldaten vor dem Präsidentschaftspalast ebenfalls Wache.

Stündlich findet hier die Wachablösung statt. Wenn du Sonntags in Athen bist trifft sich das perfekt, dann gibt es immer um 11 Uhr eine Parade und die ganze Zeremonie erscheint noch pompöser. Übrigens wurden die Uniformen der Evozen von Amalia entworfen, der Frau von König Otto. Die Uniform soll die Kultur Griechenlands wiederspiegeln.

So kommst du hin: Bis zur Metrostation Syntagma fahren, dort bist du direkt vor dem Parlament.

Soldat in AthenWachablösung in AthenWachablösung in Athen vor dem Parlament

 

Sonntags auf dem Flohmarkt rumtrödeln

Der Sonntag ist prinzipiell der beste Tag für Athen. Da gibt es nämlich zusätzlich zum alltäglichen, festinstallierten Flohmarkt am Monastiraki Platz einen weiteren Trödelmarkt. Der „normale” Flohmarkt ist eine fixe Installation und gleicht eher einem türkischen Basar. Hier gibt es alles zu kaufen, aber auch eine ganze Menge Touristenkitsch. Wirklich interessant wird es erst Sonntags, wenn die Athener selbst erscheinen und ihre Ware zu verschachern versuchen. Auf den Bürgersteigen werden Tische und Tücher ausgebreitet, es wird gehandelt und gefeilscht und nicht selten gibt es hier wahre Schätze zu finden.

Sonntags ist dieser Platz sehr beliebt und proppenvoll, manchmal gibt es kaum mehr ein Durchkommen. Die Atmosphäre ist aber chillig und schon am morgen früh sind die Cafés ringsum besetzt, um den kaufwütigen beim Handeln zuzusehen. Nicht verpassen!

So kommst du hin: Mit der Metro bis zur Station Monastiraki fahren und schon bist du mittendrin. Über die Strasse Ifestou, gelangst du über den offiziellen Marktteil zum Strassentrödelmarkt, der sich im Gewirr der angrenzenden Strassen verläuft und sich bis nach Psiri ausbreiten kann.

Flohmarkt in MonastirakiFlohmarkt in Athens Viertel MonastirakiSonntäglicher Flohmarkt in Monastiraki

 

Auf der Akropolis tausende Jahre alte Geschichte auf dich wirken lassen

Nach Athen zu reisen und die Akropolis nicht zu besuchen, käme einer Sünde gleich. Das wäre wie nach Paris zu fahren und nicht den Eiffelturm hochzusteigen. Oder Rio de Janeiro zu besuchen und nicht von der Christusstatue den Blick über die grüne Stadt zu werfen. Und glaube mir, die Akropolis ist tatsächlich faszinierend.

Ganz ursprünglich nahm sie die Funktion als Sitz der Könige und als Verteidigungsanlage ein. Heute denken wir aber bei der Akropolis eher an deren Funktion im demokratischen Athen zurück: Als Sitz der Götter. Die Burgberg wurde der Stadtgöttin Athene geweiht.

Mit der Akropolis ist der ganze Berg mit seinen Anlagen gemeint. Wir referenzieren aber gerne einfach auf den Parthenon, auch heutiges Stadtsymbol Athens. Eigentlich ist der Parthenon der Tempel für die Göttin Athene und ist heute eines der berühmtesten Baudenkmäler des antiken Griechenlands. Es kann nur als eindrücklich beschrieben werden, wenn man vor einem über 2.500 Jahre alten Tempel steht.

Der Eintritt kostet 12 Euro, inbegriffen ist aber auch gleich das Ticket für die antike Agora, das römische Forum, das Dionysos-Theater, Kerameikos und den Tempel des olympischen Zeus. Diese Tickets sind 4 Tage gültig und können in gewünschter Reihenfolge eingelöst werden.

So kommst du hin: Fahrt bis zur Metrostation Acropolis, dort findest du den Eingang ganz einfach, er ist ausgeschildert. Alternativ kannst du von der gegenüberliegenden Seite durch das Viertel Anafiotika zur Akropolis raufsteigen. Dies ist eigentlich der schönste Weg, da er vorbei an hübschen, weissgestrichenen Häusern führt. Ganz kurz fühlst du dich dort wie auf einer Postkarte von Santorini.

Tempel auf der AkropolisVon der Akropolis hast du eine wunderbare Sicht über AthenDer Parthenon auf der Akropolis in Athen

 

Auf dem Central Market frische Gewürze und tote Fische beschnuppern

Ich bin ein riesiger Fan von Märkten. Die suche ich fast überall als erstes auf. Bisher war ich in Europa eher ein bisschen enttäuscht und erwarte nicht mehr sehr viel. Denn im Gegensatz zum Rest der Welt, geht es in Europa auf den Märkten einfach viel zu gesittet zu und her. Da wurde ich in Athen eines besseren belehrt. Der Central Market macht richtig Spass. Er ist hektisch, farbenfroh und laut, genau so wie es sein muss.

Du findest hier verschiedene Abteilungen, bspw. für Gewürze, Käse aber auch eigene Hallen wie für den Fisch- oder Fleischmarkt. Diese solltest du unbedingt besuchen und dabei nicht gerade zimperlich sein. Erstens gibt es alle möglichen aufgeschnittenen Tiere (was ja auch einem Fleischmarkt noch so logisch ist) und zweitens wird es auch ganz schön nass. Flip-Flops sind hier nicht geeignet,  denn die Fleisch- und Fischabfälle landen zu Hauf auf dem Boden, wo sie mit Wasser weggewaschen werden. Dich als Frau alleine dort rein zu wagen ist lustig, sofern du auch hier nicht zu zimperlig bist. Denn auf diesem Markt gibts eine ganze Horde Männer, Fischer, Metzger und Handwerker… Und die kommentieren deinen Besuch lautstark.

Der Central Market ist von Montag bis Samstag von 7.00 bis 15.00 geöffnet. In der Nähe gibt es viele kleine Restaurants zum ausprobieren.

So kommst du hin: Von der Metrostation Panepistimio oder Omonia ist der Central Market am schnellsten zu erreichen. Du findest ihn an der Kreuzung Athinas/Sofokelous.

Auf dem Fleischmarkt in AthenDer Fischmarkt im Central Market in AthenAuf dem Central Market in Athen gibt auch Nüsse...

 

Vom Lycabettus bis zum Meer gucken

Auf gar keinen Fall darfst du aus Athen abreisen, ohne auf dem Lycabettus gewesen zu sein. Dies ist der Stadtberg Athens und mit 27 Metern die höchste Erhebung in der Stadt. Von hier kannst du alle Sehenswürdigkeiten von oben sehen und du begreifst die Ausmasse von Athen erst so richtig. Die Stadt mutet nämlich nicht so gross an, wenn man mitten drin steckt, wie wenn man über sie hinwegsehen kann und das bis zum Meer. Die Aussicht hier ist einfach fantastisch und unvergleichlich. Auf dem Gipfel findest du eine kleine Kapelle, ein eher teureres Restaurant und eine Aussichtsplattform. Lustigerweise ist der Lycabettus aber nicht so von Touristen überlaufen wie andere Sehenswürdigkeiten.

Wie du hinkommst: Mit der Metro zur Station Evangelismos, von dort läufst du am Spital vorbei einfach alles den Hügel rauf, Dauer ca. 15 Minuten. Dort kommst du zur Talstation der Standseilbahn, mit welcher du rauffahren kannst. Es führt aber auch ein sehr hübscher Weg nach oben, der zwar etwas anstrengend ist, aber sich schon nur der Aussicht wegen lohnt.

Aussicht vom Lycabettus in AthenBlumenpracht auf dem Weg zum LycabettusKirche auf dem Lycabettus Hügel in Athen

 

Der Groove der verschiedenen Viertel erleben

Mit Psiri, Monastiraki und Exarchia habe ich dir die drei coolsten Viertel von Athen schon vorgestellt. Es gibt aber noch ein paar mehr zu entdecken. Touristischer Ausgangspunkt der Stadt ist das Viertel Plaka. Hier ist es ganz ordentlich und aufgeräumt, es gibt Restaurants und Souvenirshops und eine ganze Menge Kreuzfahrttouristen. Nichts desto trotz solltest du dem Viertel einen Besuch abstatten.

Keramikos und Metaxourgio sind zwei Viertel westlich des Zentrums und touristisch weniger interessant. Es gibt einige Boutiquen und Künstler, die sich dort niedergelassen haben, aber auch zwielichtige Gassen, die du besser meidest.

Kolonaki, gleich unterhalb des Lycabettus gelegen, ist ein Upper-Class Viertel mit teuren Boutiquen und vielen Cafés. Eine hübsche Gegen für einen Spaziergang.

Nördlich gelegen findest du Kypseli, ein Einwandererviertel, wo du das ganz alltägliche Leben der Griechen kennenlernen kannst. In Kypseli habe ich während meiner Zeit in Athen gewohnt.

Das Viertel Plaka - Der touristische Mittelpunkt AthensIrgendwo in AthenErkunde die Viertel in Athen - sie sind es wert

 

Du siehst, Athen hat vieles zu bieten. Eigentlich gibt es noch einiges mehr. Hier habe ich dir aber die Orte aufgezeigt, die du einfach gesehen haben musst. Ohne ein Besuch dieser Orte, darfst du Athen auf keinen Fall verlassen.

Warst du auch schon da? Welcher dieser Orte hat dir am besten gefallen? Hast du noch Tipps dazu?

5 Kommentare

  • Claudia sagt:

    Der „Central Market“, die Athener Markthalle, ist absolut sehenswert und ein Erlebnis – nur sollte man vielleicht nicht unbedingt Vegetarier oder Veganer sein ;-)) Den Lycabettus-Hügel habe ich mir für meinen nächsten Besuch in Athen aufgehoben.

    Schade, dass wir uns auf der TBEX nicht kennengelernt haben. Vielleicht bei der nächsten Gelegenheit.

    Lieben Gruss aus Italien,
    Claudia

    • Sarah sagt:

      Ja, als Vegetarier hat man es auf dem Central Market nicht leicht. Auf den Lycabettus-Hügel kannst du dich wirklich freuen, es ist super schön dort oben. Ps. Ich war nicht an der TBEX in Athen. Aber dafür die nächste an der Costa Brava… Seh ich dich dort?

  • Esther sagt:

    Hallo Sarah

    Ich packe gerade mein Köfferchen für einen Trip nach Athen. Vielen Dank für Deine Reisetipps. Die nehme ich natürlich gleich mal mit ins Gepäck! Mal schauen, was sich in Athen so getan hat die letzten Jahre. Mein letzter Besuch ist etliche Jahre her und ich bin sehr gespannt.

    Liebe Grüsse
    Esther, die Travel Sisi

  • […] meinem Apartment in Athen habe ich erstmals eine Menge Arbeit nachgeholt und viel erledigt. Und natürlich habe ich die Stadt […]

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