Vom Gornergrat nach Zermatt: Ein Paradies für Wanderfreunde

Zermatt kann so vieles! Das Bergdorf bietet so richtig, richtig viele tolle Sachen. Allem voran natürlich: Legendäre Wanderrouten.

Ich weiss gar nicht, wo ich überall hin wandern soll. Ich lasse mich von Ortskundigen und Bergführern beraten und hole mir Tipps. Aber egal wofür ich mich entscheide, aufs Gornergrat ist ein Muss.

Das Gornergrat ist einer dieser Punkte in der Schweiz, die kennt einfach jeder. Dahin führt aber erstmals keine Wanderung durch wilde Berglandschaften, so wie ich sie eigentlich liebe. Je verlassener, desto besser. Das Gornergrat ist eher im Stil vom Jungfraujoch. Dort halt, wo einfach alle hinfahren. Aber irgendwie hat es ja auch einen Grund, wieso alle am selben Ort hinfahren, oder? Ich will es mir jedenfalls nicht entgehen lassen. Also gehts von der Talstation in Zermatt während einer guten halben Stunde auf das Gornergrat.

Mit der Bahn auf das Gornergrat in Zermatt.

Mit der Bahn auf das Gornergrat in Zermatt.

Wie immer in solchen Bahnen teile ich mir diese mit Japanern, Koreanern und Chinesen. Diese drehen fast durch wegen der Aussicht und den Walliser Schwarznasenschafen. Ich kann ihr Faszination aber durchaus verstehen, die Fahrt ist wirklich toll. Von 1669 m geht es über Brücken und durch Tunnel hinauf auf 3089 m. Ich kann unterwegs sogar Murmeltiere erspähen, es wimmelt nur so von den putzigen Tieren. Unterwegs sollte ich dann noch viele mehr treffen.

Auf dem Gornergrat angekommen besuche ich natürlich erstmals die Aussichtsplattform. Was sich hier erspähen lässt, sucht tatsächlich seinesgleichen: Es sind insgesamt 29 Berge zu sehen, die alle über 4000 m hoch sind. Darunter auch die Dufourspitze, die mit 4643 m als höchster Schweizer Gipfel gilt. Selbstverständlich ist auch das Matterhorn immer im Blickfeld und scheint manchmal zum Greifen nah.

Blick auf das Restaurant auf dem Gornergrat mit dem Matterhorn im Hintergrund.

Blick auf das Restaurant auf dem Gornergrat mit dem Matterhorn im Hintergrund.

Auf dem Gornergrat gibt es Aussicht auf 29 Viertausender.

Auf dem Gornergrat gibt es Aussicht auf 29 Viertausender.

Toll ist die Sicht auf das Mont-Rosa-Massiv mit der Dufourspitze und auf die verschiedenen Gletscher. Eine Herausforderung ist es, die Monte-Rosa Hütte auf 2883 m auszumachen. Ich muss bestimmt einige Minuten suchen, bis ich das kleine Häuschen in der Nähe des Sees erkennen kann.

Die Tour zur SAC-Hütte wird nur erfahrenen Berggängern mit guter Kondition empfohlen. Um das Erlebnis voll auszukosten, kann auch gleich dort übernachtet werden. Also irgendwann möchte ich so eine Tour auch machen… Jetzt begnüge ich mich aber mit der Aussicht auf die Hütte.

Blick vom Gornergrat aufs Matterhorn.

Blick vom Gornergrat aufs Matterhorn.

Die Dufourspitze mit der Monte Rosa Hütte, die hier kaum zu erkennen ist.

Die Dufourspitze mit der Monte Rosa Hütte, die hier kaum zu erkennen ist.

Aber einfach nur rauffahren und runterschauen geht natürlich nicht. Da muss auch noch was erwandert werden. Und die erste Station soll bei mir auch schon der berühmte Riffelsee sein.

Da ich aber leider ein bisschen knapp bei Zeit bin und so viel wie möglich von der Strecke vom Gornergrat nach Zermatt sehen will, teile ich mir die Route auf. Ich fahre also das erste Stück vom Grat bis zur nächsten Station Rotenboden. Hier befindet sich also der berühmte See, der auf so vielen Bilder zu sehen ist. Das weiss natürlich nicht nur ich, sondern auch alle anderen Touristen. Dementsprechend viele Leute hat es hier.

Der Riffelsee in Zermatt.

Der Riffelsee in Zermatt.

Das Panorama ist wirklich super schön, wenn kein Lüftchen weht, dann spiegelt sich das Matterhorn im See. Dasselbe Schauspiel gibt es beim kleineren See gleich hinter dem Riffelsee, nur einfach mit weniger Menschen. Der See ist wirklich schön, aber schlussendlich hat mir der Stellisee und die Spiegelung dort besser gefallen. Es war einfach noch einen Tick schöner und spezieller.

Eines der bekanntesten Fotomotive der Schweiz: Das Matterhorn.

Eines der bekanntesten Fotomotive der Schweiz: Das Matterhorn.

Von hier geht es für mich zu Fuss weiter und ich laufe auf dem Riffelseeweg von Rotenboden über Riffelsee nach Riffelberg. Die ganze Route dauert nur ca. 1 Stunde, ist aber Top.

Es gibt wie irgendwie immer in Zermatt ein spektakuläres Panorama, welches vom Matterhorn dominiert wird. Da eigentlich alle mit der Bahn runter fahren, bin ich wieder einmal die einzige, die unterwegs ist. Ich geniesse diese Zeit in vollen Zügen!

Unterwegs auf dem Riffelseeweg.

Unterwegs auf dem Riffelseeweg.

Aussicht ins Tal und auf die umliegenden Berspitzen.

Aussicht ins Tal und auf die umliegenden Berspitzen.

Bis zur Riffelalp lasse auch ich mich wieder mit der Bahn fahren. Hier will ich aber noch einmal ein anderes Gesicht der Zermatter Bergwelt entdecken und laufe den Arvenweg runter. Über Findelbach geht es nach Winkelmatten nach Zermatt.

Unterwegs nach Zermatt auf dem Arvenweg.

Unterwegs nach Zermatt auf dem Arvenweg.

Es bieten sich immer wieder tolle Sujets unterwegs.

Es bieten sich immer wieder tolle Sujets unterwegs.

Von der Hochalpinen Bergwelt durch die Arvenwälder nach Zermatt.

Von der Hochalpinen Bergwelt durch die Arvenwälder nach Zermatt.

Der Arvenweg eignet sich super, um langsam von der Hochalpinen Bergwelt zurück ins dörfliche Zermatt zu kommen. Es ist ein schöner Weg mit tollen Aussichten.

Das Gebirgige und Raue ist hier nicht mehr zu finden. Durch den Wald geht es alles bergabwärts, es schimmert in verschiedensten Grüntönen, ist wunderbar ruhig und riecht gut. Das ist den Arven zu verdanken, die bis zu 1000 Jahre alt und 25 Meter hoch werden können. Die Umgebung von Zermatt wird von Arvenwäldern dominiert, so lohnt sich doch ein bewusster Gang durch die Nadelwälder.

Der Arvenweg nach Zermatt.

Der Arvenweg nach Zermatt.

Reiseinfos zu Zermatt

So kommst du hin

Zermatt liegt im Kanton Wallis in der Schweiz, gleich an der Grenze zu Italien. Das Dorf ist autofrei, daher reist du am besten mit dem Zug an. Allenfalls kannst du bis Täsch mit dem Auto fahren, von da bist du aber auf den Zug angewiesen.

Hier übernachtest du

Zermatt ist nicht ganz günstig. Aber auch hier gibt es Möglichkeiten, dass du nicht gerade pleite gehst, wenn du zum Wandern anreist. Eine tolle Option ist die Jugendherberge, in der ich auch übernachtet habe. Es gibt feudale Einzelzimmer, bis hin zu Achterzimmern. Ob du also alleine anreist und gerne deine Ruhe geniesst oder mit Freunden ein Zimmer teilen willst, in der Jugi gibts bestimmt ein passendes Angebot.

Die Jugendherberge in Zermatt.

Die Jugendherberge in Zermatt.

Das Frühstück ist in der Jugendherberge auch inbegriffen. Die Preise bewegen sich von 36.00 CHF für ein Bett im Gemeinschaftszimmer bis hin zu 148.00 CHF für ein Einzelzimmer. Für Zermatt ist das ein echtes Schnäppchen! Ausserdem gibt es auch Angebote für Mittag- und Abendessen sowie Lunchpakete zum Mitnehmen.

Das kannst du tun

  • Wandern! Das ist ja klar. Wie hier beschrieben kannst du rauf aufs Gornergrat oder auch den wunderschönen 5-Seenweg abwandern.
  • Keine Angst vor Höhen? Dann ist vielleicht der Klettersteig was für dich.
  • Noch höher hinaus? Wie wärs mit einem Gleitschirmflug? Das schöne Zermatt und das Matterhorn mal aus einer ganz anderen Perspektive!
  • Auf dem Schalisee in Täsch kannst du Wasserski oder Wakeboarden ausprobieren. Ist doch auch ein super Angebot, oder?

In und um Zermatt werden auf jeden Fall alle glücklich, die gerne etwas unternehmen und sich aktiv betätigen. Es gibt so vieles zu entdecken! Ich freue mich schon auf meine nächste Reise nach Zermatt!

**Meine Reise nach Zermatt wurde von den Schweizer Jugendherbergen, Zermatt Tourismus und den Zermatter Bergbahnen unterstützt. Selbstverständlich wird meine Meinung davon nicht beeinflusst.**

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