Von Einsamkeit und dem Alleinsein auf Reisen

Anderthalb Jahre war ich auf Weltreise. Alleine. Vor dieser Weltreise haben sich meine Erfahrungen im Alleinreisen auf drei Wochen Brasilien beschränkt. Seither reise ich jedoch oft alleine und ohne gross darüber nachzudenken. Will ich irgendwo hin, buche ich einen Flug. In der Regel ist das Reisen alleine sogar sehr viel einfacher als zu zweit.

Du hast es ja bestimmt schon oft gelesen: Ich muss auch niemanden Rücksicht nehmen, kann machen was ich will, ich muss mir nur das anschauen, was ich wirklich will und ich lerne sehr viel mehr Leute kennen. Ich bin auch überzeugt, dass ich alleine auf Reisen sehr viel gelernt habe und zu einem besseren Menschen geworden bin. Ich mag mich jetzt mehr, wie vor meiner Reise. Aber eigentlich will ich hier einmal ein Thema aufgreifen, über das kaum gesprochen wird. Und ich möchte ehrlich sein.

Einsamkeit und Alleinsein auf Reisen

Denn das ist eine der Fragen, die mir am meisten gestellt wird. Nebst „Wie finanzierst du das?“ und „Ist das denn nicht gefährlich?“, taucht immer wieder die Frage auf, ob ich denn nicht einsam sei, so ganz alleine durch die Welt zu reisen.

Ganz generell kann ich dir kurz und knackig antworten: Nein. Ich bin nicht einsam, wenn ich alleine auf Reisen bin.

Das Thema geht jedoch etwas tiefer und ich möchte hier auch mal die Begriffe „Alleinsein“ und „Einsamkeit“ differenzieren, denn obwohl die beiden Wörter oft verwechselt werden, bedeuten sie doch etwas ganz anderes.

Einsamkeit wird mit sozialer Isolation gleichgesetzt, gilt als negativ und ist nicht selten die Vorstufe einer Depression. Von daher, einsam bin ich auf meinen Reisen nicht, denn Einsamkeit an sich hat nicht viel mit Alleinsein zu tun. Wäre ich einsam, wäre ich das auch ohne das Reisen.

Alleinsein hingegen ist etwas ganz anderes. Alleinsein ist eher als Zustand zu betrachten. Wenn ich alleine bin, dann heisst das einfach, dass sonst keine Person um mich herum ist. In dem Fall, ja, auf meiner Weltreise war ich oft alleine. Das Wort „Alleinsein“ hat in unserer extrovertierten Welt einen fahlen Beigeschmack, was ich hiermit aber gerne ausräumen möchte. Alleinsein ist keineswegs negativ und ein Zustand, den alle eigentlich viel mehr anstreben und bewusster wahrnehmen sollten.

Dadurch das ich viel und lange alleine gereist bin, habe ich vieles gelernt und mich selber so gut kennengelernt, wie es mir auf einer Reise mit Partner nicht möglich gewesen wäre. Aber ganz abgesehen davon: Ich bin keineswegs eine Eigenbrödlerin, die Gesellschaft verabscheut oder so was in die Richtung. Ich mag es sehr, mit Freunden, Partner oder Familie zu Reisen. Ich mag Gesellschaft, ich mag Menschen und pflege viele Freundschaften. Aber ich mag eben auch das Alleinsein. Ich habe gerne meine Ruhe und ich mag es, machen zu können, was ich will. Es gibt auch immer wieder verschiedene Phasen des Reisens. Zur Zeit bin ich gerne in Gesellschaft unterwegs, dann kommt aber auch wieder eine Zeit, wo ich am liebsten alleine auf Reisen gehe.

Der Wert vom Alleinsein ist unglaublich hoch. Gerade in einer Welt in der wir immer von allen Seiten von Werbung, Informationen, Schlagzeilen und Nachrichten berieselt werden, ist das Alleinsein noch viel wertvoller. Und mit Alleinsein meine ich auch das Ausschalten von Handys und dem Internet.

Wie fühlt es sich an, wenn plötzlich nur noch du da bist? Kommst du damit klar? Was geht dann in dir vor, was fühlst du? Wohin bewegen sich deine Gedanken? Das soll sich jetzt nicht esoterisch anhören oder nach einem Selbstfindungstrip. Aber ganz ehrlich: Wann warst du das letzte Mal alleine mit dir selbst, ohne Ablenkungen, die nur ein Fingertippen entfernt sind? Du kannst dich nicht erinnern? Dann ist es vielleicht wieder mal Zeit dafür.

Auf Reisen gibt es -zig solche Situationen. Ich bin unterwegs und es gibt kein Wifi. Dann bin ich eben alleine. Ich liebe diese Situationen. Ganz besonders das Reisen an sich, das Gehen von A nach B, die Zeit zwischen Abfahrt und Ankunft. Stundenlang im Bus sitzen und durchs Fenster starren? Herrlich. In dieser Situation wirbeln die Gedanken und haben Zeit, einmal alles durchzuspielen, wozu sonst die Zeit fehlt. An Nonsens zu denken, Revue passieren zu lassen und gleichzeitig über die Fragen des Lebens zu sinnieren. Wann haben wir sonst diesen Luxus? Unbestreitbar sind genau diese Situationen die wertvollsten einer Reise. Der Luxus, einfach zu Sein. Nicht mehr, nicht weniger.

Alleine in der Welt unterwegs.

Alleine in der Welt unterwegs.

 

So sehr wie ich Gesellschaft mag, meine Reisepartner ganz besonders, bin ich doch der Meinung, dass alle einmal das Alleinreisen ausprobieren sollten. Ich meine hier aber nicht, alleine von A nach B zu Reisen und sich dann mit jemandem treffen, sondern alleine eine Reise durchzuziehen. Es öffnet Augen und Herzen und zeigt, dass niemand Angst haben muss vor dem Alleinsein. Im Gegenteil: Es zeigt auf, dass das Alleinsein etwas schönes ist, etwas wertvolles. Es ist etwas ganz besonderes und eine Zeit, die nur dir ganz alleine gehört. Es macht dich selbstbewusster, stärker und zuversichtlicher. Selbstverständlich ist es manchmal auch schwierig und ja, es gibt Zeiten, da vermisse ich meine Liebsten, wenn ich alleine unterwegs bin. Aber heute sind alle gefühlt viel näher als früher und dank modernen Kommunikationsmittel nahezu immer erreichbar.

Viele Menschen haben Angst davor, alleine zu sein. Was tut man denn alleine? Was, wenn ich niemanden Fragen kann, was ich tun soll? Wenn es gefährlich wird? Oder ich mich verlaufe? Kann ich denn alleine Essen gehen, alleine in die Disco gehen? So viele Fragen und immer die selbe Antwort: Ja, das ist alles auch alleine möglich. Heute sind wir alle immer so viel von anderen und anderem umgeben, dass wir kaum mehr wirklich alleine sind. Und wenn, dann tummeln wir uns im Internet rum, suchen Ablenkungen, damit wir uns selbst nicht hören müssen. Dabei gibt es genau da so vieles zu entdecken.

Aber um auf das eigentliche Thema zurückzukommen: Auf Reisen bin ich nicht einsam. Denn ich bin auch sonst nicht einsam. Aber auf Reisen bin ich ab und zu alleine. Und das tut gut.

Wie stehst du dazu? Bist du gerne alleine auf Reisen oder überkommt dich dann die Einsamkeit?

28 Kommentare

  • Step sagt:

    Wie immer super beschrieben……die Differenzierung von Alleinsein und Einsamkeit. Ich sag mal – wenn man sich selbst mag, ist man gerne immer wieder auch allein, so sehr ich Gesellschaft mag, so sehr mag ich dann auch wieder Phasen des Alleinseins und freue mich sogar wirklich auf diese. Ganz besonders auf Reisen. Alleinreisen ist für mich die beste Art zu reisen, dann gehört die Reise ganz mir. Hab ich Lust auf volles Programm oder Herumknotzen, auf Streetfood oder schönes Lokal mit tollem Ambiente, auf Kultur oder Entspannung – ich allein kann entscheiden, wie und wann ich es gerade will, ich bin Niemandem Rechenschaft schuldig. Und hab ich Lust auf Gesellschaft, dann ist auch das auf Tour meist kein Problem……ich halte es eher so: Kleinreisen von ein paar Tagen mache ich gern auch mit Freunden, da kann man ohne zu grosse Einschränkungen das Programm gemeinsam gestalten. Grosse Reisen ab einer Woche am liebsten alleine…..

    • Sarah sagt:

      Vielen Dank, Step. Das Alleinsein auf Reisen lehrt einem wirklich vieles. Oder spätestens dann, das Alleinsein zu mögen. Und ich finde es toll, weisst auch du das zu schätzen – die Zeit, die nur einem ganz persönlich gehört.

  • Schöner Artikel Sarah…
    Ich teile mit dir absolut die Einstellung, dass wir in diesen Augenblicken im Leben ohne jegliche Ablenkung uns persönlich einfach am besten kennenlernen können.
    Persönlich war ich im 2010 drei Monate alleine unterwegs, allerdings in einer Sprachschule, sodass ich schnell mal Anschluss gefunden habe. Und dennoch war es einfach befreiend einfach Zeit für sich zu haben, sofern ich das wollte.
    Im Mai reise ich nach Athen für ein paar Tage. Alleine. Muss ehrlich zugeben, dass ich am Anfang schon jemanden gesucht habe, aber es hat sich nicht ergeben. Und jetzt stelle ich mich vor, wie ich „forever alone“ im Restaurant sitze und komisch angeschaut werde. Aber egal – das lässt mich wachsen.
    Genau in solchen Situationen, wenn wir aus der Komfortzone ausbrechen, wachsen wir.
    Viele Grüsse aus dem Nachbarkanton, Igor

    • Sarah sagt:

      Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man sich genau solche Situationen wie mit dem Restaurant eher komisch redet, als dass andere das so ansehen. Ich bin in unzähligen Restaurants alleine gewesen und habe mich eigentlich nie komisch behandelt oder angeschaut gefühlt. Und wenn du dich anfangs nicht wohlfühlst, kannst du immer noch ein Buch mitnehmen und etwas lesen. Viel Spass im tollen Athen!

  • Claudia sagt:

    Danke für den tollen Artikel. Ich kann Deine Meinung absolut verstehen und nachvollziehen.
    Einfach alle elektronischen Geräte ausschalten- wer kann das heutzutage noch? Es sollte ja überall WIFI-Verbindungen sein, sonst werden die Menschen nervös…Traurig und sehr schade.

    Allerdings liebe ich es, mit meinem Partner nach der Reise viele noch so winzig kleine Anekdoten nochmals in Erinnerung zu rufen. Und zusammen in so schönen Erinnerungen zu schwelgen gefällt mir persönlich besser als alleine. Denn (wie Du schon in einem früheren Artikel geschrieben hast) können die Daheimgebliebenen manchmal die Abenteuer nicht ganz nachvollziehen oder erfassen die man so erlebt.

    • Sarah sagt:

      Ein Vorteil vom zusammen reisen ist natürlich, dass man jemanden hat, mit dem man Erinnerungen teilen kann. Da gebe ich dir recht. Aber es ist auch schön, mal etwas zu haben, was nur einem ganz alleine gehört – eine Erinnerung, die so nur in meinen Gedanken existiert.
      Jedenfalls lohnt es sich, ab und zu Zeit alleine zu verbringen, auch auf Reisen.

  • Dänu sagt:

    Hallo Sarah.
    Sehr schön geschrieben, danke.
    Dieser Artikel hat mich gerade an diverse Situationen und Momente erinnert. Ich reise seit ein paar Jahren meistens alleine, ob für ein langes Wochenende in Europa oder einen Monat in Asien.
    Allerdings fehlt mir nach der Reise oft jemand um über das Erlebte zu diskutieren. Denn in meinem Freundeskreis interessiert es die meisten kaum, wo ich war und was ich alles erlebt habe. Was für Kulturbabausen… 😉

    • Sarah sagt:

      Offensichtlich scheint es vielen so zu gehen, dass das Erlebte gerne mit anderen geteilt werden will. Ich selber verarbeite vieles, in dem ich darüber schreibe. Da empfehle ich auch immer gerne, unterwegs Tagebuch zu schreiben. Es ist wunderbar, teils Jahre später das Erlebte wieder zu lesen.

  • Tom Stämpfli sagt:

    … wieder einmal mehr ein herrlich geschriebener Blogbeitrag. Ich geniesse dieses Alleinsein. Einfach im Hier und Jetzt sein, den Moment bewusst wahrnehmen, Gedanken und Gefühle zuzulassen, zu reflexieren und sich nicht ständig ablenken und unterhalten zu lassen.

  • Theresa sagt:

    Ich war hin und weg beim Lesen. Du sprichst mir aus dem Herzen.

  • Cecilia sagt:

    Für mich stimmt defintiv der Satz, dass ich überall einsam bin, wenn ich einsam bin. Einsam und alleine ist nicht dasselbe. Super Beitrag, danke vielmals.

  • Reni sagt:

    Liebe Sarah

    Sehr schön geschrieben. Du sprichst da ein gutes Thema an. Ich reise ja praktisch nie alleine und denke es wäre an der Zeit, es wiedermal zu tun.

    In 2.5 Wochen reise ich seit langem wiedermal mit Freundinnen weg – ein kurzer Roadtrip durch Irland. Bin sehr gespannt wie das wird. Und vielleicht klappt es danach ja mal mit einer Reise allein.

    Liebe Grüsse von der Insel

  • Susanne sagt:

    Ein schöner Beitrag, Sarah, und mir geht es genau so. Ich bin so dankbar dafür, dass ich mir nicht mehr im Weg stehe mit der Angst, allein würde meine Reise womöglich furchtbar. Vor vier Jahren wurde ich eines Besseren belehrt, seitdem bin ich immer wieder allein in die Welt gestartet, hab es kein Mal bereut und kann das nächste Mal kaum erwarten. Ich wünsche mir, dass Alleinreisen noch viel normaler wird – und zwar auch in allen Altersgruppen. Ich habe nämlich den Eindruck, dass viele ältere – damit meine ich ab Mitte 30 – davor zurückschrecken, weil sie glauben, dass sei gewissermassen den Jüngeren vorbehalten. Oder täuscht das? Liebe Grüsse aus Hamburg!

    • Sarah sagt:

      Wahrscheinlich kommt es auch ein bisschen darauf an, wen man trifft oder wohin man reist. Ich habe jetzt nicht unbedingt das Gefühl gehabt, dass ich nur junge Alleinreisende treffe. Aber es kann schon sein. Viele junge Reisende ziehen nach dem Abi los oder nach dem ersten Stellenwechsel oder so. Und die Mitte Dreissig sind oft zu Hause und mit Häusle bauen beschäftigt. Ist dann halt vielleicht auch eine Frage der Prioritäten im Leben.

      • Susanne sagt:

        Nein, objektiv finde ich eben auch nicht, dass nur Jüngere allein reisen. Aber in Gesprächen stelle ich öfter fest, dass viele Ü30 das GLAUBEN und deshalb nicht starten. Ich geb Dir vollkommen recht, absolut eine Frage der Prioritäten. Ich überlege immer wieder, ob ich nicht mal umziehen und neue Möbel kaufen sollte. Und dann buch ich doch lieber einen Flug. 🙂

  • Jean sagt:

    Hallo Sarah,
    ich finde es echt toll, dass du dich diesem Thema widmest, ich habe nämlich auch gerade erst über das Allein-Reisen geschrieben, schau doch gern einmal bei mir am Blog vorbei 😀 Ich habe da eine ähnliche Einstellung wie du, eben dass einsam und allein einfach nicht dasselbe sind. Für mich ist es überhaupt kein Problem, allein zu reisen, bloss wenn mal etwas so richtig schief geht oder abends beim Essen gehen oder so, fühle ich mich dann schon auch mal einsam. Für mich ist der grosse Vorteil aber, dass ich halt niemandem mit meinem Programm auf die Nerven gehe 😉
    Liebe Grüsse, Jean
    http://jean-abovetheclouds.com

  • Susanne sagt:

    Hallo Sarah,
    das ist ein Post der mir aus der Seele spricht. Ich bin zwar noch nicht so viel rumgekommen in der Welt, aber die letzten 3 Reisen habe ich tatsächlich auch allein unternommen. Ja, es hat Mut und Zeit gebraucht und eine gewisse Gewöhnungsphase um vom Pauschalurlaub in Teneriffa bis zum Regenwaldtrip in Ecuador zu gelangen. Aber ich bereue das nicht und sehe einfach die Entwicklung die dahinter steht.
    Auch ich sehe das Allein-Reisen als positiv besetzt an. Natürlich habe ich mir immer mal wieder auf Reisen gewünscht einen lieben Menschen bei mir zu haben, um diese Wunder die mir zuteil wurden auch ihm zu zeigen. Aber ich habe mich nie einsam gefühlt, sondern oft einfach gesegnet, weil ich sehen durfte was ich sah.
    War es mit Mitte 20 für mich keine Option in den Urlaub zu fahren bzw. zu verreisen – ich habe daran einfach nicht gedacht – so geniesse ich es jetzt frei mein Reiseziel wählen zu können. Ich muss nicht auf die Vorlieben eines Partners oder Freundes Rücksicht nehmen und auch nicht auf jemandes Geldbeutel. Ich kann auf einer Strasse alle paar Meter anhalten und unzählige Fotos von Blumen schiessen oder einfach stundenlang am Pier sitzen und Seelöwen und Pelikane beobachten.
    Als ich meine erste Reise allein – ein Pauschalurlaub – machte, wurde ich teilweise richtig unhöflich zu Leuten die mich ständig fragten, ob ich wirklich allein in Urlaub reisen will. Sie würden sich das ja nicht trauen!? Und ich habe mir immer nur gedacht „Ja und? Ich bin nun mal Single – heisst das ich darf nicht verreisen? Oder allein etwas unternehmen wie Kino, bummeln, in einem Cafe sitzen oder Essen gehen? Muss ich immer warten bis ein Freund oder Bekannter zeit hat??? Das ist doch Schei…e!“ Mir ging das echt auf die Nerven, weil es den Eindruck macht, dass man nur in Begleitung das Haus verlassen darf.
    Soviel wollte ich gar nicht schreiben. *g* Also jedenfalls stimme ich Dir nur zu gern zu bei der Unterscheidung von Alleinsein und Einsamkeit. Es wäre schön, wenn die Menschen das beherzigen würden.
    Liebe Grüsse aus Stuttgart
    Susanne

    • Sarah sagt:

      Liebe Susanne, es ist schön zu hören, dass auch du das Alleinreisen entdeckt hast, ebenso wie der Unterschied von Einsamkeit und Alleinsein. Oft kommt das Alleinreisen aus der Not heraus, weil niemand da ist, der zur selben Zeit Urlaub hat oder ans selbe Ziel reisen will. Wenn man dann aber die Vorteile und die Schönheit des Alleinseins auf Reisen entdeckt, muss man immer wieder alleine weg, egal ob man in einer Beziehung ist, Freunde hat, die mit wollen oder ähnliches. Mir geht es jedenfalls so – ich muss immer mal wieder alleine unterwegs sein, weil ich das Alleinsein auf Reisen total geniesse. Weiterhin gutes Unterwegs sein!

  • Sabi sagt:

    Sehr schöner Artikel! Und du hast es gut beschrieben mit dem Unterschied zwischen Einsamkeit und alleine sein.
    Ich reise gerne alleine, am liebsten aber mit meinem Freund oder meiner Mama, weil beide sehr interessiert am Reisen sind und wir immer ganz viel unternehmen. Mir ist es einfach wichtig, dass ich auf Reisen alles sehen und machen kann, was ich unbedingt sehen/machen will und wenn ich dann mit wem reisen würde, der ins nächste Cafe abbiegt und dort den Tag verbringt, würde ich rasend werden. Was mir beim alleine reisen immer etwas fehlt ist, dass man einfach die schönen Momente nicht so richtig teilen kann mit jemandem. Wenn ich dann wieder daheim bin, ist es doch schön gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen.

    Kompliment übrigens für deinen Blog 🙂

    Lg Sabi

    • Hi Sabi, danke für dein Kompliment! Ich reise durchaus auch gerne zu zweit, es hat auch viele Vorteile, wenn man nicht alleine unterwegs ist. Aber viele haben auch Angst vor dem Alleine Reisen, was ich einfach schade finde. Zeit und eine Reise die man alleine macht, ist etwas unglaublich wertvolles und schönes. Allerdings muss man das auch erstmals für sich entdecken.

  • […] P.S.: Klare Definitionen und tolle Inspiration findest du zu dem Thema übrigens auch bei Rapunzel will raus! […]

  • Claudia sagt:

    Sarah hat es sehr treffend beschrieben. Ich war auch schon alleine im Urlaub, fand das super, am ersten Tag noch ein komisches Gefühl und am Schluss wäre ich am liebsten noch geblieben. Es ist Einstellungssache. Die Gefühle gibt man sich selbst.
    Und allein ist man eben nicht, man lernt immer Leute kennen, sofern man dies möchte. Man wächst an dieser Erfahrung.
    Es ist wichtig, dass wir alleine sein können, nur mit uns selbst, dass ist das einzige was wir haben, die anderen sind Wegbegleiter im Leben.

    Kompliment Sarah für diese Webseite und Deine Einstellung zum Leben und den Mut Deine Träume umzusetzen, deine Bedenken von Deiner Neugier wegblasen zu lassen. Und zu Deiner positiven Lebenseinstellung. Schön, gibt es junge Menschen, welche sich vom Wunder Natur, statt von materiellen Dingen faszinieren lassen.

    • Herzlichen Dank, Claudia. Ich freue mich sehr, dass auch für dich das Abenteuer „Alleine Reisen“ so positiv ist. Sich selber vertrauen zu können und einfach loszuziehen ist etwas vom Grössten das es gibt. Keep on traveling!

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