Auf Soloreise: So holst du das Beste für dich raus

Du weisst ja, ich mag Soloreisen. Seit über einem Jahr bin ich nun in der Welt unterwegs, meistens alleine. Während einer Soloreise gibt es so vieles zu erleben, zu entdecken und zu erfahren. Grundsätzlich empfehle ich allen, einmal alleine zu verreisen. Es muss ja nicht immer gleich ein Jahr sein… 

Eine Soloreise ist eine wertvolle Zeit, auf der du vieles für dich herausholen kannst. Aber wie geht das? Wie machst du das beste aus deiner Zeit beim Alleinreisen? Hier zeige ich dir sieben Wege auf, die dir helfen, das Beste für dich rauszuholen.

 

Jetzt zählst nur du

Jetzt ist die Zeit, dich mit dir selbst zu befassen. Was willst du eigentlich im Leben? Was passiert nach deiner Reise? Gibt es Dinge die du ändern willst, Ziele die du erreichen möchtest? Nimm dir Zeit, dich mit dir und deinen Bedürfnissen zu beschäftigen. Eine Reise muss kein Selbstfindungstrip sein, aber bei einer Soloreise hast du genügend Zeit nachzudenken und dir Gedanken über deine Ziele und Bedürfnisse zu machen.

Damit all deine Vorsätze nicht wieder verpuffen wenn du wieder zu Hause bist, schreibe auf, was dir durch den Kopf geht. Führe Tagebuch und notiere deine Gedanken. Daraus machst du eine Liste mit ganz konkreten Punkten, die du ändern/erfüllen/erleben möchtest. Am besten notierst du dir zu all deinen Zielen ein Datum, damit gibst du Kritzeleien auf Papier einiges mehr an Verbindlichkeit und die Chance, dass du deine Ziele tatsächlich umsetzt, erhöht sich um ein vielfaches.

Du musst dich nicht immer einreihen...

Du musst dich nicht immer einreihen…

 

Wer bist du?

Eine Soloreise ist perfekt, dich selbst besser kennenzulernen. Du erfährst unterwegs so vieles über dich selbst, wie es zu Hause kaum möglich ist. Eingezwängt zwischen Alltag und Verpflichtungen bleibt kaum Zeit, dich besser verstehen zu lernen.

Auf einer Soloreise musst du auf Situationen reagieren, die es zu Hause kaum oder gar nicht gibt. Du weisst plötzlich, wie du in Stresssituationen reagierst, wie du auf fremde Menschen zugehst oder wie du mit Langeweile umgehst. Du lernst bestimmt auch viele positive Seiten an dir kennen, die du vor deiner Soloreise kaum wahrgenommen hast. Kannst du Dinge, die du nie für möglich gehalten hast? Du wirst es rausfinden…

 

Erfinde dich neu

Auf Soloreise kannst du dich jeden Tag neu erfinden. Du kannst tatsächlich sein wer du willst. Es geht hierbei nicht darum anderen was vorzuspielen und vorzugeben jemand zu sein, den du in Wirklichkeit gar nicht bist. Es geht eher darum, neue Seiten an dir zu entdecken.

Lege dir einen neuen Stil zu, probiere andere Verhaltensweisen aus und schaue, wie du darauf reagierst. Werde frecher und stehe zu deinen Bedürfnissen, mach was du willst. Vielleicht ist das etwas, was du dich bisher noch nicht getraut hast? Erfinde dich neu und lerne, auf deine Bedürfnisse zu hören.

 

Bilde dich weiter

Die Zeit auf deiner Soloreise gehört nur dir. Dir ganz alleine und niemandem sonst. Nutze diese Zeit um zu lernen! Was wolltest du schon immer wissen? Lies Bücher und zwar so viele wie möglich. Lerne auf Reisen, während langen Busfahrten, im Flugzeug und in der Hängematte. Nutze deine Zeit um in dich selbst zu investieren.

Du kannst auf Reisen alles machen, wozu du sonst nie die Zeit gefunden hast. Lerne Programmieren, nimm Yogaunterricht oder vertiefe dein Englisch. Oder doch lieber Gitarrenunterricht? Was auch immer, auf einer Soloreise hast du genügend Zeit, dir Wissen anzueignen und dich weiterzubilden.

 

Sei mutig

Jetzt ist die beste Zeit alles mögliche auszuprobieren, was du dich bisher nie getraut hast. Auf Reisen, vor allem auch auf einer Soloreise, verschwimmen Grenzen und Ängste, die vorher existiert haben, relativieren sich. Aus Erfahrung kann ich dir bestätigen, dass auf einer Soloreise vieles „normal” wird oder du „es einfach tust, ohne gross darüber nachzudenken”. Klippenklettern, Bungeejumpen oder wilde Raftingfahrten scheinen plötzlich kein grosses Ding mehr zu sein.

Es müssen aber nicht immer die wildesten Extremsportarten sein, jeder hat andere Grenzen und Hemmungen. Traust du dich nicht, wildfremde Leute anzusprechen? Nirgendwo ist das einfach auf einer Soloreise, z. B. in einem Hostel. Die Leute sind dir wohlgesinnt und freuen sich, wenn sich jemand für sie interessiert. Spring über deinen Schatten und trainiere etwas, worin du dich unsicher fühlst.

...manchmal muss man sich einfach alleine in unbekannte Gewässer vorwagen.

…manchmal muss man sich einfach alleine in unbekannte Gewässer vorwagen.

 

Brich aus deiner Komfortzone aus

Das geht ein bisschen in den vorher genannten Punkt rein. Mach ab und zu mal etwas, was eigentlich gegen deine Veranlagung ist und fordere dich damit heraus. Bist du der wildeste Partytiger und brauchst ständig viele Leute um dich? Warum bleibst du dann nicht einmal einen Abend lang alleine in deinem Hostelzimmer oder gehst alleine Essen? Finde heraus, wie du dich mit dir selbst beschäftigen kannst.

Dasselbe gilt für die gegenteilige Verhaltensweise. Magst du am liebsten deine Ruhe und fällt es dir schwer auf andere Leute zuzugehen? Dann spring über deinen Schatten und sprich andere Leute an und verbringe Zeit mit ihnen. Du wirst sehen, so schlimm ist es gar nicht und das Soloreisen ist perfekt, um aus deiner Komfortzone auszubrechen.

 

¿Hablas español?

Nirgendwo lernt es sich leichter als auf einer Soloreise. Indem du keinen Reisepartner dabei hast, der die gleiche Sprache oder Englisch spricht, fällt es um einiges leichter, die Landessprache zu lernen. Schreibe dich in eine Sprachschule ein oder kaufe dir Lernhefte und setze 1-2 Stunden pro Tag für das Lernen der Sprache ein. Nimm am besten irgendwo Privatunterricht, so lernst du am schnellsten.

Wenn du wieder zu Hause bist ist es sinnvoll, wenn du weiterhin einen Sprachkurs besuchst, damit du dich verbessern kannst oder nicht sogar die Sprache wieder verlernst. Das wäre Schade um die ganze investierte Zeit. Wenn du einen Sprachunterricht besuchen willst, gibt es auch sogenannte Stammtische, wo man sich in einer bestimmten Sprache über alltägliches Geschehen austauscht – auch ein guter Weg, um das Level zu halten.

 

Wie ist das bei dir? Bist du auch schon alleine durch die Welt gereist und hast Tipps, wie du am meisten profitiert hast?

 

Ab mit deinem Rat in die Kommentarfunktion.

 

4 Kommentare

  • Hannah sagt:

    Mal Zeit für sich ganz alleine zu haben, sich nur auf sich konzentrieren zu können – dazu gibt es im Alltag nicht viel Gelegenheit. Auf Soloreisen darf man mal „egoistisch“ sein, auf die eigenen Wünsche und Bedürfnisse achten – und sich selbst so besser kennen lernen. Das Erkunden neuer Länder und Kulturen bietet auch die Möglichkeit, die eigenen Grenzen auszutesten und sich selbst weiter zu entwickeln. Ich reise auch ganz gerne alleine, um das Hamsterrad mal wieder zu verlassen und eine neue Sicht auf gewisse Dinge zu bekommen.

  • […] Soloreise ist ein wunderbares Erlebnis, dass ich nur empfehlen kann. Du kannst so vieles für dich rausholen und eine wunderschöne Zeit […]

  • […] Es gibt unendlich viele Dinge die du (manchmal alle gleichzeitig) organisieren musst. Du musst hundert kleine Entscheidungen treffen. Das ist zwar nicht die grösste Aufgabe der Welt, aber alles muss von dir selbst erledigt werden. Das heisst für dich, du musst immer präsent sein, dich mit Entscheidungen auseinandersetzen. Und das kostet Kraft, sehr viel Kraft. Vor allem, wenn du alleine reist. […]

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