Málaga, das Tor nach Andalusien

Touristenhochburg oder lebendiger Ort? Was kann ich von einem Besuch Málagas erwarten? Die Stadt gewährt überraschende Einblicke und bietet einen wahren Fundus an Streetart.

Málaga ist einer dieser Orte, denen ich bislang keine besondere Bedeutung schenkte. Ein touristischer Ort an der Costa del Sol, irgendwo Richtung Südspanien. Bei der Planung eines Andalusien Roadtrips hat die Stadt aber schnell an Bedeutung gewonnen. Sie ist das Tor zu Andalusien für alle, die mit dem Flugzeug anreisen.

Während die Stadt im Sommer aus allen Nähten platzt, ist Málaga im November angenehm bevölkert. Das eine oder andere Geschäft ist zwar bereits im Winterschlaf. Aber wer wie wir ohne den touristischen Schnickschnack auskommt, nimmt das dankbar zur Kenntnis. In Málaga gibt es überraschend Vieles zu sehen. Die Grösse der Stadt ist angenehm und das Meiste können wir problemlos zu Fuss erkunden.

Aussicht Málaga

Málaga, das Tor nach Andalusien.

Frühe Stunden und besondere Ausblicke

Wir wollen uns erstmal einen Überblick verschaffen. Es zieht uns in die Höhe. Mit unserer Kleinen sind wir um 8 Uhr morgens unterwegs und merken schnell, dass uns für Spanien etwas Neues einfallen muss. Während wir um diese Zeit schon in der Stadt sind, gefrühstückt haben und bereit für den Tag sind, sind die Cafés und Sehenswürdigkeiten alle noch geschlossen. Bereits einen einfachen Kaffee zu bekommen gestaltet sich nicht ganz einfach. Wir leben völlig an den Gepflogenheiten Südspaniens vorbei.

Überraschendes Málaga!

Überraschendes Málaga!

Wir machen uns dementsprechend langsam auf den Weg. Unser Ziel ist das Castillo de Gibralfaro. Die Überreste der Burganlage thronen hoch über der Stadt und wir erklimmen diese über einen steilen Weg. 

Die Aussicht ist atemberaubend. Wir blicken über den Hafen von Málaga, betrachten die Stierkampfarena von oben und sehen weite Teile der Stadt. Es ist ein perfekter Start, um uns einen Überblick über die Lage der Stadt zu machen. Und nicht zu vergessen, auch einfach ein besonders schöner Ausblick.

Auf dem Weg über die Stadt.

Auf dem Weg über die Stadt.

Aussicht auf die Stierkampfarena in Die Stierkampfarena Málaga.

Die Stierkampfarena Málagas.

Aussicht in Malaga.

Stadtaussichten.

Málaga von oben.

Málaga von oben.

Tipp: Beim Eingang zur Burg gibt es einen Ticketautomaten. Es gibt ein Kombiticket mit der Alcazaba im Angebot, was günstiger ist als zwei Einzeltickets. Kleingeld bereithalten, es wird keine Karte akzeptiert.

Hafenflair mit Picasso

Vom Castillo de Gibralfaro führt der Weg hinunter zum Hafen. Was wir von oben bestaunt haben, wollen wir jetzt aus der Nähe sehen. Ausserdem treibt uns der Hunger zu den Hafenrestaurants in der Muelle Uno. Die Hafenpromenade ist ein toller Ort, um das maritime Flair der Stadt kennenzulernen. Es legen Fähren, Kreuzfahrtschiffe und Segelboote gleichermassen an. Ich kann ihnen von unserem Tisch beim Mittagessen zuschauen. Es gibt alles an essbarem: indisch, griechisch, italienisch und natürlich ist auch die Spanische Küche vertreten. Diese vor allem mit Tapas und Paella. 

Maritimes Flair in Málaga.

Maritimes Flair in Málaga.

Die Hafenpromenade Muelle Uno.

Die Hafenpromenade Muelle Uno.

An den Wochenenden oder Feiertagen gibt es hier einen Markt, auf dem viele handgemachte Besonderheiten angeboten werden. Erstaunlicherweise hält sich der Kitsch und Tourinap in Grenzen und es gibt kleine Schätze zu erstehen.

Markt an der Muelle Uno.

Markt an der Muelle Uno.

Buntes Markttreiben in Málaga.

Buntes Markttreiben in Málaga.

Dieser befindet sich gleich neben dem Centre Pompidou, der ersten Auslandsniederlassung der berühmten Pariser Museumsikone. Den Kubus erblicken wir von weitem, ist es doch „der“ Bau der Gegend. Er dient als Lichtschacht für die unterirdische Ausstellung und ist der Geburtsstadt Pablo Picassos durchaus würdig.

Das Centre Pompidou in Málaga.

Das Centre Pompidou in Málaga.

Centre Pompidou.

Centre Pompidou.

Wir laufen bis zum Leuchtturm, von wo es weitergeht zum Paseo de la Farola. Die Promenade führt dem Strand entlang, gesäumt von Kneipen, Spielplätzen und Liegestühlen. Im November sind diese zu Türmen aufgestapelt und warten auf den nächsten Sommer. Jetzt werden die Strandkneipen besucht und ein paar Gläser Cava mit Sicht aufs Wasser genossen. Ein paar hartgesottene Engländer harren dennoch in Badekleidung aus und lassen sich am Strand massieren.

Maurische Architektur in der Alcazaba

Zurück in die Innenstadt geht es  durch den Paseo del Parque, der grünen Lunge der Stadt. Wir finden kleine Brunnen, viele Parkbänke und laute Papageien, die fast den Verkehrslärm im Hintergrund übertönen. 

Parkanlage Paseo del Parque.

Der Paseo del Parque, die grüne Lunge der Stadt.

Überall in Málaga fliegen einem Papageien um die Ohren!

Überall in Málaga fliegen einem Papageien um die Ohren!

In der Innenstadt besuchen wir die Haupteinkaufsstrasse von Málaga, die Marqués de Larios. Wie überall sind die üblichen Ketten zu finden und die Strasse bietet nichts Spezielles. Sie ist aber schön gestaltet und die Seitengässchen durchaus sehenswert. Vielerorts finden sich hübsche Brunnen oder Details an den Gebäuden, flanieren und geniessen ist angesagt. Wir gönnen uns ein Eis und schauen den Passanten zu. Nach einer kleinen Pause geht es weiter Richtung Alcazaba.

Innenstadt von Malaga.

Willkommen in der Innenstadt!

Die Innenstadt.

Die Innenstadt.

Brunnen in Malaga.

Wunderbare Architektur überall!

Die ehemalige Burg- und Befestigungsanlage haben wir fast überall in Málaga vor der Nase. An dessen Fusse findet sich ein römisches Theater. Dieses ist in die Rückseite der Burganlage integriert. Die Hauptattraktion ist hier aber die Alcazaba selbst, die mittels einem Lift zu erreichen ist. Über Treppen kann diese auch zu Fuss erreicht werden, wir entscheiden uns wegen dem Kinderwagen für den Lift. Dieser transportiert uns mitten in die Anlage, welche mich überrascht. 

Das Römische Theater in Málaga.

Das Römische Theater in Málaga.

Die Innenhöfe und Gärten der Alcazaba sind im maurischen Stil gehalten, was mir besonders gut gefällt. Es findet sich auch eine kleine Moschee und in den Räumlichkeiten des Palastes gibt es wechselnde Ausstellungen. Auch hier bieten sich spektakuläre Aussichten über Málaga und ich kann mich kaum sattsehen. Wie viele solcher Ausblicke durfte ich mittlerweile geniessen? Unzählige, aber diese Momente sind immer wieder speziell schön.

Innenhof der Alcazaba.

Innenhof der Alcazaba.

Die Festung der Alcazaba.

Die Festung der Alcazaba.

Aussicht von der Alcazaba.

Eine Traumhafte Aussicht!

Lieblingsviertel Las Lagunillas

Insgesamt waren wir zwei Mal in Málaga, bei Ankunft und bei der Abreise unseres Roadtrips. Da ich bei der Planung der Unterkünfte sehr knapp dran war, habe ich fast eine Blindbuchung via Airbnb gemacht und wir sind im Viertel Las Lagunillas gelandet.

Es ist eines der Viertel, wo ein breites Spektrum an Streetart zu finden ist. Ein Rundgang lohnt sich sehr. Es gibt keine feste Route, entdecken ist hier angesagt. Es gibt unglaublich viele, wunderschöne Murals. Hinter den meisten steckt eine klare Botschaft. Von #niunamenos bis zu No se vende Málaga! ist alles dabei. Letzteres scheint aber das grosse Thema zu sein. Las Lagunillas ist ein Viertel der Künstler und eines, welches gegen die Gentrifizierung kämpft. 

Wandmalerei im Viertel Las Lagunillas.

Wunderbare Streetart in Las Lagunillas.

Streetart in Malaga.

Streetart Love!

Kunst an der Hausmauer.

Kunst an der Hausmauer.

Sogar die Seitengassen sind alle farbenfroh!

Sogar die Seitengassen sind alle farbenfroh!

Streetart in Malaga

Ni una menos!

Wir haben per Zufall unsere Airbnb Unterkunft hier gehabt – ohne vorher von diesem Viertel gehört zu haben. Obwohl die Unterkunft insgesamt gut war, würde ich sie nicht wieder wählen. Ganz einfach aus dem Grund, weil die Wohnung die wir gemietet haben kommerziell betrieben wird und dem Viertel den Wohnraum wegnimmt, für den es kämpft. Ich bin nach wie vor ein Fan von Airbnb (-> das zum Beispiel ist ein Affiliate Link, mit dem ich eine Provision erhalte, wenn du dich darüber anmeldest), gerade als Familie ist dies eine perfekte Möglichkeit zur Unterbringung.

Die Unterkünfte sollten aber sehr vorsichtig ausgewählt werden, um nicht genau in einem solchen Apartment zu landen, wie es bei unserer Schnellbuchung der Fall war. Willst du mehr zur Problematik von Airbnb wissen? Dann findest du bei Bravebird ausführliche Informationen darüber.

Streetart im Viertel Las Lagunillas.

Las Lagunillas in Málaga.

Mein Tipp für geruhsame Stunden

Ich habe dir aber eine wirklich tolle Empfehlung für ein Bed & Breakfast in Málaga mitgebracht. Das Bijou heisst „La Casa Azul“ und befindet sich nicht unweit vom Strand La Malagueta entfernt. Die Unterkunft hat nicht sehr viele Zimmer und ist daher immer recht schnell ausgebucht. Die Zimmer sind im Vintagestil des 19. Jahrhunderts dekoriert und haben echt Klasse. Das Frühstück ist sehr reichhaltig und die Gastgeber ausserordentlich zuvorkommend. Alles in allem ein tolles Preis-/Leistungsverhältnis. 

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2 Kommentare

  • Step sagt:

    Hm, ich habe in Malaga dasselbe getan, was du bisher auch immer getan hast – nämlich direkt vom Airport in den Mietwagen und Abfahrt. Na, vielleicht sollte ich der Stadt beim nächsten Mal Andalusien doch auch eine Chance geben…..Grüße aus Jordanien (Petra ist einfach genial)

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