Vanlife im Schweizer Jura und die Tücken des Instatraumes

Mein Leben, mein Van, meine Freiheit. Und diese ist grenzenlos! Aber muss das Ganze so eng sein? Ich brauche Platz zum Leben, meine Freiheit hat schliesslich auch Grösse!

So oder so ähnlich ambivalent waren unsere Gedanken am langen Auffahrtswochenende, als wir uns aufmachten, die Tage im Campervan zu verbringen. #vanlife ist nichts neues auf Social Media und die romantischen Bilder von lauen Abenden im Wald, mit Gitarre am Lagerfeuer, in eine karierte Decke gehüllt, haben sich auch in unsere Vorstellung gebrannt. Dazu aber später mehr…

Unterwegs mit Citypeak Campers.

Unterwegs mit Citypeak Campers.

Am Mittwoch Abend nehmen wir bei Citypeak Campers am unteren Zürichsee unseren VW California T6 entgegen. Der Van ist uns gleich sympathisch, es ist eine angenehme Grösse, um damit immer noch problemlos manövrieren zu können. Aber ist es denn immer so eng in diesen Vans? Diese Frage durchkreuzt gleich zu Beginn meine Gedanken. Aber ich will mich erst mal an das vanlife gewöhnen und dem etwas Zeit geben.

Da wir den Van gegen Abend übernommen haben und unser Baby schon früh zu Bett geht, steuern wir als erstes den Campingplatz Gäsi am Walensee an. Wir wollen die ganze Zeit ausnutzen und auch schon die erste Nacht im Van verbringen.

Auf dem Camping Gäsi am Walensee.

Auf dem Camping Gäsi am Walensee.

Der Camping Gäsi wurde uns von Citypeak empfohlen und wir werden nicht enttäuscht. Es ist ein schöner und sympathischer Platz direkt am See und die Stellplätze liegen immer etwas in den Büschen. Der Platz ist gross und verleiht so eine gewisse Weite. Wir brauchen nicht lange, um uns im Van zurecht zu finden und schnell ist die Sitzecke zum Bett umgebaut und wir schlafen müde ein.

Der Campingplatz liegt direkt am Walensee.

Der Campingplatz liegt direkt am Walensee.

Abendstimmung am Walensee.

Abendstimmung am Walensee.

 

Warum alle ihre eigenen Erfahrungen machen müssen

Unser Abenteuer startet am nächsten Tag. Wir wollen Richtung Jura, in die Westschweiz und uns dort einmal so richtig umsehen. Es gibt einiges zu entdecken: Creux du Van, St-Ursanne, Saignelégier, das Val-de-Travers und und und. Die Gegend bietet einige Naturspektakel, die ich schon lange sehen wollte. Erstmals fahren wir aber quer durch die Schweiz und Richtung Westen nach St-Ursanne.

Die mittelalterliche Kleinstadt hatte ich schon seit einiger Zeit auf meinem Radar, nur war sie immer gefühlt weit weg. Denn egal wo in der Schweiz ich gerade wohnte, nie war St-Ursanne in der Nähe und eine Fahrt von bis zu zwei Stunden gilt in der Schweiz als weit weg. Heute sollte es aber so sein. An diesem regnerischen Auffahrtstag erwischen wir mit etwas Planung das Zeitfenster, bei dem es gerade einmal nicht wie aus Kübeln schüttet. Auf St-Ursanne bin ich unter anderem aufmerksam geworden, weil die Grand Tour of Switzerland auch durch den Ort führt. Und einmal die ganze Grand Tour gemacht zu haben, ist meiner vielen Vorhaben.

Stadttor in St-Ursanne.

Stadttor in St-Ursanne.

Einblicke in das Städtchen St-Ursanne.

Einblicke in das Städtchen St-Ursanne.

St-Ursanne gehört auch zur Grand Tour of Switzerland.

St-Ursanne gehört auch zur Grand Tour of Switzerland.

Über St-Ursanne liegt eine Art Langeweile, als wäre das Städtchen im Dornröschenschlaf. Um diesen Eindruck zu vermitteln, helfen Feiertag und das regnerische Wetter bestimmt auch mit, aber die Stimmung passt durchaus zum Ort. Wir schlendern herum, bestaunen historische Gebäude wie die Stiftskirche und landen schlussendlich auf der bekannten Brücke St. Jean. Alles in allem ein lohnenswerter Abstecher.

St-Ursanne im Kanton Jura.

St-Ursanne im Kanton Jura.

Historisches St-Ursanne.

Historisches St-Ursanne.

Wir haben vor, die nächsten zwei Nächte auf dem Camping Saignelégier zu verbringen. Mitten im Jura, im idyllischen Wald, ein Campingplatz, von welchem uns von verschiedensten Leuten vorgeschwärmt wurde. Man kann frei einen Platz wählen, Feuer machen, muss nicht zu viele Regeln beachten. Es solle der schönste Campingplatz der Schweiz sein, hören wir nicht nur einmal. Für uns hört sich das perfekt an. Endlich kommen wir zu unserem Lagerfeuer!

Voller Vorfreude fahren wir also zum Campingplatz rein, aber bereits im ersten Augenblick sind wir etwas irritiert. Der Platz, der anscheinend „kanadamässig“ und „schön weit“ sein soll, ist fast bis auf den letzten Platz besetzt. Wagen reiht sich an Wagen und wir müssen zwei mal durch das Gelände fahren, um überhaupt einen Stellplatz zu finden. Dabei werden wir schief beäugt und schnell beschliessen wir, dass wir hier nicht bleiben wollen. Wir fahren weiter Richtung See.

Was ist da passiert? Ich kann es mir immer noch nicht so recht erklären. Nur das Auffahrtswochenende kann es nicht gewesen sein, denn der Platz war überfüllt und unsympathisch – genau das Gegenteil, wovon uns alle vorgeschwärmt haben. Ich kann mir eher vorstellen, dass um den Campinplatz Saignelégier mittlerweile ein kleiner Hype ausgebrochen ist und er daher den Charme verloren hat. Meinerseits war das nur eine Momentaufnahme, aber eine, die mir gereicht hat.

Unterwegs im Jura.

Unterwegs im Jura.

Mittlerweile fängt auch unsere Tochter an zu quengeln und die Aussicht auf eine Fahrt zum noch unbekannten Stellplatz für die Nacht droht nervenaufreibend zu werden. Vanlife ist toll und auch romantisch, aber mit einem Baby alles andere als entspannend. Unsere Tochter fährt nicht ungerne Auto, aber wenns reicht, dann gibts kein Halten mehr und wir müssen eine längere Pause einlegen. Wir erreichen aber gerade noch rechtzeitig den Stellplatz Les Cerneux für eine Nacht.

Vanlife unplugged

An diesem Abend wird alles etwas zu viel. Die Suche nach einem Stellplatz, das quengelnde Baby, die Enge im Van… Ich kann mir nicht vorstellen, wie Leute auf Dauer in einem Van leben oder Familien wochenlang darin unterwegs sein können. Alleine mag das etwas ganz anderes sein und ist für mich durchaus vorstellbar. Zu zweit allenfalls auch, aber als Familie? Auch meine Eltern sind mit mir, meinen zwei Brüdern und einer Freundin von mir, also mit insgesamt 6 Personen (!) in einem VW Bus von der Schweiz bis nach Schweden und zurück gefahren! Wie ging dass bloss? Ich habe dies als eine tolle Zeit in Erinnerung, aber wirklich vorstellen wie das ging, kann ich mir heute kaum mehr.

Vanlife unplugged - klein, eng und anstrengend.

Vanlife unplugged – klein, eng und anstrengend.

Wenn das Thema auf vanlife kommt, wird immer die grosse Freiheit als Pluspunkt dargestellt. Ich kann den Punkt verstehen, dahin zu fahren, wo man will. Definitiv cool und so lässt sich bestimmt mancher Spot entdecken, der einem sonst verloren gehen würde. Besonders praktisch stelle ich mir das fürs Surfen vor, so lassen sich die wirklich tollen Strände abklappern.

Dennoch waren meine Gedanken an diesem Abend, dass ich wohl zu freiheitsliebend bin für vanlife. Diese Enge, das Eingepfercht sein, mich nicht umdrehen zu können, ohne mir irgendwo den Kopf anzuschlagen. Der Schritt aus dem Van ist für mich jedesmal befreiend, endlich atmen, endlich ein weiteres Feld um mich als 2, 3m²!

Auch das ist eine Momentaufnahme, Gedanken, die ich an diesem Abend hatte. Vanlife unplugged eben. Es ist nicht immer alles so, wie es die gestellten Instagram Bilder weismachen wollen. In einem Van unterwegs zu sein kann eine Herausforderung darstellen und einem sogar an die eigenen Grenzen bringen. Ganz besonders, wenn man mit einem Baby oder einem Kleinkind unterwegs ist. Diese Seite möchte ich hier aber auch nicht verschweigen. Denn erstens lebt dieser Blog von meinen ehrlichen Erfahrungen und zweitens gibt es genug kitschige Bilder und Vorstellungen in den Weiten des Internets.

Auf dem Camping Les Cerneux.

Auf dem Camping Les Cerneux.

Naturidylle in der Areuse-Schlucht

Am nächsten Tag und mehr oder weniger ausgeschlafen, sieht die Welt schon wieder anders aus. Für uns war der Tiefpunkt am Abend vorher wohl nötig um anzukommen. Wir gewöhnen uns langsam an den Van, das Umbauen von Bett zu Sitzbank geht jetzt zügiger und das Handling ist generell einfacher. So lässt es sich etwas besser leben, aber wir haben die Anpassungszeit gebraucht.

Wir gewöhnen uns langsam an das Leben im Van.

Wir gewöhnen uns langsam an das Leben im Van.

Heute soll es aber endlich raus gehen, wieder einmal richtig in die Natur und mit etwas Bewegung. Die Areuse-Schlucht ist unser Ziel, wir wollen von Champ-du Moulin nach Boudry wandern. Wir haben die Strecke etwas abgekürzt, insgesamt kann die ganze Wanderung auf 31 Km ausgedehnt werden und geht von Saint-Sulpice bis nach Boudry.

Wir fahren mit dem Van nach Champ-du-Moulin und laufen von dort los. Das Wetter ist perfekt, Sonnenschein, aber nicht zu heiss, wobei der Weg durch die Areuseschlucht angenehme Kühle verspricht.

Wunderschöne Areuse Schlucht!

Wunderschöne Areuse-Schlucht!

Wandern im Val d'Areuse.

Wandern im Val d’Areuse.

Die Route erweist sich als perfekt für uns. Weder besonders lang, noch besonders steil, eine gemütliche Wanderung mit schönen Aussichten und Plätzen. Unterwegs rasten wir und picknicken. Wir geniessen das Draussensein, die Natur, die Frische und vor allem auch das Wasser. Die Areuse schlängelt sich durch das Gestein und bietet immer wieder überraschende Bilder. Mal schimmert der Fluss in verschiedensten Blautönen, dann zeigt er sich tümpelhaft braun und fast stehend, worauf ein Wasserfall für Abwechslung sorgt.

Eine gemütliche Wanderung im Val d'Areuse.

Eine gemütliche Wanderung im Val d’Areuse.

Kleiner Wasserfall in der Areuse Schlucht.

Kleiner Wasserfall in der Areuse-Schlucht.

In Boudry angekommen, fahren wir mit dem Zug zurück nach Champ-du-Moulin und fahren auf gut Glück an den Neuenburgersee, nach Cortaillod. Dort finden wir einen kleinen, familiären Campingplatz direkt am See, der uns auf Anhieb sympathisch ist. Der Platzwart leiht uns auch seinen Grill, was die jetzt lauen Sommerabende perfekt abrunden lässt. Hier bleiben wir zwei Nächte und bereuen unsere Entscheidung in keiner Sekunde. Mit zwei warmen Tagen mit viel Sonnenschein stellt sich Urlaubsfeeling ein und wir geniessen die Zeit.

Camping in Cortaillod.

Camping in Cortaillod.

Zwischen Neuenburgersee...

Am Neuenburgersee.

Abende am See.

Abende am See.

Im Grand Canyon der Schweiz

Am Tag darauf soll noch ein weiteres Highlight in der Region folgen: Wir fahren zum Grand Canyon der Schweiz. Der Felsenkessel des Creux du Van lockt mit 1200 Meter Breite und 500 Meter Tiefe und ist beeindruckend. Dennoch finde ich den Vergleich mit dem Grand Canyon doch etwas hochgegriffen. Von Noiraigue kann bis zum Creux de Van und zurück gewandert werden. Wer sich dafür interessiert und genauere Infos möchte, findet diese bei den Swissnomads, die haben diese Wanderung nämlich gemacht.

Für heute haben wir aber die Variante für Faule gewählt und sind mit dem Auto direkt hoch gefahren. Beim Restaurant Le Soliat gibts Parkplätze, dementsprechend und dem schönen Samstag geschuldet, sind wir natürlich nicht die Einzigen, die unterwegs sind. Aber für mich erscheint eine Wanderung generell immer weniger reizvoll, sobald man denselben Ort auch mit dem Auto erreichen kann. Natürlich, „der Weg ist das Ziel“ greift hier durchaus als Argument. Den Reiz mindert es dennoch. Ich wandere lieber an Orte, wo man eben nur zu Fuss hinkommt.

Weitsicht vom Creux du Van aus.

Weitsicht vom Creux du Van aus.

Die ganze Schönheit des Felsenkessels Creux du Van.

Die ganze Schönheit des Felsenkessels Creux du Van.

Wir spazieren dem Felsenkessel entlang und geniessen die Aussicht, welche wirklich phänomenal ist. Die Sicht reicht über Wälder bis zum Neuenburgersee und die steil abfallenden Felswände sind beeindruckend. Hier ist nichts gesichert und der Weg, resp. die Punkte, wo sich die Leute für Fotos hinstellen, manchmal ein wenig gefährlich. Ich finde es aber schön, dass hier an die Selbstverantwortung der Menschen appelliert wird und die Landschaft nicht mit Verbotsschildern verschandelt wird. Besonders schön muss hier übrigens der Sonnenaufgang sein – ein Ziel für den nächsten Besuch.

Der Creux du Van in der Westschweiz.

Der Creux du Van in der Westschweiz.

Vanlife – mein Fazit

Die Tage verfliegen schnell und es bleibt noch einiges, welches ich im Jura oder in der Gegend der drei Seen anschauen möchte. Es gibt mehr zu erleben, als es auf den ersten Blick vermuten lässt. Als wir durch Städtchen wie La Chaux-de-Fonds gefahren sind, wirken diese ausserordentlich sympathisch, definitiv wert, einmal zurückzukommen und sie mir genauer anzusehen. Oder den Doubs, den Fluss im Jura, möchte ich auch dem Verlauf nach entlang wandern. Und wie wäre es, einmal mehr über den Absinth zu erfahren? Da ist man im Val-de-Travers auch am richtigen Ort. Da hat übrigens Marianna mal was spannendes darüber geschrieben.

Jura, Schweiz.

Jura, Schweiz.

Das vanlife hat uns erst einmal ein paar Schwierigkeiten beschert. Wir mussten uns an die engen Platzverhältnisse gewöhnen. Als unsere Rollen aber etwas eingespielt waren („Ich baue um, du beschäftigst das Baby…“), hat sich alles verbessert und unsere Wahrnehmung hat sich auch nicht mehr nur auf die Enge bezogen. Wir haben in erster Linie folgendes rausgefunden:

  • Social Media lügt! Gut, das ist jetzt keine bahnbrechend neue Erkenntnis, aber all die Bilder von Frauen, die sich auf Decken im Van räkeln und eine dampfende Kaffeetasse in den Händen halten… Das vermittelt ein Bild, dass es so nicht gibt. Selbstverständlich war mir das auch schon vorher bewusst, schliesslich ist Social Media quasi meine Heimat und ich lebe teils sogar davon. Dennoch bin ich der Meinung, dass etwas mehr Realität und Ehrlichkeit nicht schaden würde. Man sehe sich doch nur einmal den ganzen Hype ums Thema vanlife an, was teils nichts mehr mit der Realität zu tun hat.
  • Nein, wir müssen jetzt nicht gleich einen Van kaufen. Die Tage im Bus waren toll und wir haben viele gute Erfahrungen gemacht. Ich will aber weder in einem Van leben, noch alle meine zukünftigen Ferien darin verbringen. Ab und zu mal mit dem Van unterwegs sein – Super! Unbedingt wieder! Aber einen eigenen brauche ich nicht.
  • Alle die mit genau diesem Gedanken spielen – sich einen Van zuzulegen – macht unbedingt erstmal ein, zwei Testwochenenden unter allen Bedingungen. Also auch wenn es kalt ist oder es in Strömen regnet. Dann sieht das Ganze nämlich noch einmal anders aus und erst dann zeigt es sich, ob man tatsächlich fürs vanlife taugt.
Vanlife unplugged.

Vanlife unplugged.

In einem Van unterwegs zu sein, ist eine tolle Art zu Reisen und macht Spass. Es ist aber auch anstrengend und kann sehr fordernd sein. Auf jeden Fall werde ich wieder auf diese Weise unterwegs sein – mir gefallen Herausforderungen!

Das nächste Mal weiss ich dann auch genau, was ich brauche und was nicht, was mit muss und was zu Hause bleiben kann. Besonders gut kann ich mir eine Trip mit einem Van der Küste entlang vorstellen, mit dem Surfbrett im Gepäck und immer schön den Wellen nach. Du siehst, das nächste Projekt ist schon gefasst….

Wie ist das bei dir mit dem Vanlife? Welche Herausforderungen hattest du zu meistern?

Folge mir auf Facebook, Instagram, Twitter und Pinterest! Da findest du auch eine Pinnwand zum Vanlife (mit vielen Bildern von Lagerfeuern und Ausblicken aufs Meer ;-)!

Dieser Vantrip habe ich mit Unterstützung von Citypeakcampers gemacht. Ich bedanke mich dafür, dass ich diese Erfahrung machen durfte.

5 Kommentare

  • Esther sagt:

    Hoi Sarah

    Das ist ja ein wunderbar ehrlicher Vanlife-Bericht! Ich habe irgendwie auch diese romantische Vorstellung vom Camperleben im Kopf und möchte es unbedingt mal probieren. Am liebsten würde ich damit durch ganz Europa cruisen, aber meine Reisebegleiter sind noch nicht ganz so überzeugt von diesem Vorhaben. Am besten ist es wohl, wenn ich mir auch mal einen Camper für ein Weekend leihe und das Vanlife teste. Ich bin mal gespannt, ob es mir ähnlich wie dir ergeht. Und ins Jura muss ich unbedingt bald mal reisen. Das sieht toll aus! Meine Bucketliste ist jetzt dank dir wieder etwas gewachsen.

    Weiterhin happy travels & liebe Grüsse
    Esther

    • Diese romantische Vorstellung haben wir wohl mittlerweile alle im Kopf. Solche Momente gibt es bestimmt auch, aber das vanlife ist eben doch auch anstrengend, vor allem mit Kind. Und bevor du dir einen Van kaufst, teste es ein, zwei Mal an einem Wochenende. Dann siehst du sofort, ob ihr dafür gemacht seid, längere Zeit in einem Van zu verbringen. Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen!

  • Reni sagt:

    Liebe Sarah

    In deinem Bericht hab ich gelesen, dass du lieber Wanderungen machst, wo keine Strasse hinführt, resp. man nur zu Fuss hinkommt. Das geht uns eigentlich genauso. Und als wir von Noiraigue hoch zum Creux-du-van gewandert sind, dachten wir, das sei auch so. Als wir dann nach dem anstrengenden Aufstieg das Restaurant LeSolitat und den Parkplatz gesehen haben, dachten wir… ach, Mensch, das darf doch nicht wahr sein 😉

    Ich finde übrigens, dass dein Bericht total Lust auf das Schweizer Jura macht.

    Spannend finde ich auch zu lesen, wie es euch beim Campen ergangen ist und wie ihr das Vanlife erlebt habt.

    Gerade gestern ist uns genau dasselbe passiert. Wir sind zu einem Campingplatz gefahren, den wir empfohlen gekriegt haben. Wir haben uns einen abgelegenen Platz mitten in der Natur vorgestellt, die Wirklichkeit sah anders aus. Inzwischen wissen wir jedoch, dass entweder die Geschmäcker total verschieden sind oder manche Camps sich verändern, weil sie zu bekannt werden.

    Und du glaubst es nicht, auch das mit der dem Thema vanlife auf Social Media haben wir kürzlich diskutiert. Zum #Vanlife wird oft eine Scheinwelt präsentiert. Aber vieles auf Insta & Co. ist ja leider gestellt und entspricht nicht der Wirklichkeit. Schade eigentlich.

    So ist es umso schöner, wenn Blogger/innen und Reisende von ihren persönlichen Erlebnissen berichten. Wir lieben unser Leben im Camper, auch wenn nicht jeden Tag die Sonne scheint. Wir geniessen es aber schon auch, Platz zu haben, wenn wir mal wieder in der Schweiz sind.

    Herzliche Grüsse aus Korea,
    Reni

    • Sarah sagt:

      Liebe Reni

      Danke für deinen Kommentar zum Thema vanlife. Ja, es ist etwas schwierig, wenn online eine total andere Welt dargestellt wird, als es wirklich ist. Klar, bei manchen Bildern steht natürlich der künstlerische, resp. der ästhetische Blickwinkel im Vordergrund. Dennoch finden sich nur ganz wenige authentische Berichte, was ich schade finde. Gerade wenn man auf so engem Raum zusammenlebt und unterwegs ist, ist es von Vorteil, wenn man weiss, worauf man sich einlässt. Ich bewundere jedenfalls alle, die längere Zeit so leben!

      Bei der Wanderung habt ihr erst am Schluss bemerkt, dass man mit dem Auto hochfahren kann? Das ist natürlich nicht so lustig… 😉

      Auf ein nächstes Mal im Schweizer Jura!

  • Ein schöner ehrlicher Bericht. Wir sind seit zwei Jahren mit einem California unterwegs und für mich gibt es (fast) nichts Schöneres als an den Wochenenden die Schweiz mit dem Cali zu entdecken und am Morgen irgendwo in der Natur zu erwachen – auch wenn das meist auf einem Campingplatz ist und wenig mit den romantischen Vorstellungen von Einsamkeit in unberührter Landschaft zu tun hat. Wir sind allerdings nur zu zweit und halten es in der Regel so, dass wir das Auto auf dem Campingplatz abstellen und dann nur noch mit Velo, zu Fuss oder ÖV unterwegs sind, so entfällt das ständige auf-/umräumen.

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