Die besten Literaturklassiker für unterwegs

Eine Reise bietet wieder einmal Zeit. Zeit, die man für Dinge nutzen kann, die sonst zu kurz kommen. Dinge, wie zum Beispiel Bücher zu lesen, für welche man im Alltag oft nicht die Zeit findet. Oftmals sind das die richtigen Literaturklassiker. Bücher die man nicht nur einfach so überfliegt, sondern richtig tief darin versinkt und die man auch nach Stunden noch nicht weglegen will. Darum gehts hier: Literaturklassiker.

Ich habe versucht, möglichst unterschiedliche Bücher vorzustellen, damit auch für alle etwas dabei ist.

 

Die Buddenbrooks


Thomas Mann erzählt vom sukzessiven Verfall einer wohlhabenden Familie, der sich über mehrere Generationen hinzieht. Es wird ein detailreiches Bild des hanseatischen Grossbürgertums im 19. Jahrhundert aufgezeigt, welches den Leser tief in die Wirren der Familie Buddenbrook eintauchen lässt. Super spannend und so richtig zum mitfiebern. Thomas Mann vom sukzessiven – sich über mehrere Generationen erstreckenden – Untergang der wohlhabenden Kaufmannsfamilie Buddenbrook.

Thomas Mann vom sukzessiven – sich über mehrere Generationen erstreckenden – Untergang der wohlhabenden Kaufmannsfamilie Buddenbrook.

Die Wand


Die Protagonistion fährt übers Wochenende in eine Jagdhütte im Wald, als sie am Morgen bemerkt, dass weitläufig über ihrer Hütte eine Art gläserne Wand entstanden ist, aus der sie nicht ausbrechen kann. Alles ausserhalb der Wand scheint versteinert zu sein. Ab sofort muss sie lernen, wieder mit sich selbst und der Natur auszukommen.

 

20’000 Meilen unter dem Meer


Als sich Berichte von Seereisenden über ein geheimnisvolles Unterwasserobjekt häufen, macht eine Fregatte der amerikanischen Marine sich 1867 auf die Suche danach. Das Schiff wird von dem unbekannten Objekt versenkt, aber ein französischer Naturforscher und zwei weitere Passagiere überleben und werden von der Besatzung des U-Boots an Bord geholt. Eine packende Schilderung über Abenteuer und ein U-Boot, das eigentlich erst ein halbes Jahrhundert später so konstruiert wurde…

 

Das böse Mädchen


Ricardo wächst in den 50er Jahren in Lima auf und lernt dort seine Jugendliebe kennen, die sich als Chilenin ausgibt. Eines Tages ist sie plötzlich verschwunden. Und so geht es die nächsten Jahrzehnte weiter. An Schauplätzen auf der ganzen Welt treffen sich die beiden wieder, doch sie verlässt ihn immer wieder für einen reicheren Mann. Bis schliesslich etwas passiert, was alles ändert…

 

Madame Bovary


Emma, die attraktive Tochter eines Landpächters, heiratet den angesehenen Dorfarzt Charles Bovary. Für die junge Frau bedeutet diese Ehe einen gewaltigen sozialen Aufstieg. Doch Emma langweilt sich in ihrer Ehe und in der Provinz, Doktor Bovary lässt seine junge Frau zu häufig allein. So beginnt sie eine Affäre mit dem Notariatsangestellten Léon. Sie verstrickt sich in ein Netz von Lügen und von Schulden und begeht schließlich Selbstmord. Der Roman, der 1857 erschienen ist, gilt als eines der ganz grossen Werke der Weltliteratur.

 

Das Parfüm


Jean-Baptiste hat keinen eigenen Körpergeruch, ist aber mit einem überaus stark ausgeprägten Geruchssinn zur Welt gekommen. Als er im Jahr 1738 geboren wurde, wollte ihn schon seine Mutter in Meer werfen, keine Amme wollte ihn haben und da er anders ist als andere Kinder, wuchs er ohne Freunde auf. Er wird an einen Gerber verkauft und dort ausgebildet, als er seine Vorliebe für weibliche Düfte wahrnimmt. Er tötet die Mädchen und macht es sich zur Aufgaben, ihren Geruch zu konservieren.

ean-Baptiste Grenouille, der keinen eigenen Körpergeruch hat, jedoch mit einem ausgeprägtem Geruchssinn auf die Welt kommt und für die Herstellung eines außergewöhnlichen Duftes zum Mörder wird.

 

Der Besuch der alten Dame


In ihrer Jugend wird Klara von ihrem Freund Alfred schwanger, der jedoch die Vaterschaft abstreitet. Er besticht Zeugen, um vor Gericht zu gewinnen. Entehrt und mittellos verlässt Klara den Ort. Jahrzehnte später kehr sie als Miliardärin und mit einem leeren Sarg in den Ort zurück und will sich an Afred rächen. Sie verspricht dem Dorf eine Miliarde und setzt das Geld auf Alfreds Kopf aus.

 

Demian


„Demian“ ist die Geschichte eines jungen Menschen auf der Suche nach sich selbst und dem Sinn des Lebens. Auf diesem Weg begegnet er immer wieder Max Demian, der ihn nachhaltig beeindruckt, indem er Emils christliche Werte stets infragestellt und ihm immer wieder nahebringt, dass das Ziel des Lebens nicht Anpassung und Konformität sein kann, sondern in der Selbstbestimmung und -verantwortung liegt.

 

Krieg und Frieden


Tolstoi schildert in seinem wohl bekanntesten Werk die russische Gesellschaft zu Beginn des 19. Jahrhunderts und die napoleonischen Kriege, besonders den Russlandfeldzug von 1812. Der verwitwete Fürst Andrej Bolkonskij findet Gefallen an der jungen und äusserst hübschen Prinzessin Natascha Rostowa, die er nach einer einjährigen Wartefrist mit Erlaubnis seines Vaters schliesslich auch ehelichen will. Anatol Kuragin, ein draufgängerischer und bereits verheirateter Lebemann, verhindert dies jedoch mit seiner Affäre zu Natascha.

 

Der alte Mann und das Meer

Der alte Fischer Santiago ist arm, er schläft auf Zeitungen in einer bescheidenen Hütte und hat kaum genug zu essen. Zudem ist er seit 84 Tagen ohne Fangerfolg. Am 85. Tag ist das Glück ihm hold und er fängt einen Marlin, einen Speerfisch, von gigantischer Grösse. Der Fisch nimmt das Boot in Schlepp und zieht es immer weiter auf das offene Meer hinaus. Der Kampf der beiden dauert zwei Tage und zwei Nächte, bis sie endlich wieder an der Küste von Havanna ankommen.

 

Welche Literaturklassiker liest du denn gerne?

 

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6 Kommentare

  • Oli sagt:

    Witzig, dass du gleich drei Bücher drauf hast, die bei mir ganz oben bei der Langeweileliste stehen: Der alte Mann und das Meer? 100 Seiten blubbert die Geschichte vor sich hin wie ein Fisch unter Wasser. Buddenbrocks? Umständliche und endlose Beschreibungen in sperriger Sprache. Ich würde das Buch schon alleine wegen des Gewichts keinem Reisenden empfehlen. Und Madame Bovary ist auch gepflegte Langeweile – wenngleich wenigstens zur Kunstform erhoben, da die Langweile des Lesers die beschriebene Langeweile der Protagonisten nachfühlen lässt. Fehlt nur noch Moby Dick: Das vierte Buch auf meiner Liste der ewigen Langweile. 🙂

    Denk daran, dass die Leseumgebung beim Reisen oft nicht ideal ist. Du wartest an einem lärmigen Bahnhof, wo ständig Leute um dich heum schwirrren. Vielleicht liest du im Zug während neben dir jemand ins Handy brüllt. Vielleicht abends im Bett während es im Nebenzimmer abgeht – ich meinte natürlich eine Party.

    Ich hatte auf meinen ersten Reisen noch Philosophiebücher fürs Studium mitgenommen, aber unterwegs konnte ich mich nie gut genug konzentrieren.Heute schau ich darauf, dass die Lektüre flüssig und spannend ist. Philosophie und Klassiker kann ich zuhause wieder lesen.

    Wenn Klassiker auf Reisen, dann sollte es wenigstens was spannendes sein. Zum Beispiel Schuld und Sühne von Dostojewski. Germinal von Emile Zola. Etwas weniger anspruchsvoll, aber gut auf Reisen ist auch der Graf von Monte Christo von Dumas.

    • Sarah sagt:

      Es empfinden nicht alle dasselbe als spannend. Deinen Geschmack scheint meine Zusammenstellung jedenfalls nicht zu treffen. Macht nichts, es kann ja nicht immer allen gefallen. Die drei von dir erwähnten Bücher finde ich keineswegs langweilig – sonst hätte ich sie hier ja kaum empfohlen.

      Zum Lesen unterwegs: Es kann schon sein, dass die Umgebung beim Reisen nicht immer ideal ist. Man hält sich aber bei weitem nicht immer nur an Busbahnhöfen oder lauten Unterkünften auf. Die Busfahrten sind oft stundenlang und in ein paar Tagen am Strand lassen sich auch gut ein, zwei Bücher lesen. Mir persönlich macht eine lärmende Umgebung beim Lesen keine Mühe, ich versinke oftmals so tief in die Geschichten, dass ich meine Umgebung nicht mehr wahrnehme. Ausserdem gibt es ja immer noch Kopfhörer oder Ohrstöpsel. Die Umgebung scheint mir eigentlich das geringste Problem zu sein.

      Und übrigens: Für schwere Bücher gibts auch E-Book Reader 😉 Ich reise jedenfalls nur damit und schleppe keine „richtigen“ Bücher mehr mit mir rum.

  • Claudia sagt:

    Einige der genannten Klassiker habe ich schon gelesen, vor allem „Das böse Mädchen“ von Mario Vargas Llosa hat mir sehr gut gefallen. Ich nehme mir auf Reisen auch gerne viel Lesestoff mit, da ich mich beim Lesen am besten entspannen kann. Wenn ich also mal genug von allem Trubel habe, ausgelaugt von den vielen Erlebnissen, lege ich mich gerne mit einem spannenden Buch zurück und sinke völlig in die Fantasiewelt ein. Mittlerweile bin ich auch schon auf einen E-Book-Reader umgestiegen, da er gerade für unterwegs einfach total praktisch ist!

    • Sarah sagt:

      „Das böse Mädchen“ ist schon eine Klasse für sich. Der Schreibstil von Mario Vargas Llosa ist eben doch unvergleichlich. Und ja, für unterwegs ist ein E-Book Reader einfach perfekt.

  • Ena sagt:

    Eines meiner Lieblingsbücher: The unlikely pilgrimage of Harold Fry.
    Wie der Name schon sagt, geht es um eine Pilgerreise. Das Buch ist echt genial und sicher auch auf einer Reise zu empfehlen 🙂

    • Sarah sagt:

      Liebe Verena, vielen Dank für den Buchtipp. The unlikely pilgrimage ist zwar nicht gerade als Literaturklassiker bekannt, aber ich merke mir den Titel gerne. Danke sehr!

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