Vom Surferleben an Portugals Südküste

Mich hat es vor einiger Zeit total gepackt! Surfen! Das Ding, mein Ding. Ganz unerwartet irgendwie. Demnach war klar, dass ich bei meiner Portugalreise unbedingt wieder aufs Brett stehen musste. Ach was, eigentlich bin ich fürs Surfen nach Portugal gereist.

Surfen an der Algarve - Das sollte es sein.

Surfen an der Algarve – Das sollte es sein.

Ganz im Süden Portugals, an der Algarve, da war es im März schon warm genug, um ins Line-Up zu paddeln. Also nix wie hin und so habe ich meinen Aufenthalt im TSE Surfcamp gebucht.

So bin ich hingereist

Da ich erst noch Lissabon erkunden wollte, bin ich mit dem Bus an die Algarve gefahren. Netterweise wurde ich vom Surfcamp direkt am Busbahnhof abgeholt. Von Lissabon fahren mehrmals täglich Busse nach Lagos. Du kannst die Tickets ganz einfach online buchen. Die Busse sind auch wirklich bequem, haben Wifi und innerhalb 4 Stunden bist du in Lagos. Alternativ kannst du auch direkt nach Faro fliegen, von dort bist du dann ganz schnell im Surfcamp.

So habe ich gewohnt

Das TSE Surfcamp ist super sympathisch – das habe ich schon bemerkt, als ich angekommen bin. Alle sind zusammen am Esstisch gesessen und haben zu Abend gegessen. Ich wurde schon erwartet, ein Teller war gedeckt und ich konnte nach einer herzlichen Vorstellung von allen direkt mitessen. Es ist schön, gleich so aufgenommen zu werden.

Angekommen im Surfcamp an der Algarve in Portugal.

Angekommen im Surfcamp an der Algarve in Portugal.

Das hat sich auch in der Unterkunft bemerkbar gemacht. Ein Doppelzimmer ganz für mich alleine, täglicher Raumservice, ein eigenes Bad – alles nicht selbstverständlich in einem Surfcamp. Es gibt ganz verschiedenen Unterkunftsarten im TSE Surfcamp. Ich war in der Vila Catarina und habe das All-Inclusive Paket in Anspruch genommen – Zimmer, Essen, Surfen, alles dabei. Es gibt aber auch die Selbstversorgungs – Vila Bela Luz oder die Apartments Luz für Familien. Für alle Soulsurfer und Abenteurer gibts übrigens auch original VW T3 Camper mit bis zu 4 Betten zu mieten!

In der Vila Catarina gibts auch einen Pool, ein gemütliches Wohnzimmer, einen wunderschönen Garten mit Teich und einem Yogazelt. Einfach die perfekte Ausstattung!

Das TSE Surfcamp in Lagos.

Das TSE Surfcamp in Lagos.

So war der Surf

Ab ins Wasser, aber schnell, schnell, schnell! Ich konnte es kaum erwarten, mich wieder in die Wellen zu stürzen! Da aber meine letzte Surfsession bereits ein halbes Jahr zurücklag, habe ich mich erstmals wieder zu den Anfängern gesellt. Das heisst, ab ins Weisswasser.

Ich bin ohne allzu grosse Erwartungen ins Surfcamp gereist. Ich hatte mir nicht vorgestellt, grosse Fortschritte zu machen oder wahnsinnig viel dazu zu lernen. Also paddelte ich im Weisswasser herum, stand dann aber doch ganz plötzlich auf meinem Surfbrett. Und dann immer wieder. Und wieder. Ohne gross nachzudenken, hatte ich plötzlich all die Basics intus, mit denen ich vorher so lange gekämpft habe.

Wir sind dann mal bereit zur Abfahrt...

Wir sind dann mal bereit zur Abfahrt…

Bereit zum Surfen.

Und zum Surfen.

Manchmal muss man auf die besten Bedingungen ein bisschen warten.

Manchmal muss man auf die besten Bedingungen ein bisschen warten.

„Was machst du noch hier? Ab ins Line Up mit dir!“, ruft mir Andreia zu. „Ich?“ Aber manchmal braucht man einfach einen Schubs in die richtige Richtung. Ich habe ihn von der quirligen Surflehrerin bekommen, die zu den besten Surferinnen Portugals gehört.

Also gehöre ich ab sofort ins Line-Up und warte dort auf die richtigen Wellen. Ich kann nicht anders, als mich reinzustürzen. Hier kommt mir zu gute, dass ich keine Angst vor dem Wasser habe, vor den Wellen. Wasser ist mein Element, war es schon immer. So richtig in die Waschmaschine zu geraten macht mir nichts aus, es ist sogar richtig lustig, wenn auch manchmal schmerzhaft. Aber das macht nichts. Endlich bin ich da angekommen, wo ich hinwollte!

Ich paddle eine Welle nach der anderen an. Stehen kann ich nicht viele, aber das ist irgendwie egal.

Ab ins Wasser...

Ab ins Wasser…

...oder unters Wasser.

…oder unters Wasser.

Wenn ich dann doch eine Welle erwische, freue ich mich wie ein kleines Kind vor Weihnachten. Oder wie eine Surferin eben, die eine Welle steht. Dieses ganz besondere Glücksgefühl muss man selber erlebt haben, um es nachvollziehen zu können.

Die Surflehrer im TSE Surfcamp sind wirklich gut. Irgendwie haben sie die perfekte Mischung zwischen wertvolle Tipps geben, einen anschubsen und zu helfen, sie lassen mich aber auch einfach mal machen und meine Sachen ausprobieren und mich sinnlos irgendwelche Wellen anpaddeln, die ich eh nicht kriege. Aber jedes mal wenn ich wieder aus den Wellen auftauche, total verspühlt, aber mit einem fetten Grinsen im Gesicht, gibts einen Daumen hoch, ein Shaka oder auch einfach lautes Gelächter. „Sarah, du kennst echt keine Angst vor dem Wasser“, meint Adi. Nein, Angst habe ich nicht. Respekt ja, aber eigentlich fühle ich mich hier erst so richtig wohl.

Surfen an der Südküste Portugals.

Surfen an der Südküste Portugals.

Unterwegs mit dem TSE Surfcamp.

Unterwegs mit dem TSE Surfcamp.

Die Algarve ist einfach perfekt zum Surfen!

Die Algarve ist einfach perfekt zum Surfen!

Der Surf in dieser Woche im TSE Surfcamp war für mich ein voller Erfolg. Dazu kommen auch die für mein Surflevel perfekten Bedingungen. Portugal ist ein super Spot um zu Surfen. Es gibt nahezu an jedem Tag im Jahr Spots zu fahren. Im März ist das Wasser zwar noch sehr kalt, eigentlich ganzjährig eher kühl, aber mit dem entsprechenden Neoprenanzug ist das ja egal. Leider hatte ich etwas Pech mit meinen Anzügen, die hatten immer irgendwo ein Loch, dass mich dann doch frieren lies. Es wird Zeit, mir endlich meinen eigenen Neoprenanzug zuzulegen.

Gemeinsames Geniessen nach dem Surf.

Gemeinsames Geniessen nach dem Surfen.

Und das Essen erst!

Soweit, so gut. Aber was das TSE Surfcamp auch ausmacht, das ist das Essen. Ich will nicht übertreiben, aber es ist wirklich aussergewöhnlich gut. Jeden Morgen gibt es ein reichhaltiges Frühstück, wo wir dann auch gleich unserer Sandwiches für das Mittagessen belegt haben. Denn dieses gibts nämlich direkt am Strand nach der Surfsession!

Das Abendessen war immer unglaublich lecker. Das Surfcamp legt grossen Wert auf gesunde und regionale Produkte und stellt sich auch auf Vegetarier, Veganer oder Allergiker ein. Vieles kommt direkt vom nahem Bauernmarkt und genau so schmeckt es auch: Gesund, vollwertig und frisch.

Essen im Surfcamp: Immer frisch und lecker!

Essen im Surfcamp: Immer frisch und lecker!

Wenn ich mich am Abend schon aufs Frühstück freue...

Wenn ich mich am Abend schon aufs Frühstück freue…

Zubereitet wird das Essen vom Küchenteam. Wöchentlich kommt aber auch Conny Lipke vorbei. Sie hat, zusammen mit ihrem Mann, das TSE Surfcamp als erstes Surfcamp an der Algarve vor über 20 Jahren gegründet. Obwohl das Camp mittlerweile vom deutsch-schweizerischen Paar Iris und Urs geleitet wird, bekocht Conny immer noch regelmässig die Gäste des Surfcamps. Dass sie weiss was gemocht wird und wie man für viele Leute ein hervorragendes Mahl zubereitet, dass ist sofort klar. Selten habe ich so abwechslungsreich und gut gegessen wie in dieser Woche im Surfcamp.

Was es alles gibt

Mit dem All-Inclusive Package in der Vila Caterina hat es mir wirklich an nichts gefehlt. Es ist alles inbegriffen und der Service ist top. Ausserdem gibt es auch eine Stunde Yoga dazu.

Das Surfcamp bietet aber noch einige anderer Packages an. Nebst SUP Touren, privatem Surfunterricht und Guiding, gibt es auch Surfen & Klettern und Surfen & Yoga. Iris ist nämlich ausgebildete Yoga Lehrerin und auch einen Kletterlehrer gibt es im Camp. Beim nächsten Aufenthalt werde ich bestimmt auch Klettern gehen, damit habe ich nämlich vor ein paar Monaten angefangen und es macht mir unheimlich Spass.

Rein ins Line-Up!

Rein ins Line-Up!

Ich habe noch nicht viele Surfcamps besucht. Aber ich kenne einige, die surfen schon seit Jahren und kennen Camps rund um den Globus. Wenn ich diesen Leuten von meinen Erfahrungen in Portugal erzähle meinen sie, dass ich da wohl ein wirklich gutes Camp gefunden habe.

Surfcamps gibt es unzählige und sich auf das richtige einzulassen, braucht einiges an Recherche, Wissen und Zeit. Nebst all dem Essen, Surfen und den lieben Leuten, hat das TSE Surfcamp einen entscheidenen Vorteil: Sie wissen wirklich, was sie tun und wollen den Besuchern nicht nur den Lifestyle der Surfer näher bringen, sondern auch die Voraussicht und Verantwortung die es im Line-Up braucht, kommt nicht zu kurz.

Es war ganz normal, dass wir uns an einem Spot erstmals versammelt haben und dann gefragt wurden: „Und, was seht ihr hier?“ Wir haben uns alle zusammen die Bedingungen angeschaut. Von wo kommt der Wind? Wo gibt es Strömungen? Wo einen Channel? Wie entwickelt sich das Wetter? Jeder musste seine Einschätzung abgeben. Dazu sind wöchentliche Theorie Lektionen gekommen. Es wurde Wissen über das Wetter, die Strömungen und das Meer vermittelt. Ebenso wurde auf die Surf-Etikette eingegangen und viele weitere Themen erörtert.

Das alles ist nicht selbstverständlich und ein riesengrosser Pluspunkt. Und es ist der Hauptgrund, warum ich genau dieses Surfcamp wärmstens empfehlen kann und selber so vieles gelernt habe.

***Ich wurde vom TSE Surfcamp eingeladen. Meine Meinung wird davon aber nicht beeinflusst. Das Camp habe ich als genau so gut erfahren, wie hier beschrieben. Vielen Dank für die wundervolle Zeit.***

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