Malaysia

Pulau Pangkor in Malaysia: Die Insel der Nashornvögel

Pulau Pangkor in Malaysia: Die Insel der Nashornvögel

Die kleine Insel Pulau Pangkor liegt an der nordwestlichen Küste von Malaysia und wird auf einer Rundreise oft vergessen. Zu Unrecht, wie wir finden. Hier gibt’s Tipps und Informationen für deinen Besuch auf Pulau Pangkor.

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Die Insel Pulau Pangkor kann sich nicht bei den Grossen einreihen – Tioman, Perhentian, Langkawi. Sie wird oft vergessen und vor allem von westlichen Besuchenden stiefmütterlich behandelt. Die Einheimischen kennen sie aber gut. Gerade für Grossstädter:innen aus Kuala Lumpur oder Ipoh ist sie ein beliebtes Wochenendziel.

Meistens ist auf Pulau Pangkor nichts los und es sind auch wenige Reisende zu sehen. Falls jedoch in Malaysia ein verlängertes Wochenende ansteht, verwandeln sich die Strassen in ein quirrliges Durcheinander und die Strände können ganz schön voll werden. Unter der Woche ist dann wieder alles leer.

Wir haben während unserer Weltreise 10 Tage auf der Insel verbracht. Sie ist klein und im Rahmen einer Malaysia-Reise würde ich 2-4 Tage dafür empfehlen.

Pulau Pangkor in Malaysia: Die Insel der Nashornvögel

Angekommen auf Pulau Pangkor am Nipah Beach.

Anreise

Mit dem Bus reist du bis nach Lumut und von dort mit der Fähre direkt nach Pulau Pangkor. Die Überfahrt dauert gut eine halbe Stunde und die Abfahrtszeiten findest du hier. Zu deiner Unterkunft kommst du mit dem Taxi, die bereits bei der Fähranlegerstelle auf dich warten und günstig zu haben sind. Eine Fahrt nach Nipah, also um die halbe Insel, kostet (Stand Oktober 2022) 19 Ringgit.

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Warten auf die Fähre nach Pulau Pangkor.

Unterkunft

Wir haben uns im Nipah Guesthouse* einquartiert und das war auch der Grund, wieso wir uns so wohl gefühlt haben. Die Unterkunft ist eine Oase und es fällt leicht den ganzen Tag da zu verbringen.

Alicia und Anur sind liebevolle und sympathische Gastgeber:innen, die einem jeden Wunsch von den Augen ablesen. Die Zimmer sind einfach gehalten, aber blitzsauber, so wie das ganze Grundstück. Alles ist mit Liebe gepflegt und gehegt. Das gilt für die vielen Pflanzen, den Pool oder den selbstgemachten Möbeln.

Als wir da waren, wurde auch ein tolles DIY-Frühstück angeboten, welches es aber jetzt leider nicht mehr gibt.

Das Nipah Guesthouse empfehlen wir mit vollster Überzeugung. Du kannst es via Booking.com* buchen.



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A-Frame Häuser im Nipah Guesthouse.

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Ein bequemer Platz im Nipah Guesthouse.

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Das Nipah Guesthouse auf Pulau Pangkor.

Essen

Während das Essen in Malaysia abwechslungsreich und vielfältig ist, hat es uns auf Pulau Pangkor nicht so recht begeistert. Die Vielfalt ist nicht ganz so gross wie sonst üblich und vegetarische Speisen sind auf Reis mit Gemüse beschränkt.

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Das Essen auf Pulau Pangkor ist nicht ganz so vielseitig.

Inselerkundung

Am einfachsten erkundest du die Insel mit dem Roller. Besonders gute Erfahrungen haben wir mit dem Roller-Verleih vom Homestay “Mak Sa’adiah Teluk Nipah” gemacht. Das ist nur ein paar Schritte vom Nipah Guesthouse entfernt und hat eine ganze Menge brandneuer Roller, welche für 50 Ringgit pro Tag gemietet werden können.

Als wir nach Helmen für die Kinder gefragt haben, waren wir postitiv überrascht. Obwohl es das auf der Insel kaum zu geben scheint, hat die Inhaberin noch in derselben Minute vom Festland zwei Kinderhelme kommen lassen. Schon am nächsten Tag waren sie für uns da. Das ist nicht nur toller Service, sondern führt auch gleich zu einem Alleinstellungsmerkmal.

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Wir erkunden Pulau Pangkor mit dem Roller.

Was gibt es auf Pulau Pangkor zu sehen?

Strände

Pulau Pangkor ist eine Insel und die meisten Besuchenden reisen natürlich für Strand und Meer an. Die Wasser- und Strandqualität ist je nach Ort sehr unterschiedlich. Die Strände können sich nicht mit denen auf Tioman messen, sind aber auch ganz nett.

Am idyllischsten sind die Strandabschnitte im Nordwesten der Insel bei Nipah und dem Coral Beach oder etwas südlicher der Pasir Bogak Beach. Die Ostküste der Insel ist eher weniger zum Baden geeignet, da dort das Wasser und die Strände leider oft verdreckt sind.

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Der Nipah Beach auf Pulau Pangkor.

Typisch für Malaysia und Pulau Pangkor im Speziellen sind die Riesenschaukeln, welche an fast jedem Strand zu finden sind. Sie sind sehr beliebt und für die Instagram-verrückten Menschen aus Malaysia ein beliebtes Fotomotiv.

Am Nipah oder Coral Beach kannst du jeden Abend den Sonnenuntergang bestaunen und dir den Platz mit Nashornvögeln, Affen und Wildschweinen teilen.

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Auch die Nashornvögel geniessen den Sonnenuntergang.

Am südlichen Ende des Nipah Beaches, gleich hinter der Riesenschaukel, findest du eine kleine Kunstinstallation mit Fahrrädern in einem kleinen See. Es lohnt sich, danach Ausschau zu halten.

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Kunstinstallation im See.

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Der Nipah Beach auf Pulau Pangkor.

Tempelhopping

Was in Malaysia allgegenwärtig ist, findest du auch auf Pulau Pangkor: Häuser für Gottheiten aller Art. Egal ob Moschee oder ein chinesischer oder hinduistischer Tempel – auf Pulau Pangkor gibt’s sogar ein paar ganz besonders schöne Exemplare davon und überall wirst du herzlich willkommen geheissen.

Masjid Sungai Pinang Kecil: Eine eigenwillige, wenn auch mal andere Architektur für eine Moschee. Als wir da waren, hat gerade ein Gebet stattgefunden und wir konnten leider nicht ins Innere.

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Masjid Sungai Pinang Kecil auf Pulau Pangkor.

Masjid Terapong: Eine der „schwimmenden Moscheen“ in Malaysia und sehr schön anzusehen mit einem hübschen Steg über das Wasser.

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Die schwimmende Moschee Terapong.

Sri Pathira Kliamman Temple: Der Hindu-Tempel ist wie immer eine Augenweide und liegt direkt am Meer.

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Der Sri Pathira Kliamman Tempel auf Pulau Pangkor.

Fu Lin Kong Temple: Ein chinesischer Tempel und der schönste der Insel. Die chinesische Mauer ist im Miniatur-Format nachgebaut und wer die Treppenstufen bis ganz oben am Hang in Angriff nimmt, hat eine wunderbare Sicht über die Anlage bis zum Meer.

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Der Fu Lin Kong Tempel auf Pulau Pangkor.

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Ein toller Blick vom vom Fu Lin Kong Tempel auf Pulau Pangkor.

Lin Je Kong Temple: Chinesischer Tempel am Ende des Coral Beaches mit wunderbarer Aussicht. Ein perfekter Platz um sich hinzusetzen und ein paar Minuten inne zu halten und mit ein paar Räucherstäbchen Danke zu sagen.

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Der Lin Je Kong Tempel liegt direkt am Meer.

Dutch Fort

Vom niederländischen Fort auf Pulau Pangkor kannst du gut erhaltene Überreste begehen. Es stammt aus dem Jahr 1670, als es für die Aufbewahrung von Vorräten benutzt worden ist. Den Besuch kannst du wunderbar mit der schwimmenden Mosche verbinden, da es an derselben Strasse liegt.

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Das alte niederländische Fort auf Pulau Pangkor.

Flussbaden

Auf Google Maps findest du unter „Sungai Teluk Nipah“ einen Bach, der schön aufbereitet ist. Anur, der Besitzer vom Nipah Guesthouse, unterhält diesen Bereich des Flusses regelmässig und schaut, dass alles schön sauber bleibt. Ein hübsches Plätzchen, um ein bisschen Abkühlung zu bekommen.

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Im Fluss auf Pulau Pangkor baden.

Nashornvögel

Auf Pulau Pangkor kannst du einigen wilden Tiere wie Affen oder Wildschweinen begegnen. Eine Besonderheit sind die vielen Nashornvögel, die es in grosser Zahl zu bestaunen gibt. Diese leben frei, werden aber teils auch angefüttert. Gleich ein paar Meter unterhalb des Nipah Guesthouses gibt es eine „Hornbill Feeding Station“. Dort dabei zu sein ist aber eigentlich nicht nötig, denn du kannst die schönen Tiere überall auf der Insel aus nächster Nähe bestaunen.

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Ein Nashornvogel im Nipah Guesthouse.

Geheimtipp

Ein kleiner, versteckter Strand findest du im Süden von Pulau Pangkor unter dem Namen „Pantai Teluk Segadas“. Die Anfahrt ist etwas schwierig, da der Eingang zwischen Häusern versteckt ist. Mit dem Roller fährst du über Land, bis direkt in den Wald, wo es dann irgendwann nicht mehr weitergeht und du parken und zu Fuss weitergehen musst. Nach 10 bis 15 Minuten Laufen durch den Wald, kommst du an den kleinen Strand, an dem sich sonst kaum jemand aufhält. Definitiv ein Mini-Abenteuer wert.

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Die Einfahrt ist schwierig zu finden.

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Ab hier gehts zu Fuss weiter.

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Der versteckte Strand.

Pulau Pangkor ist ein lohnenswerter Abstecher auf einer Malaysia-Rundreise für alle, die es gerne etwas ruhiger mögen, sich an Flora und Fauna erfreuen und ein paar entspannte Tage geniessen wollen.

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Life is Better at Pangkor Island.

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Über die/den Autor/in

Früher als soloreisende Backpackerin, bin ich heute am liebsten mit der ganzen Familie unterwegs. Ich lebe, reise und arbeite auf der ganzen Welt und geniesse es, Jürgen und unsere Kids immer mit dabei zu haben. Mein Herz schlägt für Hawaii, Kryptowährungen und Schokoladeneis. Mein Ziel ist finanzielle Freiheit für mich und meine Familie.

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