Das MoMö Museum Arbon hatte ich schon lange auf meiner Bucket List und tatsächlich begeistert uns das MoMö komplett. Für uns gehört es zu den besten Museen der Schweiz, wobei es eher eine Erlebniswelt als ein Museum ist.
Das Wichtigste in Kürze
- Unser Fazit: Ein interaktives Mosterei- und Brennereimuseum, das uns als Familie voll und ganz begeistert.
- Unsere Highlights: Die spielerischen Elemente in der Ausstellung, die Details für Kinder, der Fasskeller mit den grössten Holzfässern der Schweiz und der Einblick in das traditionelle Küferhandwerk.
- Adresse: St. Gallerstrasse 209, 9320 Arbon.
- Eintritt: CHF 9 für Personen ab 16 Jahren, Kinder in Begleitung von Erwachsenen besuchen das Museum kostenlos.
- Öffnungszeiten: Mittwochs bis sonntags von 10 bis 17 Uhr. Montag und Dienstag Ruhetag.
- Unsere Verweildauer: Etwa drei Stunden inklusive Ausstellung, Aussenbereich und Mittagessen im hauseigenen Saftladen.
- Unsere Kombination dazu: Ein anschliessender Spaziergang durch die historische Altstadt sowie entlang der Seepromenade in Arbon.
MoMö Museum Arbon: Unser Rundgang
Der Name MoMö (Museum of Modern Öpfel), lehnt sich humorvoll an das New Yorker MoMA (Museum of Modern Art) an und diese Einzigartigkeit zieht sich durch die ganze Erlebniswelt. Der ganze Rundgang präsentiert sich frisch und mit abwechslungsreichen Mitmachstationen.
Im Eingangsbereich verfolgen wir die Entwicklung vom einfachen Gasthof hin zum grössten Apfelsaftproduzenten der Schweiz. Diese historische Rückblende in die Firmengeschichte über fünf Generationen hinweg ist spannend aufbereitet und bietet schöne Einblicke ins frühere Werken.
An den alten Geräten wie Apfelpressen und Wiegestationen kann ich mir lebhaft vorstellen, wie viel aufwändiger das Handwerk früher war.
Auch die Kids sind begeistert und schauen, hören und probieren aus. Das Äpfel so spannend sein können! Sie schlüpfen symbolisch in die Rolle der Saftkönigin, wetteifern im Pumpspiel um den Sieg und hören in Holzfässern Kindergeschichten.
Die Ausstellung verbindet eindrücklich spannende Fakten für Erwachsene und spielerische Elemente für Kinder. Für alle ist es ein abwechslungsreicher Rundgang.
Apfel, Bienen und der Fasskeller
Im oberen Ausstellungsbereich dreht sich alles um die Verbindung zwischen Äpfeln und Bienen. Wir begreifen, wie eng Ernteerträge und Bestäubung zusammengehören und vertiefen so unser Wissen über die fleissigen Insekten.
Ein charmantes Extra: Direkt vor Ort dürfen wir eine Ansichtskarte mit richtig coolem Cover aus dem MoMö verschicken.
Zum Rundgang gehört auch ein kurzer Imagefilm über die Mosterei und der Blick in den Holzfasskeller. Dort ruhen die grössten ovalen Holzbottiche der Schweiz, wobei ein einzelnes Exemplar mehr als 21’000 Liter Saft fasst.
Diese sind in ihrer Grösse jetzt noch eindrücklicher, da wir im Rundgang genau erfahren haben, wie der Küfer die grossen Fässer von Hand zusammenbaut.
Mostereiführung, Workshops und Degustationen
Wer noch tiefer in die Materie eintauchen möchte, kann zusätzlich eine Mostereiführung buchen. Diese führt direkt in die laufende Produktion und beinhaltet eine geführte Degustation ausgewählter Möhl-Erzeugnisse. Die Tour dauert rund zwei Stunden und aus Sicherheitsgründen dürfen Kinder erst ab 10 Jahren teilnehmen.
Für geschlossene Gruppen und Firmenanlässe stehen zudem spezielle Workshops und Tastings rund um Cider, Obstbrände sowie Spirituosen bereit.
Im Frühling können Kinder im MoMö Museum Arbon beispielsweise ein Wildbienenhotel bauen und im Herbst beim Schaummosten im Garten dabei sein.
Der Obstgarten: Rätsel zwischen den Bäumen
Am Empfang erhalten wir eine Karte für das «Möhli-Tours»-Suchrätsel, das uns in den Garten raus führt.
Im Obstgarten erwarten uns eine Apfel-Rutsche, ein Röhrentelefon sowie der Wildbienen-Lehrpfad samt imposanten Lebenstürmen.
Zwischen den Apfelbäumen lösen wir das Rätsel, bei dem unsere Kinder verschiedene Stationen im Gelände aufsuchen und Buchstaben zusammentragen müssen. Am Ende entsteht ein Lösungswort, das mit einer kleinen Überraschung belohnt wird. Wie immer wenn es ums Rätseln geht, sind sie mit Feuereifer dabei.
Mittagspause im Saftladen
Im MoMö kann man gut ein paar Stunden verbringen und mit Kindern muss früher oder später Essen her. Wir sind daher froh um den «Saftladen», der eine überschaubare Karte bietet. Besonders der frische Salat ist mega lecker. Dazu geniessen wir natürlich: Saft von Möhl.
Im Anschluss an das Essen stöbern wir noch ein wenig im Saftladen und müssen uns zusammenreissen, dass wir nicht zuviel einkaufen. Es gibt viele grosse und kleine liebevoll gestaltete Mitbringsel.
Nach dem Museum: Spaziergang durch Arbon
Weil wir ohnehin vor Ort sind, nehmen wir uns im Anschluss Zeit für die historische Altstadt.
Rund um den Fischmarktplatz schlendern wir durch verwinkelte Gassen vorbei an schönen Fachwerkhäusern. Wir sind immer wieder gerne in diesem Städtchen, unserer Meinung nach wird es total unterschätzt und ist immer wieder ein Besuch wert.
Die Geschichte Arbons reicht bis in die Römerzeit zurück. Mitten drin entdecken wir das Schloss Arbon mit seinem markanten Turm. Heute beherbergt das Schloss das Historische Museum mit vielen Infos über die Stadt.
Besonders schön ist natürlich auch die Lage direkt am Bodensee. Wir schlendern entlang der Seepromenade, an der Parkanlagen, Spielplätze und Workout-Parks zu finden sind und es kommt sofort Ferienfeeling auf.
Wir sind uns einig, dass wir auch mal ein ganzes Wochenende in Arbon planen müssen.

Häufig gestellte Fragen zum MoMö Museum Arbon
Ist das MoMö Museum für kleine Kinder geeignet?
Ja, aus unserer Sicht ist die Ausstellung interaktiv genug konzipiert, dass auch jüngere Kinder Freude daran haben. Der Möhli-Tours Rätselspass passt ideal für Kids im Kindergarten- und Grundschulalter.
Kann ich den Rundgang im MoMö Museum Arbon mit dem Kinderwagen machen?
Ja, der Rundgang ist barrierefrei und auch mit Kinderwagen machbar.
Wie viel Zeit sollte man für den Besuch einplanen?
Für die reine Ausstellung rechnen wir mit etwa 90 Minuten. Zusammen mit der Rast im Saftladen und dem Aufenthalt im Obstgarten summieren sich die Stunden auf insgesamt gut drei Stunden.
Gibt es einen Parkplatz beim Museum?
Ja, direkt vor beim MoMö gibt es kostenlose Parkplätze.
Wie erreicht man das MoMö mit dem Zug?
Fahrt bis zum Bahnhof Arbon und dort umsteigen auf den Bus 200 Richtung Wittenbach Zentrum, Haltestelle Stachen, Museum MoMö.
Hast du das MoMö auch schon besucht?
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