Irland

Unser Irland: Rau, herzlich und vertraut

Unser Irland: Rau, herzlich und vertraut

Abgesehen von einem Wochenende in Dublin, das schon so lange her ist, dass ich mich kaum mehr erinnern kann, bin ich das erste Mal in Irland. Und das, obwohl mich die Insel seit klein auf anzieht.

Ich bin ja eher der Typ für Sonne, Strand und Palmen, aber mit Irland ist es anders. Ich kann auch gar nicht beschreiben, was es ist. Das beständig schlechte Wetter, der nervige Wind, die unglaublich weiten und einsamen Strände, die Klippen, das raue Meer und die eigenartigen Iren mit ihrem herrlichen Englisch und den vielen Fabelwesen und Geschichten. Ich liebe alles daran. Und es ist ein Gefühl des Heimkommens, sobald ich irischen Boden betrete, etwas vertrautes.

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Midleton, unser Zuhause auf Zeit

In Dublin übernehmen wir das Auto und bald darauf fahren wir drei Stunden gegen Süden. Auf irischen Strassen herrscht Linksverkehr, ansonsten gelten dieselben Verkehrsregeln wie in der Schweiz.

In Midleton, einer Kleinstadt mit 14’000 Einwohner:innen, wohnen wir in einem hübschen Reihenhaus mit Garten. Das Beste: mit einem Mitbewohner auf vier Pfoten. Justin Biber, die Hauskatze, wird während unseres Aufenthalts ausgiebig gestreichelt. Ehrensache. Diese Aufgabe kommt mit dem Haustausch via Home Exchange, den wir einmal mehr in Anspruch nehmen.

Die Kleinstadt ist gemütlich, charmant und herrlich bodenständig. Wir bummeln durchs Zentrum, gönnen uns einen Latte beim Window Shopping oder stürzen uns samstags ins Marktgetümmel. Der Wochenmarkt bietet kulinarische Leckereien aus aller Welt – unser Favorit: Picknick im Park. Mal mit eritreischem Eintopf, mal mit Pizza oder frisch gepresstem Orangensaft.

Was wir übrigens nicht gemacht haben? Die berühmte Old Midleton Distillery besucht. Angeblich wurde hier der legendäre irische Whiskey geboren. Für Tourist:innen ein Highlight – für Familien mit Kindern eher nicht. Wir lassen den Whiskey Whiskey sein und machen das, was die Kids sich wünschen: ab an den Strand.

Ballycroneen Beach

Manchmal braucht es nur einen Ort, um sich zu verlieben. Ballycroneen ist so einer. Nur 20 Minuten von Midleton entfernt, liegt diese kleine Bucht wie ein Geheimtipp in der Landschaft. Halbmondförmig, mit kräftigen Wellen und fast immer menschenleer.

Wir sind gleich drei Mal hier. Wir spazieren, lassen uns den Wind um die Ohren fegen und bauen Sandburgen. Windjacke und Mütze gehören auch im Sommer unbedingt ins Gepäck, bei 18 bis 24 Grad und Dauerbrise unverzichtbar.

Ein Highlight: die Cedar & Steam Sauna direkt am Strand. Diese kleinen Fass-Saunas sind in Irland weit verbreitet – und wir sind riesige Fans! Einfach online buchen, schwitzen, ins Meer hüpfen, wieder rein. Wellness mit Meerblick. Unvergleichlich.

Unser Irland: Rau, herzlich und vertraut

Der Ballycroneen Beach in Irland.

Inch Beach

Ein weiterer Tipp kommt von unseren Home Exchange Hosts: Inch Beach. Hier ist schon etwas mehr los – ein kleiner Foodtruck, ein Kaffeewagen, Familien, Spaziergänger:innen. Und ja, auch hier gibt’s wieder eine Strand-Sauna.

Jürgen lässt sich das nicht nehmen. Erst die Hitze, dann das eiskalte Meer – ein Erlebnis, das im Kopf bleibt. Das Meer in Irland ist auch im Sommer richtig kalt und nicht für einen klassischen Badeurlaub geeignet. Mit Temperaturen von 16, 17 Grad ist die irische See definitiv für eine Erfrischung gut.

Die Sauna am Inch Beach lässt sich auch online buchen. Das Ganze läuft aber unkompliziert ab und man kann auch einfach vor Ort reinhüpfen.

Unser Irland: Rau, herzlich und vertraut

Sauna am Inch Beach.

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Der Inch Beach im Süden Irlands.

Drombeg Stone Circle

Etwas weiter im Süden finden wir eine der bekanntesten Steinkreise Irlands. Der Drombeg Steinkreis ist sehr gut erhalten und definitiv einen Besuch wert. Von einem unscheinbaren Parkplatz mitten im gefühlten Nirgendwo, verläuft ein Pfad zum Steinkreis.

Bis heute ist der Zweck der Steinkreise nicht endgültig geklärt. Generell wird aber davon ausgegangen, dass es sich um eine rituelle Opferstätte und als eine Art Kalender funktionierte. Letzteres vor allem, da am 21.12. die letzten Sonnenstrahlen des Tages genau durch die Mitte des Kreises und die Portalsteine verlaufen.

Auf dem Gelände sind ausserdem die Reste von zwei Wohnstätten mit Herd gefunden worden.

Um diese Steinkreise ranken sich viele Geschichten und Legenden und es braucht nicht viel Fantasie, um in Gedanken in eine andere Welt einzutauchen

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Der Drombeg Steinkreis.

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Beim Drombeg Stone Circle wurden auch Hütten gefunden.

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Gemeinsam in Irland.

Owenahincha Strand

Auf dem Rückweg vom Drombeg Steinkreis nach Midleton legen wir einen Halt am Owenahincha Strand ein, der sich fast ein wenig japanisch anhört. Direkt an der Strasse finden wir einen Shop der Fish and Chips verkauft. Wir greifen zu uns geniessen unser Mittagsimbiss am Strand und packen danach die Sandspielsachen aus, die wir immer im Auto dabeihaben. Wir geniessen einmal mehr einen Nachmittag an einem der wunderschönen, windigen Strände Irlands.

Unser Irland: Rau, herzlich und vertraut

Owenahincha Strand.

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Owenahincha – rau, windig, schön.

Ohne Auto kommt man in Irland kaum oder nur mühsam vorwärts. Für einen Besuch der grünen Insel ist es praktisch, vor allem auch, um die vielen schönen Strände und historischen Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Es gibt unglaublich vieles zu entdecken.

Wir mieten unser Auto immer bei Sunny Cars. Und hier gehts zu unserem Artikel mit den besten Tipps zur Mietwagenbuchung.

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Warren Beach

Der Warren Beach liegt eine Bucht weiter und ist perfekt für Familien mit kleineren Kindern. Hier sind die Wellen weiter draussen, das Wasser ruhig, der Sand weich. Es gibt Essenstrucks, Bademeister:innen, viele Leute – aber trotzdem eine entspannte Stimmung.

Auch hier wieder: Fass-Sauna am Strand. Langsam aber sicher wird das unser Ding.

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Der Warren Beach.

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Sauna am Warren Beach.

Ballycotton Cliff Walk

Manchmal fahren wir einfach drauflos. Diesmal landen wir in Ballycotton, zufällig an einem Sonntag. Einheimische strömen zum Essen und flanieren am Pier, der Ort scheint beliebt zu sein für einen Sonntagsausflug mit der Familie.

Ballycotton ist bekannt für seinen Cliff Walk, ein Rundweg mit atemberaubender Aussicht. Wer will, läuft 5.5 oder 10.5 Kilometer. Wir gehen spontan den halben Weg und geniessen den Blick von den Klippen auf die wilde See.

Fazit

Wir haben im Süden Irlands viel Zeit an den schönen, rauen Stränden verbracht. Wir haben aber auch Städte wie Cobh und Cork besucht, haben viel über die Titanic gelernt oder berühmte Steine geküsst. Das kannst du alles in den separaten Artikeln nachlesen.

Bei unserer nächsten Irland-Reise werden wir bestimmt noch mehr rumreisen und auch die West- und Nordküste besuchen. Es gibt noch unglaublich vieles zu entdecken!

Hast du Irland auch schon besucht und kennst dieses Heimatgefühl?

Disclaimer: Wir wurden von Tourism Ireland mit einem Mietwagen unterstützt. Vielen Dank.

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Über die/den Autor/in

Früher als soloreisende Backpackerin, bin ich heute am liebsten mit der ganzen Familie unterwegs. Ich lebe, reise und arbeite auf der ganzen Welt und geniesse es, Jürgen und unsere Kids immer mit dabei zu haben. Mein Herz schlägt für Hawaii, Kryptowährungen und Schokoladeneis. Mein Ziel ist finanzielle Freiheit für mich und meine Familie.

2 Kommentare

  • Step
    24. November 2025 um 8:42

    Irland ist definitiv auch eines meiner Lieblingsländer – ich mag die wilden atlantischen Strände, die raue und gleichzeitig trotzdem sanfte Landschaft, die hübschen urigen Orte etc….dazu sind die Leute nett und freundlich und auch das Essen um Klassen besser als in England….Irland geht immer!

    Antworten
    • Sarah
      24. November 2025 um 10:04

      Irland ist einfach irgendwie speziell. Ich freue mich schon, wenn ich dann mal die anderen Küsten kennenlernen kann. <3

      Antworten

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