I ha Heimweh!

Uf Reise geits nid immer zue wie ufemne Ponyhof. Oder wie bi Immenhof, faus weisch, was das isch. Auso, das söu itze kes Gjammer gä hie, aber o weni bevorzugt schöni Biudli vo Stränd u Kokosnüss uf Facebook poste, gits o ufere Wäutreis Zite, wo nid immer aues rosig isch.

So geits mir im Momänt. Es schiisst so chly a. Ig weiss, du gloubsch das itze villecht nid u dänksch, i sig e undankbari Göre, wo mit nüt zfride isch. Stimmt aber nid. I fragemi nume, obs de immer geng super-ober-mega-vou-krass geil mues sy? O uf Wäutreis mues mau Zit zum umesüürmle sy. Weme regumässig Reiseblogs list chönnt me mängisch meine, ds Läbe uf Reise beschtöng nume us Highlights, Spektakel, Nautrwunder und Wahnsinnsbegägnige. I tue mi da nid usnä. So stimmt das aber natürlech nid.

Aber grad zum vorus: Es geit mir eigentlech guet, schliesslech läbeni mi Troum. Genau uf das hani mi scho so lang gfreut u so lang druf häre gschaffet. Usserdäm bini i mim geliebte Zentrauamerika. Auso, wo drückt de der Schueh? I gloube, mi nennt das im Augemeine Heimweh. Ja, i gibes zue, ir letschte hani chly Heimweh.

So gseht mis Läbe im Momänt us. U trotzdäm hani Heimweh...

So gseht mis Läbe im Momänt us. U trotzdäm hani Heimweh…

 

Backpacker vs. Büecher

Ds Asie isches so biuig gsy, dasi mir aube no es Einzuzimmer ha chönne leischte. Ds Amerika ligt das nümme drinne, hie ds Mexiko sowieso nid. Weni auso i de Dorms, i de Mehrbettzimmer übernachte, merkeni, wini überhoupt nümme mit de säubschtverliebte Backpacker gmeinsam ha.

Mi interesserts nid wär vo wo chunnt u wär wo häre geit, wär wie lang mit wäm ungerwägs isch u wär geschter Abe die legendärschti Party gfyret het. Es isch immer ds gliche Blabla u ig vermisse wieder mau e ärnschthafti Diskussion, eini wo chly tiefgründiger geit, aus wome die billigschte Tacos bechunnt. Mängisch fragemi würklech, obi nid langsam verblöde. E wahnsinnegi intelektuelli Herusforderig isch ja das nid, weni ganz ehrlech bi.

Zum Glück hani aui miner Büecher, resp. mi E-Book Reader. Ohni dä würdi äuä ds Grund ga. Ir letschte liseni no viu meh aus süsch scho. Es git eifach so viu gueti Büecher u so viu Sache ds lere. Grad mit Büecher bini im Momänt so viu am lere, das hätti vorhär nie dänkt. I säge dir de mau no gneuer was aues, das chunnt no, keh Angscht. Da hets drum sicher o es paar derbi, wo di o chönnte interessiere. U gueti Sache söume ja witerempfähle, oder?

 

Paumestrand vs. Grau-in-Grau

Aber äbe, zrügg zum Heimweh. Ig weiss eigentlech gar nid so gnau, was ig de vermisse. Weni Biudli us der Schwiiz bechume, de sis meischtens troschtlosi, graui u mit Wuuche verhangeni, chum ds erahnendi Landschafte mit agschissene Kommentare vo Bekannte. Was sötti mi auso zrügg zieh?

Usserdäm weissi, oder erwarteni, das mini Rückkehr id Schwiz nid eifach wird. I läbe zur Zyt ire Art Paralelluniversum u chum wirdeni zrügg cho, wirdi i di genau glichi Wäut zrüggchere wie woni gange bi. Obwohl, wahrschinlech nid ganz, weni das wahrmache, woni planet ha. Aber trotzdäm. Es wird so sy, aus wäri nie wäg gsy, die einte frage villecht „Wie ischs gsy”, aber das wirds de o gsy sy. So geits immer. Das isch o nid aus Vorwurf dänkt oder so, es isch eifach, wies louft. Nume wöu für mi öpis das Erläbnis schlächthin isch, isch das für öper angers villecht nid mau erwähnenswärt. Macht nüt, isch aber mängisch deprimierend.

Rückzugsort vs. Stinki-Dorm

Klar vermisseni mini Familie. Das mi Brüetsch mit mir ds Amerika isch gsy, het das eigentlech nid eifacher, sondern eher schwiriger gmacht für mi. Är isch mit Fernweh zrügg id Schwiiz u i bi mit Heimweh da blibe. I vermisse o ds Schwiizerdütsch rede. Ja, isch komisch, ig weiss. Eismau hani mit der PostFinance müesse telefoniere wöu mir e Charte isch wäg cho. U eigentlech hani mega Freud gha mit der Sachbearbeiterin Schwiizerdütsch ds rede. So öpis unbedütends, aber trotzdäm vermissenis.

Es git viu chlyni Sache woni vermisse wie Suberkeit, aschtändige Salat oder eifach o ds wüsse, wo was isch u wie was funktioniert. Aber das isch eigentlech unbedütend. Am meischte fäut mir zur Zyt es Daheime. E Rückzugsort. E Platz, wo nume mir ghört uni mi wohl füehle, anstatt es stinkends Mehrbettzimmer. U när möchti vourauem aues woni itze glehrt ha chönne awände. Es git so viu woni wott usprobiere!

 

Wasi hie eigentlech wott säge

Das wüssti o gärn. Eh ja, dä Bitrag chunnt itze so chly usem nüt, är isch nid planet gsy, sondern ganz spontan. Der berüehmt rot Fade suechni immer no. Het aber irgendwie müesse sy. Schliesslech isch das e Reiseblog wo aui Site vom Ungerwägssi söu belüchte, nid nume d Sunnesite. Für das chasch o e Prospäkt vomne Reisebüro aluege. U ja, er het müesse uf Bärndütsch sy. Das tuet mir grad guet.

Das aber das ganze o nid fausch verschteisch: Mir geits guet u i ha immer no Freud am Ungerwägs sy. I wirde itze o nid grad heicho oder so. Es git no so viu ds entdecke! Aber mängisch darf o chly Heimweh sy. Chly Chääs, Bärge u Uhre. Roger u Heidi. Oder so.

 

Das isch doch eigentlech nid es schlächts Zeiche, oder?

 

**An alle die hier kein Wort verstehen: Ich bin nicht betrunken und mache viele Rechtschreibefehler. Dieser Beitrag ist auf Schweizerdeutsch geschrieben. Weil ich etwas Heimweh habe. Der nächste gibts wieder wie gewohnt in anständigem Deutsch.**

 

Bild: Pixelio

 

16 Kommentare

  • Heike Nolte sagt:

    Hi Sarah,
    oh, ich kann Dich so gut verstehen. Auch wenn es nicht einfach ist Deinen Beitrag in Schweizerdeutsch zu lesen 🙂 .
    Ich bin zurzeit mit meinem Mann seit neun Monaten auf Reisen (bisher nur in Asien). Glücklicherweise können wir uns in Asien Apartments oder Doppelzimmer leisen, sodass wenigstens ein bisschen Privatsphäre bleibt. Aber das Fehlen eines Rückzugsortes -das Zuhause- ist auch das, was mir am meisten fehlt. Immer neue Zimmer, Apartments, Wohnung etc. die i.d.R. nicht wirklich sauber sind, lassen das Heimweh stärker werden. Glücklicherweise wechselt die Stimmung je nach Ort, Unterkunft und Wetter. Sodass ich manchmal starkes Heimweh habe, aber meistens gar keins. Aber zu Hause (Deutschland) habe ich auch nicht immer nur gute Laune, da packt mich dann eben nicht das Heimweh, sondern das Fernweh.
    Da hilft es auch nicht seinen Partner dabei zu haben, denn Heimweh ist nicht nur an Menschen geknüpft, sondern auch an Orte.
    E-Books verschlinge ich auch, denn ein tiefgründiges Gespräch mit anderen Menschen (ausgenommen meinem Mann) kommt auch hier nie, oder sehr selten zustande.
    Du siehst, die Probleme sind bei allen Langzeitreisenden so ziemlich gleich.
    Ich wünsche Dir noch eine tolle Zeit in Amerika.
    Liebe Grüsse aus Penang, Malaysia
    Heike

    • Sarah sagt:

      Liebe Heike, schön von dir aus Penang zu hören! Die Insel mag ich ganz besonders gerne! Danke, dass du hier deine Erfahrungen teilst. Ich stimme dir zu, Heimweh ist nicht in erster Linie an Personen geknüpft, sondern auch an Orte oder Gefühle. Ist etwas schwer zu beschreiben. Aber nach einer gewissen Zeit auf Reisen, sollten diese Gefühle auch Platz haben.
      Spannend ist es, dass es tatsächlich allen gleich geht und viele ebenso anständige Gespräche vermissen. Das scheint eine Art Grundbedürfnis zu sein. Nur schade, dass ich diese Personen so selten treffe unterwegs. Aber vielleicht ist einfach auch die Zeit zu kurz die man zusammen verbringt. Das lässt tiefergehende Diskussionen oft gar nicht erst aufkommen.
      Danke, dass du dir die Zeit genommen hast, dich durch das Schweizerdeutsch zu kämpfen! 🙂

  • Oli sagt:

    Bist du noch im Yukatan? Valladolid hat super günstige Hostels, da kannst du dir auch ein Einzelzimmer leisten. Und die Stadt ist recht charmant. Meiner Meinung eh der beste Ort in der Gegend, weils halt keinen doofen Strand in der Nähe hat… 🙂

    • Sarah sagt:

      In Valladolid war ich schon, bin aber noch in Yucatan. Es ist wirklich eine hübsche Stadt, aber dort war ich im schlimmsten Dorm seit langem… Bin jetzt in Tulum und warte hier auf meine neue PostCard. Hier lässt es sich besser aushalten, da es einen wunderschönen Strand gibt! Aber ich weiss, dass man dich damit nicht beeindrucken kann… 😉

  • Michelle sagt:

    Liebi Sarah

    Normalerwis schribi so guet wie nie Kommentär, aber hie muessi iz eifach. Du redsch mr us dr Seu! I bi zwar noni so lang wie du ungerwägs u doch lang gnue um das ungerschribe z chönne. Zudäm hani im letschte Johr z Dütschland gläbt – klar, fasch wied Schwiz. Aber ebe nume fasch. Angersch gnue um Chlinigkeite z vermisse. U iz bini sit es paar Wuche z Asie. Wasi vermisse ar Schwiz? Ou s Schwizerdütsch. Die übertribni Fründlechkeit u Korräktheit, womer so ufe Wecker si gange. S Gfüeuh, überau zu jeder Zyt sicher chönne umezloufe. Mis Bett, mi Migros Budget Energydrink, sogar dr Chäs, Ankezupfä. I bi nie e patriotischi Person gsi u wott immer furt, aber so langsam packt o mi z Heiweh.

    I freue mi uf die witere Wuche in Java und Malaysia wo vormr lige u definitiv o ufd Schwiz, wo när sit langem ufmi wartet.

    • Sarah sagt:

      Hoi Michelle, danke für di Kommentar. Das freut mi sehr, nimmsch du dir d Zyt, hie diner Asichte ds teile. I chas guet verstah, das bi dir langsam es Heiweh Gfüeu ufchunnt. O we du vorhär ds Dütschland gwohnt bisch, es isch – wie du seisch – nid d Schwiz. Gloub mir, o ig bi aues angere aus patriotisch u es git viu meh woni definitiv nid vermisse ar Schwiiz, aus woni vermisse. Aber nachere gwüsse Zyt im Usland ischs doch glich o schön, weme Heiweh het, oder nid? Es zeigt doch o, dasme es schöns Daheim unes schöns Läbe het une Ort, wome gärn zrügchert. U das ds ha, fingi, isch viu wärt.
      Ig wünsche dir ganz e schöni Zyt uf Java und Malaysia. Da bini vorauem uf Malaysia chly nidisch, was mittlerwile o e Art Daheime für mi isch.

      • Michelle sagt:

        Genau so isches! Es isch glich es schöns Gfüeuh z wüsse, dass – ebe doch deheime – Lüt uf eim warte ume sech geborge füeuht. Aber nach dim Kommentar freui mi ersch mau uf Malaysia! So wunderwar Indonesie doch isch, wirdi mit Java grad nid richtig warm. Da chunt s Heiweh grad chli stercher füre 😉

        Aues Guete u liebi Grüess us Malang!

        • Sarah sagt:

          Das isch mir genau glich gange! Java isch zwar schön gsy, aber o nid meh. O bi bin nid warm worde dermit. Ds Malaysia ischs – mire Meinig nach – viu fründlecher und entspannter. Viu Vergnüege!

  • Nadine sagt:

    Hoi Sarah, ich schlüsse mich jetzt dim Schwiizerdütsch ah, obwohl ich mir mängisch bi dem Dialekt schwer tuene alles bim erschte mal Lese zverstah ;o)
    Das tönt chli nacheme Reiseloch und als ob die wiedermal en Poopday brüüchtisch (was das isch findsch uf eusem Blog use)! Ich kenne das Gfühl und ich gsehn nüt schlächts derbi. Ich verspüre zwar de amel ned de gross Wunsch hei zgah, sonder neumet andersch ane zgah. In Südostasie hemmer eus scho au es paarmal nach westliche Länder gsehnt, ned nur weg de Hitz, sondern au eifach wills denn vertrauter und eifacher zsii schiint.
    Mier freuend eus jetzt sehr uf Tasmanie. Det träffed mer au en Bekannti wo mer in Norwege troffe hend und ihre Partner, das verhilft eus hoffentlich au chli zu andere Gspräch als die womer da in Südostasie typischerwis füehrt. Couchsurfing hilft amel au debii, ned nur d 08/15-Reisebekanntschafte zmache. Mier chönd persönlich au nüm so viel demit afange zverzelle wo mer gsii sind, wo mer ane gönd, und wos am beschte gsii isch.
    Und ja, das isch für Lüt wo no nie uf Langziitreise gange sind schwierig nahzvollzieh. Aber es ghört halt eifach dezue. Sisch ned immer alles Sunneschii, au wemmer am Strand liit und usere Kokosnuss schlürft :o)
    Mier holed eus ab und zue chli Komfort-Gfühl, in dem mer am Abig en Serie ufem Notebook lueged (gaht au im Dorm), oder gwüssi Ritual pfleged, womer au diheime gha hend.
    Liebi Grüess und ich hoffe, s Heiweh oder d Sehnsucht nach Vertrautem gaht glii verbii :o)

    • Sarah sagt:

      Hallo Nadine, schön vo dine Erfahrige zu däm Thema ds läse. I tue da no chly ungerscheide zwüsche Reiseloch u Heiweh, das si für mi zwöi verschideni Sache. Reiseloch kenni o, weni eifach gnue ha u nid wott witerreise, mit niemerem wott rede u i Bett blibe. Villecht mau no use öpis ga ds ässe hole, aber das ischs de scho.
      Heiweh geit bi mir chly tiefer u isch när würklech e chly e Art Sehnsucht nach Daheim (der Witz isch ja, dasi gar kes würklechs daheim meh ha, ha ja ke Wohnig meh…). Isch fascht echly wie Fernweh weni ir Schwiz bi. Aber nach 15 Monet ungerwägs sy fingi, darf das o Platz ha. Es isch o e Teil vom Reise u ghört derzue. Es isch nid so aus wötti itze grad hei, aber irgendwie hani däm Gfüeu müess Usdruck verleihe…
      Aber das mitde Serie liebeni! Da bini genau glich! Leider isch hie ds Internet so schlächt, dasi kener Serie cha lade! Waaaaaaahhh… I wirdes überläbe! 😉
      Euch wünscheni ganz viu Spass uf (in?) Tansmanie, da bini ja gspannt wasder vo dert ds verzeue wüsst!

  • Step sagt:

    liebe sarah,

    also dieser beitrag war jetzt eine echte herausforderung für mich – aber ich denke ich habe alles verstanden!

    meine längsten reisen waren bisher 6 wochen – also dieses ewige weg sein von zu hause kenne ich persönlich nicht. je nach reiseziel freute ich mich aber auch nach den 6 wochen auf daheim – oder manchmal auch nicht. das heimweh-gefühl ist mir selbst natürlich nicht vertraut. ich kann es aber nachvollziehen, denn ich denke, so sehr es mich auch jedes mal aus wien wieder schnell weg zieht, wenn ich mal da bin, dass ich auf dauer zu viele dinge vermissen würde, wäre ich wirklich lange weg. speziell die lebensqualität, aber natürlich auch die freunde, familie, die sprache und der von dir zitierte rückzugsort. ich verstehe auch gut, dass du gerade solche persönlichen worte in schwyzerdütsch verfasst – je persönlicher es wird desto lieber bedient man sich doch seiner eigenen sprache.

    bei meinen mittel langen/kurzen (je nach betrachtungsweise) touren leiste ich mir immer mein eigenes zimmer, es ist das bisschen privatsphäre, das ich habe und am ende eines tages unter leuten einfach brauche. kann mir vorstellen, dass dir die konversationen in dorms auf die dauer zu oberflächlich werden, denn wie ich dich inzwischen so einschätze, bist du kein oberflächlicher mensch der gern den immer gleichen smalltalk führt. bin ich auch nicht, wobei ich es manchmal für eine begrenzte periode lustig finde, auf die dauer wäre das aber auch nix für mich, wenn man nie wirklich interessante gespräche führen kann.

    nun ja, ich hoffe, das heimweh verfliegt bald wieder bzw wenn nicht, dass du dann die für dich richtigen konsequenzen daraus ziehst. so wie dir die welt jederzeit offen steht, steht dir auch eine – zeitlich begrenzte oder dauernde – rückkehr in deine heimat jederzeit offen. das ist das schöne an deiner art zu leben – du hast alle optionen, und es gibt momente wo man das für sich gerade zu diesem zeitpunkt richtige tun muss!

    na, ich bleibe jedenfalls gespannt am ball! alles gute!

    • Sarah sagt:

      Wow, du hast dich tatsächlich durch das Schweizerdeutsch gekämpft? Ich bin beeindruckt! Danke, nimmst du dir die Zeit dafür, dass finde ich super schön von dir. Fühle mich fast einbisschen geehrt.
      Heimweh kannte ich bis jetzt auch nicht. Vom Hörensagen höchstens. Aber ich bin jetzt 15 Monate auf Reisen und finde, da darf das ruhig drinsein. Es ist ja nicht so, dass ich wirklich richtig fest Heimweh habe und es unterwegs nicht mehr geniessen kann. In diesem Fall würde ich einfach wieder nach Hause gehen. Schliesslich bin ich ja niemandem gegenüber verpflichtet in Mexiko zu bleiben.
      Aber ab und zu bin ich letztens etwas müde von diesem Lifestyle. So toll wie er ist, manchmal fehlen eben einige Dinge wie ein Rückzugsort oder eine stimulierende Diskussion. Aber für alles gibts eine Zeit im Leben und jetzt ist es meine Zeit zu reisen. Aber ich will auch meinem Reiseblog auch mehr als immer nur schöne Strandbilder aufzeigen und auch rüberbringen können, dass es nicht immer nur rosig ist. Auch komische, schmerzhafte oder verletzliche Gefühle tauchen da auf. Und die müssen auch immer irgendwie zum Ausdruck gebracht werden. Das lustige daran ist, sobald ich wieder in der Schweiz sein werde, schlägt das Fernweh zu und ich will wieder weg. Ich weiss doch wies läuft…
      Danke für deinen Kommentar hier – freut mich wie immer sehr!

  • Tom Stämpfli sagt:

    Liebi Sarah

    So itze chunsch non meh Mundart. 🙂 Merci vieu mau für dä Blogartikel. Dä hett mi ziemli bewegt. Natürlech weiss i ou vo mine Reise, dass es nie immer nume schön cha si. Wos Liecht hett, gis äbe ou Schatte. Finges super, dass Du das so authentisch schriebsch und ofe derzue steisch.

    Uf ere Reis hett meh viel Zyt zum reflektiere u de Gedanke nachehange. Mängisch regt meh zech über Sache uf wo am Afang ziemli exotisch si und spöter wett meh eifach, dass es klappt.

    Verblöde tuesch Du sicher nid. Reise, plane, läge u reflektiere brucht dr nötig Hirnschmalz. Süsch würd i Dir’s schriebe sobald Qualität i Dine Blogs Süd nahlau 🙂

    Tja Heimat sich haut meh aus graui Wueche. Wie Du schriebsch, läge dörr haut ou Mönsche wo die gliichi Sprach rede, ähnlechi Mentalität hei und die bärndütsche Lieder chöi mitsinge.

    Öb a Rückkehr schwierig oder liecht isch, hangt ou vo Dir ab mit welne Gedanke Du a das Thema gäre heisch. Für mi hani gmerkt, dass es eifach wichtig sich, dass meh sech mit Lüt umgit wo es ähnlechs Wäutbiud hei.

    Faus Dis Heimweh sötti stärker wärde, chani Dir es Zimmer bi mir bis Ändi Juni 2015 abiete. Düre Tag bini am Bügle. Somit chönntisch Du die ganze 4 1/2 Zimmer für Di bruche zum Usprobiere und awände. Salat, Chäs, Bärge u Schoggi hetts ou gnue 🙂

    … amene Abe chönnte mir üs bire Fläsche Wii über Wält, Läbe usw. töifgründig rede. Wärsch uf jede Fau sehr willkomme i dr Schwiiz 🙂

    I finges super wie Du läbsch und Dini Tröim id Realität umsetzisch. Wünsche Dir wiiterhin alles Guete u freue mi bereits itze uf e nächschti Begägnig mit Dir. Schön, dass es Di git!

    • Sarah sagt:

      Hoi Tom, wow, da freue ig mi grad extrem vo dir ds ghöre! Schön het dir mi Artiku gfaue. I finges super wie du schribsch „…u die Bärndütsche Lieder chöim mitsinge.“ Das isch irgendwie scho öpis spezieus, i steue mir das grad vor. Gloubs, i muess när widr mau es Patent Ochsener Album dürelose, mini liebschti Schwiizer Band. 🙂
      U no öpis angers woni dir völlig rächt gibe: Das d Rückkehr id Schwiiz vor auem vo mir Ischtellig abhanget. Das isch so wahr! Eigentlech macht das aues us, es het so viu dermit dstüe, wie ig säuber derzue stah. Aber äbe, wie du seisch, isches wichtig, sich o mit Lüüt ds umgäh, wo der glich Lifestyle hei oder zmingscht es ähnlechs Wäutbiud. So füeut mi sich nid ganz so alleini i dere grosse Wäut. 😉
      Danke für dis Zimmer Agebot! Du bisch ja würklech cool druf! Zu dine Plän ab Juli muesch mir de ar DNX unbedingt meh verzeue, bi scho ganz gspannt! Freue mi di widr ds gseh!

  • Ayca sagt:

    Liebi Sarah, din Artikel spricht mer grad 100%ig us de Seele. Au mir hend momentan es Reiseloch und eigentli wüsse mir gar nöd warum. Sind sehr dankbar das mir chönd reise aber es stuckwiit hämmer au „Heimweh“.. es isch schwierig zbeschriibe, aber glaub du verstohsch es ;). Jedefalls freue mir eus mega uf Australie, flüged ändi März abe. Det träffe mir under anderem au fründe vo dihei aber au weder imne westliche Land zsi. So schön au Asie isch, svertraute fählt halt scho. Aber ganz ehrlich.. heigoh zrugg id Schwiiz macht mir au biz Angst.. ke Wohnig, ke Job, alles so unbestimmt. Bi gspannt wie es wird.. aber uf en feine Zopf mit Chäs und Ufschnitt freu mir eus sehr 😀
    liebi grüessli us Malaysia

    • Sarah sagt:

      Settegi Zyte ghöre haut eifach o derzue. Es isch haut eso. Bi mir ischs itze scho wieder viu besser, dani amne Ort bi womer mega gfaut u gueti Lüüt um mi ha. Aber das änderet ja o geng wieder. Houptsach, mi lat settegi Gfüeu o zu, die dörfe ja o Platz ha. Ig wünsche euch e gueti Witerreise u wemer de aui wieder ir Schwiiz sy, chöimernis de ufenes Kaffi unes Vermicelle träffe… 🙂

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