Die besten Romane für unterwegs

Ich stelle auf meinem Blog in loser Reihenfolge immer wieder Bücher vor – alles Lesestoff für deine Reise. Und natürlich auch für zu Hause.

Lesen ist etwas vom besten was es gibt. Lesen kann dein Wissen vergrössern, dich weiterbilden oder dir sogar helfen, dein Leben zu verbessern. Manchmal aber, da will niemand lernen und sich bilden, sondern einfach in eine fremde Welt abtauchen und sich von den Protagonisten einer Geschichte begeistern lassen.

Dann ist Belletristik angesagt. Denn das Lesen ist mitunter auch eine kleine Flucht in eine andere Welt, manchmal sogar in eine andere Zeit. Und Belletristik macht Spass! Hier gibt es eine erste kleine Auswahl von Büchern, die ich so richtig gerne gelesen habe, bei denen ich Tränen gelacht oder geweint habe und die mich total begeistert haben.

*Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Durch Klick auf das jeweilige Buch, kannst du dieses direkt bei Amazon bestellen. Für dich entstehen dadurch keine Mehrkosten, aber du hilfst mir so, durch eine kleine Provision die ich erhalte.*

 

Der Junge, der Träume schenkte

Eine Geschichte mit einer Handlung, die heute nichts von ihrer Aktualität verloren hat. Anfangs des 20. Jahrhunderts betritt die junge Italienerin Cetta mit ihrem frischgeborenen Sohn Natale erstmals amerikanischen Boden, als sie aus dem transatlantischen Frachter steigt, der sie über das Meer getragen hat.

Es erwartet sie ein hartes Leben in der Lower East Side, dass von Armut, Kriminalität und Prostitution geprägt ist. Natale wächst mit einer besonderen Gabe in einer kriminellen Gegend auf, schlägt sich durch das Leben und verzaubert immer wieder seine Mitmenschen.

Ein teils brutaler Roman, der aber das Leben der Einwandererfamilien in Amerika anschaulich beschreibt und mitfühlen lässt.

 

Die Asche meiner Mutter

Frank McCourt erzählt die Geschichte seiner Kindheit im irischen Limerick. Zwischen den 30er und 50er Jahren erlebt er ein Irland geprägt von Hunger, einen Vater, der lieber das Geld versäuft anstatt die Familie zu ernähren, Krankheit und Tod.

Was sich jetzt so schrecklich anhört ist eine Erzählung aus Sicht eines kleinen Jungen, der viel zu schnell erwachsen werden muss, die Welt aber dennoch durch Kinderaugen sieht. Ein Erzählstil der unter die Haut geht, einem erschaudern lässt und gleichzeitig ein Lächeln aufs Gesicht zaubert. Prädikat: Wertvoll.

 

Der Hundertjährige der aus dem Fenster stieg und verschwand

Falls du diesen Beststeller noch nicht gelesen hast, wird es höchste Zeit. Allan wird 100 Jahre alt. Blöd nur, dass er im Altersheim festsitzt, alle Sinne beisammen hat und überhaupt keinen Bock auf eine Party mit Greisen hat. Also beschliesst er kurzerhand aus dem Fenster zu steigen und abzuhauen.

So startet eine irrwitzige Flucht durch halb Schweden und der Rückblick auf das Leben eines Mannes der sich keinen Deut um Politik schert, aber immer wieder in die ganz grossen Ereignisse des 20. Jahrhunderts hineingezogen wurde.

Wahrscheinlich habe ich noch nie so gelacht, als ich ein Buch gelesen haben. Nur ein Tipp: Lesen!

 

Die dunkle Seite des Mondes

Suter brilliert in „Die dunkle Seite des Mondes“ wieder einmal mit einem psychologischen interessanten Thema: Was, wenn plötzlich dein Gewissen nicht mehr funktioniert?

Urs, ein erfolgreicher Wirtschaftsanwalt in der besten Zeit seines Lebens, trifft auf Lucille, die einen Flohmarktstand mit indischen Räucherstäbchen betreibt. Das Leben von Urs ist langweilig und seine Ehe schal geworden. Ein Selberfahrungswochenende und ein Trip auf halluzinogenen Pilzen verändert seine Persönlichkeit in den Grundfesten. Seine Aggressionen werden unberechenbar, Gefühle sind wie weggeblasen. Als er schliesslich von der Polizei wegen Mordes gesucht wird, zieht er sich immer tiefer ins Dickicht der Wälder zurück.

Ein Muss für alle Suter Fans und die, die es danach sicher werden wollen.

 

Herr Lehmann

Der unanständig langweilige Wahlkreuzberger Frank Lehmann besticht vor allem durch eines: Seine Leidenschaftslosigkeit. Ein durchschnittlicher, normaler Typ kurz vor 30, der sich durchs Leben schlängelt, untertaucht in der Masse oder in der Kneipe und ab und zu mal schwimmen geht. Doch auch ihn können unvorhersehbare Ereignisse aus der Bahn werfen!

Den schnoddrigen Herr Lehmann muss man einfach mögen. Obwohl der Roman die Belanglosigkeit unserer Existenz aufzeigt, ist er dennoch süffig amüsant zu lesen und ein toller Zeitvertreib. Und irgendwie zum gernhaben.

 

Tage wie Salz und Zucker

Ellen ist für die Welt unsichtbar. Sie versteckt sich hinter zu vielen Kilos, putzt Nachts im Kaufhaus und spricht am liebsten mit gar niemandem. Als sie im Bus unverhofft auf die blinde Temerety trifft und sie diese auch noch vor zwei Handtaschendieben rettet, merkt sie, dass Temerety die erste Person ist, die sie wirklich „sehen“ kann. Vo da an verändert sich Ellens Leben drastisch. Die zwei Frauen fangen an sich ins Leben anderer einzumischen. Und zwar immer da, wo Unrecht geschieht.

Ein modernes Märchen und für Fans von süssen Geschichten mit Happy End.

 

Montagsmenschen

Nevada ist Yogalehrerin aus Überzeugung, als sie plötzlich mit der Diagnose Multiple Sklerose konfrontiert wird. Vier ihrer Schüler halten ihr dennoch die Treue und das Buch endet dort, wo es angefangen hat: In einer Yogastunde. Dazwischen beobachtet und beschreibt Milena Moser das Leben der vier Protagonisten mit gewohnt klarem und detailreichem Blick. Die Wege der Vier treffen sich, gehen wieder auseinander und ein Mord und viele weitere Ereignisse später, sitzen sie alle wieder im Lotussitz beieinander.

Montagsmenschen – ein vielschichtiger Roman, den ich mit Spannung und Freuden gelesen habe.

 

Gottes Werk und Teufels Beitrag

Die Geschichte von Homer Wells, der einfach nicht aus dem Waisenhaus weg will, wird hier auf höchstem Erzählniveau präsentiert. Nach vier gescheiterten Adoptionsversuchen erlaubt Dr. Larch, der Vorsteher des Waisenhauses, dass Homer bleiben kann. Aber unter der Bedingung, dass er in der angeschlossendne Entbindungs- und Abtreibungsstation bei „Gottes Werk“ und „Teufels Beitrag* – dem Entbinden und dem Abtreiben – assistiert.

Homers Odysse durch ein extraordinäres Leben, formuliert von Irving: Ein Muss, dieses Buch zu lesen. Einer der grössten Romane, der das 20 Jahrhundert hervorgebracht hat.

 

Hast du weitere Tipps für spannende, berührende oder actionreiche Romane? Her damit!

8 Kommentare

  • Sabine sagt:

    Huhu Sarah,
    danke für die guten Tipps. Einige kenne ich schon, andere sind mir ganz neu. Ich liebe Bücher und freue mich deshalb immer über tolle Empfehlungen. John Irving war lange Zeit mein Lieblingsschriftsteller. Ich mag seine Art Geschichten zu erzählen. Kennst Du „Owen Meany“ und das „Hotel New Hampshire“?

    Liebe Grüsse,
    Sabine

    • Sarah sagt:

      Ja, John Irving schreibt einfach grossartig! Die beiden von dir vorgeschlagenen Bücher sind schon lange auf meiner Leseliste. Ich werde die so schnell wie möglich in Angriff nehmen!

  • Tom sagt:

    Hallo Sarah,

    danke für die klasse Tipps. Unterwegs habe ich immer meinen E-Book-Reader dabei (ein altes Ding von Sony) und liebe es so die Zeit im Flieger rumzukriegen. Da ich am liebsten humorvolle kurzweilige Bücher verschlinge, werde ich mal einen Blick in den Besteller um den Hunderjährigen Flüchtling werfen 🙂

    Danke dir und alles Gute,

    Tom vom reiseblogmagazin

  • Hallo Sarah,
    Vielen Dank für Deine Buch-Tipps. Ich kenne kein einziges dieser Bücher 🙁 Das muss ich ganz schnell nachholen ! Ich werde schauen, ob ich sie auch auf dem Kindle lesen kann. (Weil ich doch gerade im Norden von Peru bin.) Gute Bücher fehlen mir immer ein bisschen.
    Alles Gute für 2016,
    Martina

  • Leni sagt:

    Luca Di Fulvio schreibt soooo tolle Bücher! Ich kann dir auf jeden Fall das Mädchen,d as den Himmel berührte ans Herz legen, mindestens genauso schön 🙂 Von dem Hundertjährigen war ich allerdings etwas enttäuscht…
    Vor Kurzem hab ich das Haus der Lügen von Stephanie Lam gelesen, das gefiel mir auch echt sehr gut 🙂
    Liebe Grüsse 🙂

  • Frau Katja sagt:

    He Sarah,

    lesen auf Reisen ist wirklich fantastisch, weil man sich auch irgendwie besonders die Zeit dafür nimmt, um abzutauchen. Mich hat wirklich sehr „Hundert Jahre Einsamkeit“ von Gabriel García Márquez beeindruckt, dass ich auch echt verschlungen habe. Wenn Du also Lust auf ein magisches Familienepos hast, dann lies das. Beste Grüsse, Frau Katja

  • […] Endlich wieder was zu lesen! Es gibt einfach unzählige Bücher, da fällt die Auswahl für einen richtig guten Roman manchmal gar nicht so leicht. Dafür habe ich hier den zweiten Teil meiner Roman-Empfehlungen für unterwegs. Bücher zum Träumen, Abschalten oder Schmunzeln. Viel Spass und Lesevergnügen damit! Und übrigens, zum 1. Teil gehts hier lang: Die besten Romane für unterwegs (Teil I). […]

Leave a Comment