Barbados ist ein Traumreiseziel und als ich vor einem Jahr die günstigen Flüge entdeckt habe, war sofort klar, dass wir buchen. Und jetzt stehen wir hier an einem der schönsten Strände, die wir je gesehen haben.
Am Rande der Karibik, an einem weissen Sandstrand und die Meeresschildkröte schwimmt vorbei. Es ist traumhaft und für uns als Familie mit zwei Kindern ein perfektes Reiseziel.
In diesem Artikel teilen wir alles, was wir vor der Reise gerne gewusst hätten. Von der Anreise über die Kosten bis zu den besten Aktivitäten für Kinder.
Warum Barbados mit Kindern wirklich funktioniert
Barbados hat den Ruf, eher ein Luxusziel für Paare zu sein. Das stimmt aber nur zum Teil, denn auch für Familien gibt es ganz vieles zu entdecken.
Barbados ist eine der sichersten Karibikinseln überhaupt. Die Infrastruktur ist gut, die Menschen sind herzlich und offen gegenüber Familien mit Kindern, und das Angebot an Aktivitäten ist grösser als wir erwartet hatten.
Unsere Kids waren zu keinem Zeitpunkt gelangweilt und wir als Eltern haben die Insel ebenfalls in vollen Zügen genossen. Barbados bietet tatsächlich alles: Abenteuer und Erholung für Gross und Klein.
Was für uns besonders von Vorteil ist: Die Insel ist überschaubar. Man kann in kurzer Zeit ohne stundenlange Autofahrten sehr viel sehen. Das ist mit Kindern Gold wert, vor allem wenn das Thema Reiseübelkeit aktuell ist. Auf Barbados ging dank den kurzen Strecken alles problemlos.
Anreise: So kommen Familien aus der Schweiz nach Barbados
Flug nach Bridgetown
Einen Direktflug von Zürich nach Barbados gibt es leider nicht. Wir sind über London Heathrow geflogen, was problemlos funktioniert hat.
Unsere Route: Zürich (ZRH) nach London Heathrow (LHR), dann weiter nach Bridgetown (BGI). Die Gesamtreisezeit beträgt rund 13 bis 14 Stunden inklusive Umstieg.
Ein paar Tipps aus unserer Erfahrung
- Plane den Umstieg in London grosszügig. Mit Kindern und Gepäck braucht man mehr Zeit als man denkt, vor allem wenn man das Terminal wechseln muss. Wir empfehlen mindestens zwei Stunden Umsteigezeit einzuplanen.
- Der Flug nach Barbados dauert rund acht Stunden, zurück sogar nur 7 Stunden. Das ist lang, aber machbar.
- Wir hatten Kopfhörer, Snacks und Video-Downloads für die Kinder auf den Handys dabei. Mit 6 und 8 Jahren beschäftigen sich die Kids aber eigentlich selber mit dem Boardunterhaltungssystem von British Airways.
- Auf der Strecke von Bridgetown zurück nach London sind wir in der Nacht geflogen, so dass wir auch ein paar Stunden geschlafen haben und der Flug schnell rum ging.
Hier gibt’s alle Tipps für einen entspannten Flug für Eltern
Einreise: Was Reisende aus der Schweiz, Deutschland und Österreich wissen müssen
Als Staatsangehörige aus dem DACH-Raum braucht man für Barbados kein Visum. Der Aufenthalt auf der Insel bis zu 90 Tagen ist ohne besondere Formalitäten erlaubt. Einzig 72 Stunden vorher ist ein Einwanderungs- und Zollformular auszufüllen.
Was du brauchst:
- Einen gültigen Reisepass (kein Personalausweis)
- Ein Rück- oder Weiterflugticket
- Genug finanzielle Mittel für den Aufenthalt (wird selten geprüft, aber formal verlangt)
- Einwanderungs- und Zollformular
Impfungen werden für die Einreise keine vorgeschrieben. Einen Besuch bei der Ärztin vor der Reise lohnt sich trotzdem, vor allem wenn Kleinkinder mitreisen.
Der Flughafen Grantley Adams International Airport ist überschaubar und gut organisiert. Die Einreise hat bei uns keine Stunde gedauert. Danach haben wir direkt den Mietwagen abgeholt.
April in Barbados: Warum wir diesen Monat empfehlen
Die Frage nach der besten Reisezeit für Barbados mig Kindern hängt davon ab, was dir und deiner Familie wichtig ist. Wir haben den April gewählt, weil in Zürich Frühlingsferien sind und wir auf diesen Zeitraum beschränkt sind.
Das Wetter im April ist hervorragend. Die Trockenzeit geht von Dezember bis Mai, der April liegt mittendrin. Temperaturen um die 28 bis 30 Grad, gefühlt ist es aber einiges mehr.
Mach dich im Vorfeld nicht verrückt durch Wetter-Apps oder Vorhersagen. Barbados liegt in der Karibik. Es gibt jeden Tag Sonnenschein und Regenschauer. Es regnet manchmal ein paar Minuten, manchmal eine halbe Stunde und die Abkühlung tut jedes Mal gut!
Die Tourist:innen sind im April deutlich weniger als in den Hauptmonaten Dezember bis März. Die Strände waren angenehm besetzt, aber nie überfüllt.
In Restaurants bekamen wir immer einen Tisch und bei Ausflügen mussten wir nirgends anstehen. In der Nebensaison muss man grundsätzlich nichts vorausbuchen.
Die Preise im April sind günstiger als in der Hochsaison. Flüge und Unterkünfte kosten im Dezember und Januar deutlich mehr.
Überblick Reisezeiten
| Monat | Wetter | Tourist:innen | Preis | Empfehlung |
| Dezember bis Februar | Sehr gut, trocken | Viel | Hoch | Gut, aber teuer |
| März bis April | Sehr gut, trocken | Mittel | Mittel | Ideal für Familien |
| Mai | Gut, vereinzelt Regen | Wenig | Günstiger | Gut für Sparfüchse |
| Juni bis November | Regenzeit, Hurrikanrisiko | Sehr wenig | Günstiger | Nicht empfohlen |
Mietwagen und Linksverkehr
Auf Barbados gilt Linksverkehr, aber ganz ehrlich: Man gewöhnt sich super schnell daran und es wird rasch zur Routine.
Wir haben auf Taxis komplett verzichtet und sind die ganze Zeit mit dem Mietwagen unterwegs gewesen.
Infos zum Autofahren auf Barbados
- Führerschein: Um auf Barbados Auto zu fahren, musst du deinen nationalen Führerschein mitbringen. Vor Ort ist es zwingend nötig einen lokalen Führerausweis zu beantragen. Das geht problemlos bei der Mietwagenfirma, die dafür USD 17.50 berechnet.
- Kindersitz: nicht nötig ab 5 Jahren. Wir haben bei der Autovermietung nach Kindersitzen gefragt und wurden freundlich ausgelacht. Auf Barbados gilt: Kinder unter 5 Jahren brauchen einen Kindersitz, ältere Kinder dürfen normal angeschnallt auf dem Rücksitz sitzen. Mit 6 und 8 Jahren war das für uns also kein Thema. Es gibt in dem Sinn auch keine Sitzerhöhungen.
- Die Strassen auf Barbados sind eng. Vor allem im Inselinnern und im Osten gibt es viele Kurven, enge Gassen und jede Menge Schlaglöcher. Im Osten der Insel sind die Strassen deutlich schlechter als im Westen. Wer einen kleinen Wagen mietet, hat es leichter. Langsam fahren und aufmerksam bleiben.
- An der Küstenstrasse ist immer Stau. Wer schnell von A nach B will, fährt besser durchs Inselinnere, denn von Speightstown nach Bridgetown und von dort nach Oistins ist der Verkehr durchgehend stark. Auf dem Highway 2A kommst du schneller vorwärts.
- Es wird rückwärts eingeparkt. Dazu gibt es keine offizielle Regelung, aber es ist Usus, wenn immer möglich rückwärts zu parkieren. Parkplätze sind meistens kostenlos und in Fülle vorhanden. Auch bei jedem Strand findest du Parkplätze.
- Die Fahrer:innen auf Barbados sind rücksichtsvoll. Wenn man jemanden vorlässt oder selbst vorgelassen wird, wird kurz gehupt als Dankeschön.
- Navigation. Google Maps funktioniert gut, führt aber manchmal auf Strassen, die eher Feldwegen ähneln. Dann einfach weiterfahren, die Karte führt eigentlich immer ans Ziel.
Kosten: Was Barbados für Familien wirklich kostet
Barbados ist kein Budgetreiseziel. Aber gerade für Schweizer Familien ist es doch machbar, da die Preise sich auf auf demselben Niveau wie daheim bewegen. Wir haben für 14 Tage insgesamt 1700.- ausgegeben (ohne Unterkunft und Flüge, nur das Essen, Ausflüge und weitere Ausgaben vor Ort).
Flug
Flüge ab Zürich nach Bridgetown kosten für eine vierköpfige Familie je nach Buchungszeitpunkt und Saison zwischen 2500 und 3500 Franken (bzw. Euro aus Deutschland/Österreich). Wir empfehlen, früh zu buchen und flexible Daten zu haben. Natürlich können sich diese Preise ändern.
Unsere Flüge für zwei Erwachsene und zwei Kinder (6 und 8 Jahre) haben CHF 2500.- gekostet.
Unterkunft
Airbnb
Wir haben während unserer Barbados Reise an vier verschiedenen Standorten auf der Insel verteilt gewohnt und unsere Unterkunft jeweils via Airbnb gebucht. So konnten wir verschiedene Erfahrungen machen und alle Teile der Insel sehen, die doch sehr unterschiedlich sind.
Unsere Unterkünfte waren von einfach und auf dem Land bis zu chic mit eigenem Pool im Garten und haben alle zusammen CHF 1459.00 für 12 Nächte gekostet.
Hotel
Die Westküste (Platinum Coast) ist die teuerste Gegend. Die Südküste ist günstiger und für Familien sehr praktisch und sie liegt nahe am Flughafen. Im Osten ist das Meer wilder und teilweise nicht zum Baden geeignet. Im Norden gibt es kaum Unterkünfte und touristisch interessante Ziele oder Strände.
Essen
Restaurants sind teurer als in Europa. Ein einfaches Mittagessen für vier Personen kostet schnell 60 bis 80 US-Dollar.
Wer im Supermarkt einkauft und manchmal selbst kocht, spart erheblich. Das war auch einer der Gründe, warum wir in Airbnbs übernachtet haben. So konnten wir viele Mahlzeiten selber kochen.
Die wichtigsten Supermarktketten auf Barbados:
| Kette | Einschätzung |
| Massy | Grösste Kette, beste Auswahl, eher teurer (West- und Südküste) |
| Jordans | Etwas günstiger, kleinere Auswahl, gut für das Nötigste (Westküste) |
| a1 Supermarkets | Solide Mittelklasse, 2 Standorte (Westküste: St. Michael und Südosten: St. Phillip), unser Lieblingsmarkt |
| TriMart | Solide Mittelklasse, mehrere Standorte an der Südküste |
| PriceSmart | Grosse Mengen, günstiger, gut für Familien (St. Michael) |
Preise
Hier eine kleine Preisliste von ungefähren Preisen im Supermarkt: Hafermilch 5 CHF, Ananas 2.30 CHF, Nescafe 12 CHF, Cornflakes 4 CHF, Haferflocken 3.50 CHF.
Für Früchte und frisches Gemüse lohnen sich die Stände am Strassenrand, die es überall gibt. Dort kostet eine Mango z.B. rund 2 CHF und ein frischer Smoothie zwischen 4 und 6 CHF.
Aktivitäten
Die meisten Ausflüge kosten zwischen 20 und 60 CHF pro Person. Kinder zahlen oft weniger oder gar nichts.
Faustregel
Plant für eine zweiwöchige Reise für eine vierköpfige Familie (ohne Flug) rund 3000 bis 5000 Franken ein, je nach Unterkunft und Lebensgewohnheiten.
Aber mit 3000.- kommt man gut zurecht, ohne dass man gross auf etwas verzichten muss. Mit etwas gehobeneren Airbnb oder Hotels und zwei, dreimal in einem Restaurant essen, steigen die Kosten schnell.
Was uns auf Barbados mit Kindern am meisten begeistert hat
Wir haben viel erlebt. Hier die Highlights, die wir jedem empfehlen:
Pebbles Beach und die Pferde im Meer
Frühmorgens aufstehen und zuschauen, wie Rennpferde durch das Meer geführt werden, ist ein Erlebnis das wir nicht vergessen. Unsere Kinder sind dafür gerne früh aufgestanden und habens nicht bereut. Direkt danach haben wir eine Schnorcheltour zu den Schildkröten gemacht.
Hauptstadt Bridgetown
Die Hauptstadt ist lebendiger und interessanter als erwartet. Der Markt, der Heroes Square, das Nationalmuseum, der Rihanna Drive und eine kurze Rum-Tour im Mount Gay Visitor Center: es gibt vieles zu sehen.
Das Pferderennen auf der Garrison Savannah
Eine Überraschung und etwas, was wir zum ersten Mal erlebt haben, ist ein Pferderennen auf der Garrison Savannah. Es läuft unkompliziert ab, ist günstig und authentisch. Und unser Pferd, auf das wir gesetzt haben, hat auch tatsächlich gewonnen!
Welchman Hall Gully
Auf einem gemütlich angelegten Weg haben wir den Dschungel von Barbados erkundet, die Aussicht genossen und tatsächlich Affen aus nächster Nähe. Es ist übersichtlich und familientauglich und sogar mit einem schattigen Spielplatz.
Sunbury Plantation House
Die Geschichte Barbados ist geprägt von der Sklaverei und dem Anbau von Zuckerrohr. Eines der Plantation Houses auf Barbados haben wir mit einer Führung besucht und auch für die Kids war der Rundgang sehr kurzweilig.
Unsere Empfehlungen und Tipps auf einen Blick
- UV-Shirts sind für Kinder und Erwachsene Pflicht. Die Sonne auf Barbados ist brutal. Wir haben das zwar nicht unterschätzt und uns immer schön eingecremt, aber trotzdem haben wir einen Sonnenbrand bekommen. Beim Schnorcheln, beim Spielen im Wasser und am Strand gilt: UV-Schutzshirts anziehen und zwar nicht nur die Kinder.
- Sonnenschutz von Zuhause mitbringen. Auf Barbados ist Sonnenschutz teuer. Wir haben unseren aus der Schweiz mitgebracht und waren froh darum. Achte auf einen hohen Lichtschutzfaktor und trage grosszügig auf.
- Früh aufstehen lohnt sich. Die schönsten Erlebnisse passieren vor neun Uhr. Die Pferde am Pebbles Beach, die ruhigen Morgenstunden am fast leeren Strand, der frische Markt in Bridgetown. Wer früh startet, hat die besten Erlebnisse für sich.
- In der Nebensaison nichts vorausbuchen. Im April war nirgends ein Gedränge. Wir haben spontan entschieden wohin wir fahren und haben immer einen Platz bekommen. Wer in der Hochsaison reist, sollte beliebte Aktivitäten wie Schnorcheln mit Schildkröten aber im Voraus buchen.
- Kreditkarte mitnehmen. Barbadische Dollar bekommt man vor Ort und sind Zahlungsmittel Nr. 1. Mit US-Dollar kommt man fast überall zurecht, da der Kurs fix ist (1 USD = 2 BBD). Eine Kreditkarte (Visa oder Mastercard) ist ein Muss.
- Den Linksverkehr nicht überschätzen. Man gewöhnt sich schnell daran. Die grösste Herausforderung ist das Abbiegen an Kreuzungen, nicht die Geradeausfahrt.
Fazit: Würden wir wieder mit Kindern nach Barbados reisen?
Ohne Zögern: Ja. Barbados hat uns als Familie total begeistert. Es ist nicht nur die herrliche Strandkulisse, sondern eine Insel mit Charakter, Geschichte und echten Erlebnissen, die man so schnell nicht vergisst. Und irgendwie hat Barbados einen ganz eigenen Charme, den ich sonst nirgendwo so erlebt habe.
In den nächsten Wochen erscheinen hier auf dem Blog alle Details zu unseren Lieblingserlebnissen auf Barbados. Abonniere den Newsletter, damit du keinen Artikel verpasst.
Alle Barbados-Artikel (folgen demnächst):
- Pebbles Beach: Pferde im Meer und Schildkröten schnorcheln
- Bridgetown mit Kindern: Markt, Rum und Pferderennen
- Ausflüge im Inselinnern: Welchman Hall und Sunbury Plantation
- Die schönsten Strände auf Barbados für Familien








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