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So trackst du deine Ausgaben – die besten Apps

So trackst du deine Ausgaben – die besten Apps

Fragst du dich auch manchmal, wohin dein ganzes Geld geht und warum nichts zum Sparen übrig bleibt? Das Erfassen deiner Ausgaben hilft dir einen Überblick zu bekommen und Ausgabenmuster zu erkennen. Wir haben die Apps dafür getestet.

Auf dem Weg zur finanziellen Freiheit gibt es ein paar Dinge, welche zu beachten sind. Ein wesentlicher Pfeiler auf dem Weg dahin heisst: sparen. Eigentlich logisch, oder? Sparquote erhöhen, Einnahmen steigern, Geld investieren und du bist deiner Freiheit ein grosses Stück näher.

Damit du aber auch weisst wofür du eigentlich Geld ausgibst, musst du erst einmal einen detaillierten Blick auf deine Ausgaben werfen. Denn erst dann macht es Sinn ein Budget zu erstellen, Sparraten zu definieren und freies Geld zu investieren.

Eine einfache Lösung sind Apps, mit denen du deine Ausgaben notierst. Klingt in der Theorie ganz einfach – aber nach über einem Jahr konstantem tracken können wir dir sagen, dass dies doch ein wenig Disziplin erfordert, sich jeden Abend ein paar Minuten Zeit zu nehmen. Aber wie immer lohnt es sich hartnäckig zu sein und einen Schritt vorwärts zu kommen. Besonders als Paar oder Familie, wenn alle irgendwie täglich kreuz und quer Geld ausgeben, kann es ein wenig chaotischer werden, den Überblick zu behalten.

Wir stellen dir hier drei Apps vor, welche wir jeweils über einige Monate getestet haben mit dem für uns wichtigsten Feature: Synchronisation. Damit kann alle ihre Ausgaben eintragen und auf dem Gerät der/des Partnerin/Partners ist dies auch ersichtlich.

Wieso solltest du Ausgaben tracken?

Einen konkreten Überblick über deine Ausgaben zu haben ist sehr wichtig. Du kannst Verhaltensmuster im Konsum sichtbar machen, die dich vielleicht überraschen werden. Wir waren z. B. erstaunt, wieviel der Bereich „Snacks“ bei uns ausmacht. Hier mal einen Kaffee und ein Brötchen, dort mal ein Eis für die Kinder etc.  Diese Kategorie ist bei uns definitiv in den Top 5 und hat sicherlich Einsparpotential.

Tracke deine Ausgaben für mindestens drei, besser sechs Monate, damit du exakte Daten zur Auswertung erhältst. Es ist nicht jeder Monat gleich und erst nach einer gewissen Zeit findest du verlässliche Muster, die du dann genauer anschauen kannst.

MoneyControl

MoneyControl ist die umfangreichste der drei Apps, die wir hier vorstellen. Du kannst verschiedene Budgets erstellen, Sparziele definieren und – wie bei jeder anderen App – unterschiedlichste Kategorien für Ein- und Ausgaben erstellen.

Die Besonderheit ist hier die Synchronisation. Diese findet nicht über Dropbox, deinen Google-Account oder sonstiges statt, sondern über die Website. Das funktioniert sehr gut und empfinden wir als super Lösung. Ebenfalls kannst du über die Website auch deine Buchungen verwalten und auch Reports über deine Ausgaben erstellen und runterladen.

Kosten: Um die Synchronisation zu nutzen, musst du die Bezahlversion kaufen. Dies kostet für 12 Monate CHF 29.99 und verlängert sich nicht automatisch. Die kostenlose Version kann für eine unbegrenzte Dauer genutzt werden, erlaubt aber nur 20 Buchungen pro Monat und keine Synchronisation.

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Unser Haushaltsbuch (Pro)

Unser Haushaltsbuch Pro ist sehr einfach zu bedienen, du kannst Kategorien erstellen, über Google-Drive mehrere Geräte synchronisieren und zwischen verschiedenen Farbschemas auswählen. Zur Sicherheit kannst du beim Start der App auch eine PIN-Abfrage oder den Fingerabdrucksensor verwenden.

Die Synchronisation erfolgt über Google-Drive. Nutzt du hier beispielsweise deinen Account und dein:e Partner:in nutzt die Daten ebenfalls um die App zu synchronisieren, erhältst du nicht nur die Daten vom Haushaltsbuch, sondern alles Mögliche, was dein:e Partner:in über Google synchronisiert (Kontakte, Bilder etc.). Das sehen wir hier als Nachteil, der ansonsten einfachen, übersichtlichen und funktionalen App. Am einfachsten wäre es, einen eigenen Google-Account für “Unser Haushaltbuch” zu erstellen über den die Synchronisierung läuft.

Kosten: Gratisversion mit Werbung, welche bei der Erfassung störend sein kann. Die Pro-Version kostet einmalig CHF 2.80.

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1Money

Sehr gut gefällt uns die App 1Money , welche wir aktuell auch nutzen. Sie ist die perfekte Mischung aus Funktionsumfang und Übersichtlichkeit. Die Datensynchronisierung erfolgt über die eigene Cloud.
Vollständigkeitshalber möchten wir noch darauf hinweisen, dass entsprechend der Datenschutzerklärung die Daten in Russland verarbeitet werden.

Kosten: Du kannst entweder ein monatliches Abo für CHF 1.- pro Monat lösen, ein Jahresabo für CHF 7.- oder ein lebenslanges Abo für einmalig CHF 20.-.

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Schlussendlich bieten alle Apps mehr oder weniger dasselbe und es geht darum, dass du ein- oder zwei davon ausprobierst und schaust, mit welcher du dich wohlfühlst. Wichtig ist, dass du diese Aufgabe angehst. Sie ist eine der Grundpfeiler für deine Budget- und Finanzplanung (jedenfalls zu Anfang).

Wir ziehen hier definitiv auch die Bezahlversionen der Apps vor, so dass wir beim täglichen Tracking nicht von Werbung genervt werden.

Wann solltest du Ausgaben NICHT tracken?

Wir messen dem Ausgabentracking eine grosse Bedeutung zu, wenn du am Anfang deiner finanziellen Reise stehst (oder auch wenn du z. B. auf Reisen bist und ein begrenztes Budget dafür hast). Mit dem Wissen, dass du aus dem täglichen Niederschreiben deiner Ausgaben gewinnst, kannst du über längere Zeit enorm viel Geld einsparen und auch deine Gewohnheiten verändern.

Ein kosmisches Gesetz besagt aber: Auf was du deinen Fokus lenkst, manifestiert sich in deinem Alltag. Dieses Gesetz macht auch vor finanziellen Dingen keinen Halt. Wenn du dich also tagtäglich mit deinen Ausgaben beschäftigst und immer nur das Geld siehst, das von dir weggeht, wird sich deine finanzielle Situation über längere Zeit nicht verbessern.

Wenn du ein paar Monate deine Ausgaben getrackt hast und weisst, wie du deine Ausgabenmuster verbessern kannst, ist es an der Zeit, diese Apps zu löschen und deine Learnings umzusetzen. Es geht dann darum deinen Fokus auf deine Einnahmen zu richten, auf deine Ziele und auf alles was zu dir kommt, nicht was von dir weggeht. Dein Mindset muss sich dann auf Wohlstand lenken und nicht im Mangelbewusstsein verharren.

Wie sieht es bei dir aus? Trackst du regelmässig deine Ausgaben? Was sind deine Learnings?

Über die/den Autor/in

Das Reisen habe ich als Groundhopper an Fussballspielen in allen Gegenden der Welt lieben gelernt. Heute ist ein entspannter Morgen mit den Kids für mich der perfekte Start in den Tag und ausklingen lasse ich ihn am liebsten beim Sonnenuntergang am Strand. Ich bin ein Fan von ETFs, habe mich in Nicaragua verliebt und ich kann nicht ohne Pizza leben. Mein Ziel ist finanzielle Freiheit für mich und meine Familie.

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