8 Filme übers Reisen, die du gesehen haben musst

Es gibt eine ganze Menge Filme übers Reisen, ganz viel wirklich guter Stoff und manchmal ist es schwer, den Überblick zu behalten. Es gibt Abenteuerfilme, Roadmovies, Zeitreisen… alles mögliche.

Der erste Artikel über Reisefilme zeigt dir acht Reisefilme, die es wert sind, sie sich anzusehen. Sie handeln ganz Allgemein vom Reisen, jeder auf seine eigene, ganz spezielle Art.

 

Lost in Translation

Bob Harris hält sich für den Dreh eines Whisky-Werbespots in Tokio auf. Während er das Geschehen um ihn herum ironisch nimmt, lernt er in seinem Hotel als Fremder im fremden Land Charlotte kennen, deren Mann in Tokio tätig ist und die sich gerade eingestehen muss, dass sich das Verhältnis zu ihrem Mann in den zwei Jahren Ehe stark verändert hat. In der Weite des großen Hotels kommen sich die beiden langsam näher und freunden sich an.

Eine schöne Geschichte in einer fantastischen Umgebung. Sie handelt vom Gefühl des Fremdseins, des Verlorenseins, das uns beim Reisen alle ab und zu mal wieder trifft.

 

Das erstaunliche Leben des Walter Mitty

Walter Mitty ist Angestellter bei einem Lifestyle Magazin, wo er das Fotoarchiv betreut. Sein Leben ist langweilig und hält nichts ausserordentliches bereit – ausgenommen in seinen Tagträumen, wo er Retter von kleinen Hunden, Superheld, Frauenschwarm und ein wilder Abenteurer ist. Als das Magazin aufgekauft wird und das letzte Heft gedruckt werden soll, verschwindet unter seiner Aufsicht das Titelbild, das Foto eines weltbekannten Fotografen. Walter will ihn finden und ehe er sich versieht, erlebt er Abenteuer in der ganzen Welt.

Das Motto „Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum” ist die Kernaussage dieses Filmes, gemixt mit einer malerischen Bilderflut von Traumzielen der Welt. Ein perfektet Feelgood Film für den Sonntagabend.

 

O brother, where art thou?

Mississippi, 1937: Die drei Sträflinge Everet, Pete und Delmar fliehen aus dem Gefängnis um das Versteck von Everets letzter Beute zu suchen. Die Reise wird zu einer abenteuerlichen Odyssee, auf der sie Seher, Zyklopen, Höllenhunde, Bankräuber und Mitglieder des Ku-Klux-Clan treffen. Ganz nebenbei werden sie zu Country Stars und geraten in den Wahlkampf des Gouverneurs von Mississippi. Schlussendlich merken die Räuber aber, dass die Flucht einem ganz anderen Zweck dient.

Dieser Film ist vielleicht nicht der klassische Reisefilm, aber eine Reise ist auch hier gegeben. Und was für eine! Homers Odyssee wird als Inspirationsquelle genannt und mehrmals werden Passagen aus dem Buch zitiert. Ein spannender und unterhaltsamer Film einer etwas anderen Reise.

 

Up in the Air

Ryan ist fast immer auf Reisen, den sein Arbeitgeber schickt ihn zu Firmen, die nicht den Mut haben, ihre Angestellten selbst zu entlassen. Er liebt die Ungebundenheit und Anonymität des Reisens. Da Ryan in ganz Amerika rumfliegt, ist sein Ziel, die Zehn-Millionen-Frequent-Flyer-Meilen zu erreichen. Dadurch, dass er immer unterwegs ist, unterhält er kaum Beziehungen, weder zu Freunden noch zur Familie. Als er Alex kennenlernt, eine Zufallbekanntschaft vom Reisen, ändert sich seine Einstellung und sein Leben.

Ein Film, der zum Nachdenken anregt. Wenn man oft oder lange auf Reisen ist, stellt sich die Frage nach Beziehungen immer wieder. Wie hält man Kontakt, was verpasst man, was nicht? Wie wichtig sind Angehörige?

 

Zurück in die Zukunft

Marty reist per Zeitmaschine von den 80ern zurück ins Jahr 1955 und verhindert unbeabsichtigt, dass sich seine Eltern kennenlernen. Da er so das Zeitgefüge verändert und unter Umständen gar nie geboren wird, muss er alles tun, um seine Eltern zusammenzubringen. Im zweiten Teil reist Marty ins Jahr 2015, in die Zukunft, und muss sich um seinen eigentlich noch nicht geborenen Sohn und seinem älteren Ich rumschlagen. Im dritten Teil reisen Marty zurück ins Jahr 1888, wo er einen Mord verhindern muss.

Ein Klassiker, den du gesehen haben mussst. Diese Filme über Zeitreisen gehören zu den grossartigen Dingen, die die 80er Jahre hervorgebracht haben.

 

A Map for Saturday

A Map for SaturdayEine Dokumentation über Langzeitreisende auf der ganzen Welt. Der Film zeigt Stationen, Emotionen und Menschen auf, die während langer Zeit durch die Welt reisen. Spannend und unterhaltsam gemacht von einem amerikanischen Rucksackreisenden, der 11 Monate um die Welt gereist ist.

Die Dokumentation lohnt sich anzusehen. Identifizieren können sich damit aber wohl eher ganz junge Reisende, die das erste Mal mit dem Rucksack unterwegs sind. Meinen Reisestil trifft es nicht unbedingt, der Film ist aber unterhaltsam gemacht und zeigt das Alltagsleben eines Backpackers – wo irgendwie immer Samstag ist.

 

Into the Wild

Nachdem Christopher sein Studium beendet hat, reist er zwei Jahre quer durch Amerika. Er steigt aus der Zivilisation aus, zerschneidet Identitätskarten, Geburtsurkunde und spendet seine Ersparnisse von 24.000 USD an einen guten Zweck. Er treibt quer durchs Land, nimmt ab und zu Jobs an und entschliesst sich schlussendlich, nach Alaska zu trampen um dort in der Wildnis zu leben.

Into the Wild ist der Aussteigerfilm schlechthin. Losgelöst von der Zivilisation, einem sozialen Netz, Vorgaben und Zwängen, lebt Christopher ein Leben in der Natur Alaskas, welche ihm aber schlussendlich zum Verhängnis wird. Ein Film, der ins Repertoire jedes Reisenden gehört. Gesprächsstoff garantiert.

 

Die Kunst des Reisens

Conner findet raus, dass seine Verlobte eine Affäre mit seinem besten Freund hat und lässt sie am Alter stehen. Er steigt ins nächste Flugzeug und landet in Nicaragua. Von dort macht er seinen Weg nach Panama, wo er auf eine Gruppe trifft, die sich durchs legendäre Darien-Gap zwischen Panama und Kolumbien schlagen will. Er schliesst sich ihnen an und sie kämpfen sich zusammen durch den Dschungel. Verfilmt nach dem Buch von Alain de Botton.

Das Beste kommt zum Schluss, so wie auch dieser Film. Für mich der beste Reisefilm aller Zeiten, den du nicht verpassen solltest.

 

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10 Kommentare

  • Oli sagt:

    Hallo Sarah,

    tolle Auswahl. Ich schaue auch immer gerne Filme an, um mich auf ein Reiseziel vorzubereiten. Allerdings versuche ich dabei, auch einhemische Filme miteinzubeziehen, da die Hollywood-Perspektive ja doch recht anders sein kann als die Eigenperspektive.

    Kennst du den Filmverleih Trigon ( http://www.trigon-film.org/de/ )? Das ist ein Schweizer Filmverleih, der – wenn ich das richtig verstanden habe – mit der DEZA zusammenarbeitet und hilft, in den Ländern des Südens Filme zu produzieren. Die Streifen sind zwar meist keine Hochglanzproduktionen, aber ich finde, dass es darunter ganz tolle Perlen gibt. Falls du das noch nicht kennst: Schau dir das unbedingt mal an.

    Gruss,
    Oli

  • Florian sagt:

    „A Map for Saturday“ ist grossartig. Eternal saturday for everyone! 😉

    „Die Kunst des Reisens“ klingt sehr interessant, danke für den Tipp.

  • Patrick sagt:

    Hi Sarah,
    danke für diese fantastische Übersicht!
    Hab durch deine Review „Into the Wild“ angeguckt und bin total fasziniert. Davor hab ich noch nie was von dem Film gehört.
    Den Highlight „DIE KUNST DES REISENS“ hab ich allerdings nirgends finden können. Nicht mal Amazon hat den im Verkauf =(
    Wo hast du den Film denn gesehen? Hast du mir eventuell die Produktnummer?
    Danke =)
    Patrick

    • Sarah sagt:

      Hi Patrick. Schön gefällt dir die Zusammenstellung. Ich fand „Into the Wild“ auch total faszinierend. „Die Kunst des Reisens“ ist in dieser Zusammenstellung mein Lieblingsfilm und mit Klick auf das Bild, kannst du ihn direkt bei Amazon bestellen. Er ist allerdings nur in Englisch erhältlich. Viel Vergnügen! 🙂

  • Isabelle sagt:

    Ein toller Film zum Thema Reisen ist auch „Wild – Der grosse Trip“, der gerade erst im Kino läuft. Es lohnt sich auf jeden Fall mal rein zu schauen. 🙂

  • Annabell Meierkord sagt:

    Hallo Sarah, ich mag deinen Blog. Musste ich jetzt mal loswerden. Welchen Film ich zum Thema Reisen noch gut finde ist:
    „Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück“
    Habe da herzhaft gelacht 🙂

    Lieben Gruss, Annabell

    • Sarah sagt:

      Vielen Dank, liebe Annabell. Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück habe ich als Buch gelesen und wusst gar nicht, dass das verfilmt wurde. Den Film werde ich mir bestimmt auch mal anschauen.

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