Inselhüpfen in der thailändischen Andamanensee

Irgendwie reisen doch fast alle mal nach Thailand, oder? Da stellt sich auch immer wieder dieselbe Frage: Welche der vielen Inseln soll ich besuchen? Welches Stück Land mitten im Meer passt den am besten zu mir?

Ich bin soeben zurück vom wunderschönem Inselhüpfen durch die Andamanensee und bin sicher, unter den vielen verschiedenen Inseln findest auch du die passende für dich.

Die Andamanensee

Die Andamanensee ist ein Randmeer des östlichen Indischen Ozeans und die thailändische Küste allein ist um die 740 km lang. Die Andamanensee kennst du bestimmt von ganz vielen Postkartenbildern oder spätestens seit dem Film „The Beach“ mit Leo Di Caprio. Tatsächlich ist die Andamanensee so idyllisch wie sie aussieht. Meistens findest du ohne lange zu suchen kristallklares Wasser, weisse, leicht abfallende Strände, alle natürlich mit den obligatorischen Kokosnusspalmen.

Das Reisen von Insel zu Insel ist einfach, fast alle sind per Speedboot oder per Fähre erreichbar. Und sonst gibt es auch immer noch die Fischer mit ihren Longtailbooten, die sich als Wassertaxis anbieten.

K800_IMG_2720 (2)

Hauptreisezeit ist von November bis April. Ausserhalb dieser Monate kann es sein, dass die Inseln, je nach Wetter und Meeresverhältnisse, nicht per Boot angefahren werden können. Die Inseln in der Andamanensee heben sich kulturell etwas vom restlichen Thailand ab. Meist werden sie von Seenomaden bevölkert und der Glaube ist vorwiegend der Islam.

 

Welche Inseln gibt’s denn nun in der Andamanensee?

Koh Lipe

Koh Lipe ist Teil des Meeresnationalparks Tarutao und dessen einzige vollständige für Touristen erschlossene Insel. Sie liegt ganz im Süden von Thailand, in einer Stunde ist per Speedboot bereits die malaysische Insel Langkawi erreicht.

Noch vor gar nicht so langer Zeit war Koh Lipe ein Geheimtipp unter Backpackern und die, die Koh Lipe noch vor ein paar Jahren besucht haben, sind entsetzt über die Entwicklung der Insel. Tatsächlich gab es um die Jahrtausendwende nur sechs einfache Holzbungalows ohne Strom, heute gibts unzählige Resorts, 24 Stunden Strom, Wifi überall und die einst ansässigen Seenomaden und Fischer sind zu Shopbetreiber und Restaurantbesitzern mutiert.

Koh Lipe die Insel, die in ganz Thailand in den letzten 10 Jahren die rasanteste Entwicklung durchgemacht hat. Wie immer bringt die – vor allem schnelle – touristische Entwicklung nicht unbedingt Vorteile. Die Müllverschmutzung im Inselinnern ist nur eines von vielen Problemen. Trotz dem rasant wachsenden Tourismus und den Hotelanlagen, ist Koh Lipe immer noch ziemlich relaxed, Partytourismus in dem Sinne findet sich (zum Glück) nicht.

Kreditkarte auf Reisen? Ich empfehle die DKB.DKB-Cash - Das kostenlose Girokonto vom Testsieger

Nichts desto trotz ist Koh Lipe aber immer noch eine schöne Insel, 65km vom Festland entfernt und es ist kristallklares Wasser zu finden. Es gibt drei Strände in Lipe, der Pattaya Beach ist der Strand, wo die Fähren anlegen und sich der ganze Trubel abspielt. Der Strand selbst ist nicht unbedingt schön und es ist lärmig von all den Longtailbooten die allzeit neue Frachten mit Touristen ankarren.

Quer über die Insel ist man in 15 Minuten gelaufen, zuerst gehts zum Sunrise Beach, ganz klar der schönste Strand der Insel. Schneeweisser und sauberer Strand mit hellblauem Wasser, Bungalows in allen Preisklassen und Massage an jeder Ecke. Er ist aber nicht einmal überlaufen, es lässt sich nach wie vor gemütlich Sonnenbaden, Schnorcheln oder einfach nur Sein.

Koh Lipe in der Andamanensee

Koh Lipe in der Andamanensee

Der Sunset Beach ist einiges kleiner, hat aber auch schönes, klares Wasser und natürlich den allabendlichen Sonnenuntergang. Er ist am weitesten vom Rest der Insel entfernt, ca. 20 Minuten vom Pattaya Beach.

Sunset Beach auf Koh Lipe

Ausflüge: von Koh Lipe kannst du Schnorchelausflüge auf die umliegenden Inseln unternehmen, ebenso gibt es Tauchresorts. Natürlich kannst du auch Tagesausflüge auf Inseln des Meeresnationalparkes unternehmen, z. B. nach Koh Adang (keine Unterkünfte, nur zelten!).

Koh Lipe Tipp: Verpasse den Sonnenaufgang am Sunrise Beach nicht. Früh aufstehen lohnt sich!

Empfohlene Unterkunft: Das Varin Village bietet für 600 Baht Holzbungalows an. Es liegt direkt am Sunrise Beach.

Wer wird in Koh Lipe glücklich? Alle die „Exotik-Light“ suchen, fern von zu Hause, aber doch nicht auf die gewohnten Annehmlichkeiten verzichten wollen. Wenn du als Backpacker sowieso in der Nähe bist, ist Lipe als Zwischenstopp i.O. Extra anreisen musst du aber nicht.

 

Koh Bulon

Noch ein echter Geheimtipp und mit Abstand meine Lieblingsinsel in der Andamanensee. Die meisten Touristen reisen zwischen Koh Lipe und Koh Lanta und lassen die weiteren Perlen, wie Koh Bulon, links liegen.

Die Insel ist noch relativ unerschlossen, es gibt nur ein halbwegs geteerter Weg durch die Insel, keinen Strom und nicht an jeder Ecke Massage, Pancakes und Wifi. Dafür grosse Echsen, laute Grillen und Eichhörnchen, die Nachts auf dem Bungalowdach Party veranstalten.

 

Auf Koh Bulon gibt es einen sehr langen, flach abfallenden Sandstrand mit herrlich türkisblauem Wasser und Fischen, die bis zum Ufer hinschwimmen. Es ist der White Sand Beach, der Hauptstrand, der einem wirklich fühlen lässt, als wäre man mitten in einer Postkartenidylle gelandet. Quasi alleine in Fischschwärmen badend, habe ich mit einer kleinen Freudenträne meinen Beitrag zum Salzgehalt des Meeres beigetragen.

 

Ausflüge: vereinzelt werden Schnorchelausflüge angeboten. Die Insel kann umwandert werden, allerdings ist der „Weg“ eher beschwerlich und führt durch Wald und über Klippen und ist nicht ganz ungefährlich.

Koh Bulon Tipps: Auf Koh Bulon gibt es keinen Strom. Abends werden von 18-22 Uhr die Generatoren angeworfen, auch Wifi ist nicht vorhanden.

Empfohlene Unterkunft: Das Chao Leh Homestay ist zwar nicht ein wirkliches Homestay, aber ich war begeistert von den Bungalows für 500 Baht. Sauber, schön und vor allem sehr nette Betreiber. Einfach den kleinen Hügel neben dem Marina Resort hochlaufen und jemanden nach dem Weg fragen. Es wissen alle wo es ist. Vom Hauptstrand in ca. 10 Minuten zu erreichen.

Wer wird in Koh Bulon glücklich? Alle die vor 15 Jahren in Koh Lipe glücklich wurden. Ruhesuchende, Tierliebhaber und alle die das Einfache lieben.

 

Koh Muk

Koh Muk ist 4.5 Km lang und 3.5 Km breit und vor allem hügelig und bewaldet. Die Insel liegt nur wenige Kilometer vom Festland entfernt, am Abend sind die Lichter der Küste gut zu sehen.

 

Es gibt zwei schöne Sandstrände die sich zum Baden eignen, der Rest der Strände ist entweder nur mit Boot zu erreichen oder liegen direkt an den Fischerdörfern und sind daher sehr verschmutzt. Das Meer wird von Ebbe und Flut beherrscht, die sehr gut beobachtet werden können.

Ausflüge: Auch hier gehören Schnorchelausflüge zu den beliebtesten Aktivitäten. Es gibt sehr schöne Riffe die mit Schnorchel und Taucherbrille erkundet werden können. Am Besten ein paar Leute zusammentrommeln und sich zusammen ein Longtailboot mieten, welches einem zu den schönen Riffen in der Umgebung fährt.

Ein ganz besonderer Ausflug ist der in die Emerald Caves. Wenn man per Boot an die Westküste von Koh Muk gefahren wird und einem der Bootsfahrer sagt, man solle jetzt hier in die Höhle reinschwimmen, fragt man sich schon, wo denn da überhaupt eine Höhle sein soll. Diese ist nähmlich nur bei Ebbe zu „beschwimmen“, sonst ist der Wasserstand zu hoch und man kommt nicht rein.

 

Es geht etwa 100 Meter durch die Dunkelheit und schon ist wieder Licht am Ende des Tunnels sichtbar. Es ist eine spezielle Erfahrung dort reinzuschwimmen, lohnt sich aber allemal. Denn plötzlich steht man auch einem weissen Strand, umgeben von meterhohen Felsen, alles grün bewachsen und alles nur schwimmend zu erreichen. Die einstige Piratenhöhle ist heute Touristenattraktion, aber sehr schön, überhaupt nicht verschmutzt oder beschädigt, sondern in absoluter natürlicher Schönheit.

Koh Muk Tipp: Da Koh Muk doch ein paar Kilometer lang ist, mietest du am besten ein Fahrrad und erkundest so die Insel. Es gibt immer noch Restaurants und Geschäfte wo gar kein Englisch gesprochen wird und man sich mit Händen und Füssen verständigen muss. Sowas ist in Thailand mittlerweile kaum noch zu finden.

Empfohlene Unterkunft: Ich bin in Koh Muk im Garden Beach Resort hängen geblieben. Die Besitzerin fängt einem bei Ankunft schon am Strand ab und lässt einem per Motorradtaxi in ihre Unterkunft am anderen Ende der Insel fahren. Die günstigsten Holzbungalows kosten 400 Baht, es gibt auch teurere bis zu 800 Baht. Angehängt ist ein tolles Restaurant mit fairen Preisen, gratis Fahrradverleih und billige Touren. Alles vorbehaltslos zu empfehlen.

Wer wird in Koh Muk glücklich? Alle die eine ruhige Insel suchen, aber doch etwas mehr wollen als nur am Strand liegen. Outdoor-Liebhaber und Entdecker sind hier gut aufgehoben.

 

Koh Kradan

Diese Insel habe ich im Rahmen einer Schnorcheltour von Koh Muk aus besucht. Koh Kradan bietet super schöne, idyllische Sandstrände und türkisblaues Wasser und ist so richtig romantisch. Nicht umsonst wird die Insel auch „Island of Love” genannt, denn hier finden alljährlich am Valentinstag zahlreiche Unterwasserhochzeiten statt.

Koh Kradan in der thailändischen Andamanensee

Die Insel selbst ist aber nicht bewohnt. Es gibt kein Dorf, Supermarkt oder ähnliches, sondern nur Resorts. Es gibt aber auch hier preiswertere Unterkünfte für 500 Baht.

Koh Kradan Ausflüge und Tipp: Schnorcheln! Mehr gibts nicht zu tun. Die Unterwasserwelt ist aber sehr vielfältig und sehenswert. Ach ja, Heiraten gibts auch noch im Programm.

Wer wird in Koh Kradan glücklich? Alle Frischverliebten, Heiratswilligen und Turteltauben.

 

Koh Lanta

Koh Lanta ist eine Doppelinsel, die aus Lanta Yai im Süden und Lanta Noi im Norden besteht und mit 27 Km Länge zu den grössten Inseln in der Andamanensee gehört. Die Insel ist seit den 90er Jahren touristisch erschlossen und dementsprechend vielen bekannt. Viele junge Backpacker zieht es wegen den Strandpartys nach Lanta, daher kann es Abends an einzelnen Strandabschnitten eher lauter werden.

Sonnenuntergang auf Koh Lanta in Thailand

Lanta bietet viele schöne, aber auch nicht übermässig spezielle Strände. Der Long Beach, auch Ao Phra-Ae Beach, ist 7km lang. Daher verteilen sich die vielen Touristen und Koh Lanta erhält auch in der Hochsaison die Idylle, nicht völlig überlaufen zu sein.

Ausflüge: Da Koh Lanta eine grosse Insel ist, kann an jeder Ecke ein Moped gemietet werden, womit die Insel optimal und unabhängig erkundet werden kann. Ausserdem wird von Lanta aus das berühmte, aber überlaufene Koh Pi Pi täglich angesteuert.

Koh Lanta Tipp: Wer von hier aus über die vielen Inseln in die Andamanensee weiterreist, muss sich mit genügend Bargeld eindecken. Weiter südlich gibt keine Bargeldautomaten mehr.

Empfohlene Unterkunft: Das Coconut Home ist nur ein paar Schritte vom Long Beach entfernt und bietet tolle Bungalows ab 400 Baht.

Wer wird in Koh Lanta glücklich? Familienurlauber und alle, die aus dem europäischen Winter vom Internationalen Flughafen Krabi endlich auf das langersehnte Meer treffen.

Achtung:

Für alle Inseln (ausser Koh Lanta) gilt: es gibt keine Bargeldautomaten, nimm genügend Geld mit. Teilweise kann in grossen Resorts (z.B. im Varin Resort auf Koh Lipe) mit der Kreditarte Bargeld bezogen werden, welche aber bis zu 5% des Bezuges als Spesen verlangt! Alle Inseln sind per Boot von fast überall aus erreichbar.

 

Bestimmt findest auch du das passende Stück Land für dich. Lass mich wissen, welche Insel dir am besten gefallen hat.

Wo hast du dich besonders wohl gefühlt oder warst du auch schon auf einer der beschriebenen Inseln?

 

Hinweis:  Dieser Artikel nimmt an der Blogparade „Die schönsten Strände Südostasiens“ teil. http://faszination-suedostasien.de/reiseziele/4256-die-schoensten-straende-suedostasiens

Ps. Falls du noch mehr zur Andamanensee und zum Rest von Thailand wissen willst: Ich empfehle dir wärmstens das E-Book »Faszination Thailand. Nützliche Tipps für Backpacker und Individualtouristen«. Hier gibts alles Wissen in einem Buch gesammelt. Dies ist ein Affiliate Link. Wenn du darüber bestellst, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich entstehen dadurch keine Mehrkosten.

Das Neuste immer gleich im Postfach?
Schreib dich hier ein und du erhälst alle News per E-Mail.

Selbstverständlich werden deine Daten nicht weitergegeben oder anderweitig verwendet. Ehrenwort!

26 Kommentare

  • Ändu sagt:

    Liebe Sarah
    Danke für die wunderschönen Bilder und die neusten Infos.

    Wie recht du doch hast mit dem Hinweis betr. Koh Lipe und den Backpackern.
    Wir haben das auch erlebt, sei es mit der kleinen Insel Borocay (Phillipinen) od. Koh Samui (vor vielen, vielen Jahren). Die Liste ist unendlich verlängerbar.

    Man könnte jetzt ganz ketzerisch behaupten, die Backpacker bilden den Grundstein für den Massentourismus. Am Anfang steht der Abenteurer, der eine neue Insel, eine neue Region ‚entdeckt, diese bei der nächsten Gelegenheit als Geheimtipp weitergibt, bis am Schluss, einige Jahre später, klimatisierte Hotelbunker an dem anfangs so beschaulichen und ruhigen Ort stehen.
    Zugegeben, diese Behauptung ist sehr plakativ und über eine einfache Leiste geschlagen. Im Grundsatz stehe ich aber dazu. Natürlich profitieren auch die Menschen in den für den Traveler/Touristen entdeckten Gebieten, wie z.B. im Bereich Infrastruktur, Einnahmequellen etc. Doch auf der Rückseite der Medaille erscheinen auch die uns bestens bekannten Probleme wie Umweltverschmutzung (auf dem Land und im Wasser), Abfallentsorgung u.v.m.

    Soll man nun aus Rücksicht auf die Umwelt und die Menschen auf das Reisen verzichten? Ihnen unsere Zivilsationsprobleme vorenthalten?
    Ganz klar nein! Viel zu interessant sind die Begegnungen mit anderen Menschen, bereichernd die Erfahrung mit anderen Kulturen. Aber hier beginnt spätestens die (Mit)Verantwortung von uns. Mit Rücksicht und Nachhaltigkeit kann jeder seinen Teil dazu beitragen.

    Ich freue mich schon auf den nächsten Bericht und wünsche dir, liebe Sarah, auf diesem Weg schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins 2014!
    Ändu

    • Sarah sagt:

      Lieber Ändu

      Vielen Dank für deinen tollen Beitrag. Deine Aussage, dass Backpacker der Grundstein für den Massentourismus bilden, finde ich so gar nicht ketzerisch, sondern wohlüberlegt. Denn wie du den Weg vom Abenteurer zum Massenbunker aufgezeigt hast, entspricht nun mal der Wahrheit. Niemand will für diese Entwicklung verantwortlich sein, schon gar nicht der alternative Backpacker. Fakt ist aber, jeder der reist, egal wie, trägt seinen Beitrag zur Entwicklung bei, mit allen positiven und negativen Folgen.

      Die Frage ist nur: Wie gehen wir damit um? Was bedeutet ein verantwortungsvoller Tourismus? Welche Wege gibt es, die Um- und Mitwelt durch den Tourismus nicht zu verschmutzen, sondern soweit möglich unberührt zu belassen? Um diese Fragen drehen sich meine Gedanken in letzter Zeit öfters. Vorschläge sind hier sehr willkommen. Und bestimmt folgt demnächst ein etwas ausführlicher Beitrag zu diesem Thema.

      Ich wünsche dir auf diesem Weg eine entspannende Altjahrswoche.

      Herzliche Grüsse,
      Sarah

  • […] Der wunderschöne und einsame White-Sand Beach liegt auf Koh Bulon in der Thailändischen Andamanensee. Einen Bericht findest du auf der Seite Rapunzel will raus. […]

  • […] auf Insel-Hopping in Thailand? Dann begleitet Sarah von Rapunzel will raus auf ihrer Tour von Ko Lipe nach Ko Lanta. Zu jeder Insel, auf der sie angelegt hat, gibt es neben […]

  • Karina sagt:

    Liebe Sarah,

    Ich komme gerade aus Thailand, wo wir auch Inselhopping gemacht haben – aber unglaublicherweise war KEINE der von dir genannten Inseln dabei. Die stehen jetzt auf der Liste für die nächste Thailand-Rundreise – und die kommt ganz bestimmt.

    Ich fand übrigens Koh Phi Phi sehr schön – auch wenn’s recht touristisch war, konnte man von dort aus so einige schöne Ausflüge machen und zwar zu echt paradiesischen Traumstränden.

    Für Taucher das absolute Highlight ist ausserdem Koh Tao. Richtig süss die Insel – und wirklich schöne Tauch- und Schnorchelplätze.

    Liebe Grüsse,
    Karina

    • Sarah sagt:

      Thailand hat so viele Inseln, da kann es gut sein, dass du keine von denen besucht hast, auf denen ich war. Aber sie sind ja alle irgendwie schön. Koh Tao hat mir übrigens auch gut gefallen… 🙂

  • […] kurz vor der Grenze zu Myanmar. Weiter südlich sind Inseln wie Ko Ngai, Ko Kardan, Ko Muk oder Ko Bulon Lae zu nennen. Auch hier ist Vieles noch etwas […]

  • Edith sagt:

    Danke für den Tipp mit Ko Bulon!!! Das war ganz genau das, was ich gesucht habe, nachdem ich das überlaufene Ko Lipe besucht habe. Ruhe, kein Internet (!), Lizzards, ein paar Ziegen, aus. 😊
    Und jetzt schnell den Beitrag löschen, damit dieser traumhaften Insel nicht das gleiche Schicksal blüht. 😉

  • Steffen sagt:

    Hi Sarah,
    ich werde in Kürze(Dez.2014) auf Ko Bulon sein – Dank Deines super Tipp´s! – Danke dafür an dieser Stelle!
    Der Preis für das Chao Leh Homestay liegt übrigens jetzt schon bei einem Preis von >ab< 600,-Baht die Nacht…(erstes Nachfrageanzeichen, da ja erst ein Jahr vergangen???) Ich kann mich Ediths Beitrag nur anschliessen und auch eher eine Beitragslöschung empfehlen, damit der Insel das gleiche Schicksal wie Ko Lipe, Ko Samui, Ko Phan Gan und vielen vielen anderen – eigentlich allen mit schönen Stränden… – erspart bleibt.
    Es ist immer das gleiche Muster auch nach meiner Lebenserfahrung:
    Erst kommen die Aussteiger(also die "Entdecker"), dann die Backpacker(oft weil die Aussteiger Unterkünfte gebaut haben oder mit touristischer Erschliessung zum "Geld verdienen" begannen) und als drittes kommen dann die Hotels und verdrängen mehr oder weniger alle die vorher da waren u. alles was vorher da war. Inklusive oft der Natur. Es ist also immer das Muster Aussteiger/Backpacker/Hotels oder alternativ wie mir auf auf Ko Bulon eher der Fall scheint: Einheimische/Backpacker/Hotels.
    Die Hotels bzw. die ganze touristische Angebotslatte (Bananaboot bis Jetski etc) folgt immer einer erhöhten Nachfrage von Touristen für einen bestimmten Platz.
    Somit darst Du jetzt erkennen, dass z.B. Deine Info hier kurzfristig für einige Menschen (wie z.B. mich Ruhesuchenden, der intakte Natur u. einfache Unterkünfte liebt u. achtet) vorübergehend einen Vorteil, aber für die Insel u. insbesondere für die Natur samt Tierwelt längerfristig voraussichtlich erhebliche Nachteile und Veränderungen mit sich bringen wird. Sei Dir darüber für Deine zukünftigen Endeckungsbeschreibungen ob Internet oder Buch stets bewusst!
    LG
    Steffen

    • Sarah sagt:

      Diesen Beitrag werde ich nicht löschen, denn ich glaube nicht, dass ich dadurch für mögliche Hotelkomplexe auf Koh Bulon verantwortlich bin. Wer in der Andamanensee unterwegs ist, findet die Insel eigentlich schnell, da sie doch oft von Booten angefahren wird und die Anreise auch überall ausgeschrieben wird.
      Grundsätzlich ist jeder Tourist/Reisender/Backpacker oder wie man sich auch immer nennen mag, mitverantwortlich für die Entwicklung in einem Reiseland. Soweit wie eine einzelne Person eben verantworlich sein kann. Jeder trägt zur Umweltverschmutzung bei, auch „nur“ durch den Flug in das Land. Wo landet dein Müll, den du dort verbrauchst? Auch wenn du ihn brav in den Abfalleimer schmeisst, wahrscheinlich gelant der nie in eine Kehrichtverbrennungsanlage. Wie beeinflusst du die Bevölkerung dort? Solltest du das überhaupt? Und behälst du dein Reiseziel für dich oder erzählst du deinen Freunden davon? Diese und viele weitere Fragen stellen sich, wenn man über den Sinn und Unsinn des Reisens nachdenkt. Das ist eine lange Diskussion und hat viele Aspekte. Genau so wie es viele kritische Punkte gibt, finden sich auch viele positive. Aber darüber könnte ich eigentlich einen ganzen Artikel schreiben…

  • Steffen sagt:

    Aktuelle Erfahrung zu Koh Bulone (Dez./2014)

    Hallo Sarah,
    nein auf keinen Fall diesen Blog hier löschen, hilft er doch einigen sich ein eigenständiges Bild von den Inseln in Thailand und allgemein über die Problematik eines Umweltverträglichen Tourismus zu machen!
    Ich habe jetzt die Erfahrung gemacht, dass auch eine vor Ort gemachte Erfahrung nicht unbedingt übertragbar ist, will heissen: Letztlich muss doch jeder seine eigenen Erfahrungen vor Ort machen, um herauszufinden, ob es für einen passt oder angenehm ist usw.
    Meine eigene aktuelle (Dez. /2014) Erfahrung zu Koh Bulone ist so z.B. eine das diese Insel definitiv nicht zu meinen Favoriten in der Andamanensee gehört.
    Ja auf der einen Seite ist die Natur auf Koh Bulone wie auch von mir wahrgenommen relativ intakt. Soweit ich das einschätzen konnte, ist auch der Dschungel noch grossflächig auf der Insel vorhanden. Auch die Echsen sind mit öfters über den Weg gelaufen und am Strand des Bulone Resort kann man in unmittelbarer Strandnähe über Korallen schnorcheln u. eine Vielzahl von Fische beobachten(das ist definitiv Klasse!). Mit zwei massiv vertretenen Tier- bzw. genauer Insektenarten konnte ich mich jedoch nicht arrangieren, weshalb ich auch nach schon 5 Tagen genervt die Insel verlies! Eine intakte Natur – so durfte ich entdecken – hat nämlich durchaus auch ihre 2 Seiten der Betrachtung u. Erfahrung! So ist es gut zu wissen, dass es auf der Insel mehrere Moskitoarten gibt und jetzt kommt´s:
    Diese sind 24 Stunden also rund um die Uhr aktiv!!! Ich z.B. musste meine Haut nach jedem Duschen nach jedem Schwimmen am Strand schützend mit Moskito-Repellend behandeln und das kann mit der Zeit ganz schön nerven! Darüber hinaus sind auf der Insel vorgekommene Deguefieberfälle bei Touristen bekannt, die aber von den Hoteliers so nicht kommuniziert werden(durchaus nachvollziehbar!) Von den Moskitos hat man eigentlich nur am Strand seine Ruhe und auch nur dann, wenn dort ausreichend Wind weht!
    Das zweite quer über die Insel unglaublich nervende Insekt war ein unsicht- dafür ein umso stärker hör- bares! Auf der Insel gibt es eine Zirkadenart bzw. Insektenart, die tagtäglich und über mehrere Stunden hinweg einen nahezu Ohrenbetäubenden Lärm in einem sehr unangenehm hohem u lauten Ton macht. Und zwar verteilt stundenlang Tagsüber aber auch Nachts. Der Ton ist vergleichbar mit dem Bohren eines Metallbleches mittels einer Bohrmaschine, betrieben mit hoher Drehzahl und unter Nutzung eines >stumpfen< Bohrers!

    Als dritten Nachteil nahm ich auf der Insel wahr, dass diese sehr schnell d.h. ca. in 20min von der einen Seite zur anderen durchquert ist und schnell (wie bei mir) eine gewisse Langeweile auftreten kann. Auch weist die Insel nur einen einzigen Strand auf, wo es in dem Sinne Spass macht ins Wasser zu gehen – es ist der Pansand Strand bzw. der neben dem Bulone Resort. Alle anderen sind stark felsig und nur bei Flut nutzbar!
    Und auch gut zu wissen ist: Chao Leh Homestay ist beständig mit seinen Bungalowpreisen nach oben gehend(Preise richten sich auch nach Dauer des Aufenthaltes), aber man kann ganz gut zu den Dschungel-Huts ausweichen, wo der Preis aktuell bei 300,-Baht / Nacht liegt.

    Soweit meine vielleicht etwas relativierenden Erfahrungen zur Insel
    Koh Bulone.

    LG
    Steffen

    • Sarah sagt:

      Hi Steffen
      Ich bin immer froh über aktuelle Erfahrungen. In einem hast du ganz bestimmt recht: Jede Erfahrung ist einzigartig und was für mich gut/schlecht ist, muss für jemand anderes nicht dasselbe bedeuten.
      Das auf Koh Bulon Dengue Fieber vorkommt, habe ich bisher nicht gewustt und mal nachgeschlagen. Tatsächlich. Weisst du vielleicht auch, wann der letzte Fall aufgetreten ist?

      Was die Tiere anbelangt: Je intakter die Natur, desto mehr Tiere gibt es auch. Das sind dann eben nicht nur süsse Fische, sondern auch Ameisen, Käfer, Schlangen und Spinnen. Oder eben Mücken. Mir sind die von dir beschriebenen vielen Mücken wahrscheinlich nicht besonders aufgefallen, weil ich extrem anfällig auf die Biester bin. Ich muss mich eigentlich überall Tag und Nacht mit Moskitospray einschmieren. 🙁 Da ich mir das gewohnt bin, war es für mich fast normal.

      Was die Zikaden anbelangt: Die sind auf Koh Bulon wahnsinnig laut, das stimmt. Ich finde das Geräusch zwar weit enfernt vom „Bohren eines Metallbleches mittels einer Bohrmaschine, betrieben mit hoher Drehzahl und unter Nutzung eines stumpfen Bohrers“. Aber wie schon gesagt, jeder nimmt alles anders wahr. Es muss auch nicht allen dasselbe gefallen.

      Um Koh Bulon zu besuchen, muss man auf jeden Fall Natur und Tiere (auch die kleinen…) gern haben und suchen und sich ebenso mit sich selbst beschäftigen können. Denn wie du sagst, die Insel ist klein und „moderne“ Zerstreuungen gibt es (glücklicherweise?) keine.

      Vielen Dank, dass du hier deine Erfahrungen geteilt hast!

  • Sina sagt:

    Hi Sarah,

    danke für die Tipps. Ich bin in 3 Wochen für 3 Wochen in Thailand unterwegs und hauptsächlich in Krabi. Ich möchte auch gern über die kleinen Inseln hüpfen und frage mich, von wo aus das am besten geht, da die Unterkünfte auf den Inseln doch recht teuer sind und man von Krabi oder Koh Lanta aus meines Erachtens keine Tagestouren buchen kann. Bist du via Trang gereist oder wie hast du das gemacht?

    LG Sina

    • Sarah sagt:

      Hi Sina, ich bin in Malaysia gestartet, also von der malaysischen Insel Langkawi nach Koh Lipe eingereist. Von dort dann immer nordwärts. Von Krabi oder Koh Lanta solltest du eigentlich ohne Probleme per Boot weiterreisen können. Ich bin auch per Boot auf Koh Lanta angekommen. Ob du Tagestouren machen kannst (rentiert sich das wirklich?), weiss ich nicht. In Thailand ist aber ja alles verhandelbar… Auf allen Inseln findest du auch günstige Unterkünfte, dass sollte gut möglich sein. Ich wünsche dir viel Vergnügen in der Andamanensee!

  • Biki sagt:

    Vielen Dank für die aufschlussreiche Liste dieser Inselchen. Stecke mitten in der Planung für mein sabbatical …
    Bin im Dezember 2015 rund um Krabi und würde mich über Bekanntschaften/Mitreisende freuen 🙂

    Ich dachte bisher, Dengue ist sehr weit verbreitet. Ist es denn eher die Ausnahme und Bulon eher mehr betroffen?

    Und: Welches Mückenmittel könnt ihr empfehlen? Ein eigenes Netz werde ich wohl mitnehmen.

    Grüsse,
    Biki

    • Sarah sagt:

      Dengue Fieber ist in ganz Südostasien verbreitet – mittlerweile sogar an ersten Orten in Europa (Madeira, Kroatien). Von Zeit zu Zeit gibt es Hochrisikogebiete, die aber immer wieder ändern. Gemäss den Meldungen die ich im Internet ausfindig machen konnte, gab es auf Koh Bulon vor ein paar Jahren einen Fall von Dengue Fieber.
      Dadurch solltest du dich aber nicht verrückt machen lassen, denn wie gesagt – mit Dengue Fieber kannst du dich theoretisch überall anstecken, nicht speziell nur in Koh Bulon.
      Vor Mückenstichen kannst du dich schützen in dem du lange Hosen und Hemden trägst, wenn nötig, diese auch imprägnierst. Am besten verwendest du ein Deet-haltiges Mückenschutzmittel. Halte dich von stehenden Gewässern fern, das sind Brutsätten für Steckmücken (gilt auch für gefüllte Eimer etc.). Wenn du ganz sicher gehen willst, schlafe nur unter einem Moskitonetzt und mit Klimaanlage.
      Ich bin da bei all diesen Massnahmen nicht ganz so streng. Ich trage zwar immer Mückenschutzmittel auf und tragen, vor allem Abends, lange Kleider. Aber das muss dann jeder für sich selber entscheiden, wie wichtig ihm das ist. Aber nur keine Panik!

      • Biki sagt:

        Danke!

        Und ist es besser, Mückenspray mit zu bringen oder vor Ort kaufen?

        • Sarah sagt:

          In der Regel nützt es mehr Mückenspray vor Ort zu kaufen. Ich würde aber trotzdem etwas mitbringen, nur eine kleine Dose, dass du gleich von Beginn weg dabei hast und nicht als allererstes deswegen in der Stadt rumrennen musst.

  • Hallo Sarah,

    toller Artikel und ja, diese Inseln sind fantastisch – auch in ihrer Unterschiedlichkeit. Vonn Lanta aus kan man das ja sogar fortführen: Koh Jum, Phi-Phi, Sibuya, Koh Yao, … ganz oben an der burmesichen Grenze dann Koh Phayam und das kleine Koh Chang (dazu Infos auf meinem Blog: http://stefaninthailand.de/thailand/koh-chang).

    Zu den Moskito-Sprays: Es gibt hier in Thailand brauchbare Mittel. ein natürliches Produkt von Zuhause wäre Zitronellaöl verdünnt. Was garantiert wirkt, aber relativ giftig ist, wäre „NoBite“ (gibt’s in Outdoor-Läden).

    Und noch eine aktuelle Info: Auf Koh Lipe gibt’s mittlerweile einen ATM (Geldautomaten).

    Viele Grüsse aus Mae Sai, der nördlichsten Stadt Thailands
    Stefan

    • Barbara sagt:

      Hallo!
      Ich muss dem Nobite-Tipp heftigst widersprechen. Asiatische Mossis setzen sich in die noch nasse Nobite-Pfütze auf der Haut und stechen ungeniert zu.
      In jedem seven eleven gibts das weisse Fläschchen mit rosa thailändischer Schrift drauf und einem fliegenden Moskito. Riecht gut, pflegt sogar, und wirkt vor allem;-)
      Danke für die ATM-Auskunft in Lipe. Muss man also nicht mehr Geldpunkern;-)
      War dort vor 14 Jahren zum ersten mal, da war alles noch so ruhig, selbst das Flair war noch nicht eingetroffen;-) Bin dann vor 9 Jahren mit meiner kleinen Tochter wieder hin, da wars perfekt. Gleich für 6 Wochen hängen geblieben. Seither sehe ich fast jährlich zu, wie alles zuwächst, jedes Jahr noch schockierter. Irgendwann muss man seine Einstellung ändern, und sich hier in Europa umschauen. Da liegt die Abholzung einfach weit zurück. Aber den Unterschied weiss keiner. Gönnen wir den Thais den Fortschritt. Das meiste ist immer noch in deren Hand, nicht zu reden von den Jobs, die sich bieten.
      Grüsse nach Thailand!

  • Lennart sagt:

    Hey Sarah,
    Sehr schöner Artikel, der schon wieder mein Fernweh weckt.
    Ich war letztes Jahr in Thailand unterwegs und finde es gut, dass du Koh Phi-Phi nicht erwähnt hast. Vielleicht habe ich da die falschen Orte besucht aber fand den Grossteil der Insel schrecklich. Der Mittelstreifen der Insel ist ja nur vollgebaut, dreckig und auf feierwütige Backpacker ausgelegt. Und dann liest man noch, dass die Insel nach dem Tsunami 2004 sich zum Vorbild für nachhaltigen Tourismus entwickeln wollte. Da hat definitiv das Geld gewonnen. Hätte ich deinen Artikel mal vorher gelesen… nächstes Mal. 🙂

    Schöne Grüsse
    Lennart

  • […] Lage für den Start eines Südostasientrips. Egal ob es von dort aus Richtung Süden in die Andamanensee und auf die malaysische Halbinsel geht, ins benachbarte Kambodscha oder per Flugzeug weiter nach […]

  • Markus sagt:

    Hallo Sarah,
    ein sehr schöner Artikel über Thailand und die Andamanensee, der sofort wieder mein Fernweh in diese Region weckte. 😉

    Koh Lanta hat mir persönlich sehr gut gefallen. Vor allem das Elefantenreiten haben wir immer noch sehr gut in Erinnerung. Ich bin aber ein Fan von ganz Thailand und möchte am liebsten diesen Winter wieder dort hin…

    Früher war ich oft als Backpacker in ganz SO-Asien unterwegs. Nun bin ich fast ausschließlich mehr auf unserem eigenen Segelboot unterwegs. Aber wir planen in ein paar Jahren auf große Fahrt damit zu gehen – dann kommen wir voraussichtlich in 10 Jahren hier auch wieder mal vorbei 🙂

  • […] kann grossartige Strände vorweisen. Fast überall findest du wahre Perlen, egal ob du durch die Andamanensee tourst, ans Ende der Welt in Borneo reist oder versteckte Schätze in Kambodscha findest, tolle […]

Leave a Comment

Or