10 faszinierende Orte in Neuseeland

***Gastbeitrag von Fräulein K.***

Neuseeland, eines der vielbeschworenen Länder, wo alle völlig begeistert zurückkommen. Ganz soweit „rüber“ habe ich es leider noch nie geschafft. Deshalb freue ich mich ganz besonders über den Gastbeitrag von Fräulein K., welche uns das Land mit seinen Highlights schmackhaft macht. Nach diesem Artikel ist das nächste Reiseziel schon fast gesetzt….

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Aotearoa, das Land der langen weißen Wolke. So haben die Maori Neuseeland genannt, als sie dieses Land im Pazifischen Ozean entdeckten. Durch seine landschaftliche Vielfältigkeit wird Neuseeland auch gerne als das „schönste Ende der Welt“ bezeichnet. Und das zu Recht.

Neuseeland hat so viele unglaublich schöne Facetten und beeindruckende Landschaften, so dass es schwer fällt zu sagen, was mir am Besten gefallen hat. Daher gibt es hier jeweils 5 Orte für die Nord- und die Südinsel, die mich am meisten fasziniert haben und die ich jedem, der vor hat nach Neuseeland zu fliegen, wirklich ans Herz legen kann.

 

5 Orte die auf der Nordinsel faszinieren

Cape Reinga

Ganz im Norden Neuseelands befindet sich das Cape Reinga mit seinem wunderschönen Leuchtturm. Dieser Ort ist für die Maori etwas besonderes, denn hier treten laut einer Sage die Seelen der Toten ihre Reise ins Jenseits an. Und tatsächlich hatte der Ort für mich auch etwas magisches. Es ist das Gefühl, am Ende der Welt angekommen zu sein, denn vor einem breitet sich hier nur noch das Meer aus, soweit das Auge reicht. Tatsächlich kannst du hier sogar sehen, wo die Tasmanische See und der Pazifische Ozean aufeinandertreffen.

Auf dem Hin- oder auf dem Rückweg kann ich außerdem noch einen Abstecher zum 90-Miles-Beach empfehlen (bitte aber an die Gezeiten denken!). Hier kannst du mit deinem Fahrzeug den Strand entlang fahren und vielleicht hast du sogar Glück und siehst Delphine im Meer oder die Wildpferde am Strand.

Der Leuchtturm von Cape Reinga.

Der Leuchtturm von Cape Reinga.

Tane Mahuta

Die Kauri-Bäume sind wahre Giganten unter den Bäumen und der Größte noch lebende von ihnen ist der Tane Mahuta, der Herr des Waldes, wie ihn die Maori nennen. Mit einer Höhe von ca. 51 Metern und einem Umfang von ca. 14 Metern ist er ein wahrer Riese. Über schön angelegte Waldpfade kommst du sehr nahe an diesen beeindruckenden Baum heran, zumal er nicht der einzige Kauri-Baum im Waipoua Forest ist, er ist nur mit schätzungsweise 1500 Jahren der Älteste und Größte unter ihnen.

Sehr empfehlen kann ich auch das Kauri Museum in der Nähe von Dargaville. Hier bekommst du eindrucksvoll die Geschichte der Kauri-Bäume gezeigt. Besonders beeindruckt hat mich die Wand, an der die Umrisse von Kauri-Bäumen angezeichnet worden sind, denn es gab früher einmal noch deutlich größere Bäume als den Tane Mahuta, diese wurden aber leider gefällt.

Der Tane Mahuta, der Herr des Waldes.

Der Tane Mahuta, der Herr des Waldes.

Hot Water Beach

Mal was Lustiges für zwischendurch? Dann fahre doch zum „Hot Water Beach“! Dabei handelt es sich um einen Strandabschnitt ca. 12 km von der Kleinstadt Whitianga entfernt auf der Coromandel Peninsula. Das Besondere an diesem Strandabschnitt ist, dass du dir hier deine eigene Badewanne am Strand graben kannst.

Bewaffnet mit einem Spaten marschierst du also am Strand entlang, bis du den eng begrenzen Abschnitt findest (keine Sorge, wenn die Füße warm werden weisst du, dass du richtig bist), buddelst dir ein Loch in den Sand und das Wasser, mit welchem sich das Loch füllt ist warm bzw. sogar heiß (Vorsicht! Das Wasser kann bis zu 60 Grad heiß werden!).

Möglich wird diese außergewöhnliche Attraktion durch eine heiße Gesteinssicht, die sich nur knapp 2 Km unter der Oberfläche befindet, diese heizt den Strand so auf. Möglich ist die Nutzung des Strands als Badewanne allerdings nur während der Ebbe, daher solltest du dich vorher erkundigen, wenn du dort hin möchtest.

In die Badewanne am Hot Water Beach?

In die Badewanne am Hot Water Beach.

Pohutu-Geysir

Gerade mal 5 Minuten Fahrt von Rotorua entfernt befindet sich Te Puia. Auf dem Te Puia Areal werden Kulturgüter der Maori ausgestellt und du kannst dich über die Maori informieren. Aber es handelt sich außerdem um ein Thermalgebiet und beheimatet den Pohutu-Geysir und seinen „kleinen Bruder“, den Prince of Wales Feathers Geysir.

Ich hatte noch nie das Glück einen Geysir zu sehen und war dementsprechend fasziniert von diesem Schauspiel. Der Pohutu-Geysir ist (angeblich) mit bis zu 30 Metern der größte Geysir der südlichen Hemisphäre und mit ein bis zwei Ausbrüchen pro Stunde (ganz ohne Zusatzmittel) auch noch sehr zuverlässig. Aber es ist wie bei jedem Naturschauspiel, es gibt keine Garantie. Manchmal musst du auch etwas länger warten, dann ist die Wasserfontäne aber dafür umso größer.

Spektakel am Pohutu-Geysir in Neuseeland.

Spektakel am Pohutu-Geysir in Neuseeland.

Waitomo Caves

Die Waitomo Caves zu besichtigen ist in mehreren Varianten möglich. Es gibt z.B. die Action-Variante, in der du dich in die Höhlen abseilst und mit dem durch die Höhlen fließenden, kalten Fluss schwimmst oder die ruhige Variante, in der du durch die Tropfsteinhöhlen geführt wirst und schließlich mit einem kleinen Boot auf den unterirdischen Fluss fährst. Egal für was du dich entscheidest, es wird auf jeden Fall ein unvergessliches Erlebnis werden.

Berühmt sind sie Waitomo Caves schließlich für ihre Glühwürmchen. Diesen Moment, wenn du in der Dunkelheit nach oben siehst und über dir, wie bei einem richtigen Sternenhimmel, unzählige kleine blaue Lichter aufleuchten, wirst du sicherlich für immer in Erinnerung behalten.

Tipp: Wem die Waitomo Caves zu touristisch sind, oder für diejenigen, die nur auf der Südinsel unterwegs sind: In Te Anau gibt es ebenfalls Glühwürmchenhöhlen, die man besichtigen kann.

Der Eingang zu den Waitomo Caves.

Der Eingang zu den Waitomo Caves.

 

5 Orte die auf der Südinsel faszinieren

Der Abel Tasman Nationalpark

Gelber, weicher Sand und türkisblaues Wasser. So empfängt einen der Abel Tasman Nationalpark. Für mich war es eine der schönsten Gegenden in ganz Neuseeland die ich besuchen durfte. Wanderfreunde können hier auf eine mehrtägige Wandertour auf einem der „Great Walks“ aufbrechen, dem Abel Tasman Coast Track.

Für diejenigen, die nicht ganz so viel Zeit haben, oder nicht wandern wollen, gibt es die Möglichkeit sich mit einem Wassertaxi an einer der wunderschönen Buchten absetzen zu lassen und nur ein Stück des Weges zu laufen. Und ganz ehrlich, das sollte sich wirklich niemand entgehen lassen. Der Weg führt durch die üppigen neuseeländischen Wälder mit all ihren vielfältigen Pflanzenwelt. Und dann lichtet sich das Wald ganz unverhofft und gibt den Blick auf das Meer und traumhafte Buchten frei. Es sind Momente, die einem den Atem nehmen und glücklich machen.

Unterwegs im Abel Tasman NP.

Unterwegs im Abel Tasman NP.

Die Pancake Rocks

In der Nähe es Ortes Punakaiki an der Westküste der Südinsel gibt es einen Küstenabschnitt mit sehr interessanten Felsen. Die sogenannten Pancake Rocks. Ihren Namen haben sie aufgrund der flachen Felsschichten, die aussehen wie übereinandergestapelte Pancakes. Hier gibt es einen kleinen Rundweg, auf dem du die Felsen bestaunen kann.

Durch Regen, Wind und Luft haben sich Löcher in den Felsen gebildet und bei Hochwasser wird das Meerwasser in diese Höhle gepresst und schießt in sogenannten „Blowholes“ nach oben, wirklich beeindruckend.

Die Pancake Rocks sind eigentlich nur ein kurzer Stopp und lassen sich daher ganz super auf einer Tagesetappe mit einbauen, da du hier nicht all zu viel Zeit einplanen musst bevor es weiter geht.

Die Pancake Rocks auf der Südinsel Neuseelands.

Die Pancake Rocks auf der Südinsel Neuseelands.

Franz-Josef-Gletscher oder Fox Gletscher

Die beiden Gletscher Franz-Josef und Fox liegen nahe bei einander an der Westküste Neuseelands. Wer in der Gegend ist, der sollte es sich auf keinen Fall nehmen lassen so nahe wie möglich zumindest an einen der Gletscher heranzukommen, denn diese Eismassen sind etwas, dass man wirklich gesehen haben muss.

Eine Möglichkeit ist es auf einem Wanderweg durch das Gletschertal zu laufen. Dieser führt einen über den Schmelzwasserfluss und die durch den Gletscher zermalmten Felsen bis zum Ende der Gletscherzunge. Hier merkt man welche Kräfte in so einem Gletscher wirken.

Eine weitere Möglichkeit ist es, sich einer Tour anzuschließen und entweder über den Gletscher zu fliegen oder sogar auf dem Gletscher angesetzt zu werden. Näher an den Gletscher geht es ja dann auch nicht mehr. Es ist ein fantastisches Erlebnis, das einem sicher in Erinnerung bleibt. Ich zumindest habe es nicht bereut, auch wenn es sicherlich nicht das günstigste Erlebnis ist.

Nach dem Besuch auf dem Gletscher kann ich außerdem einen Besuch in den „Hot Pools“ im Tal empfehlen. In drei unterschiedlich warmen bis heißen Pools kannst du hier wunderbar entspannen.

Der Franz-Josef-Gletscher in Neuseeland.

Der Franz-Josef-Gletscher in Neuseeland.

Milford Sound

Eigentlich kommt man an ihm gar nicht vorbei, wenn man in Neuseeland ist. Der Milford Sound im Fiordland National Park. Schon allein der Weg über die Milford Road bis du den Fjord erreicht hast ist es Wert. Die unglaublich schöne Landschaft die sich einem hier eröffnet kannst du einfach nur bestaunen. Unter Garantie begegnest du hier auch den Bergpapageien Neuseelands, den Keas.

Wer eine gute Kondition hat und vom Wandern begeistert ist, dem bietet der Fiordland National Park einige Mehrtages-Wanderwege und atemberaubende Landschaften. Für alle anderen gibt es die Alternative mit einem PKW oder Bus bis an den Fjord zu fahren und dort auf einer Schiffsrundfahrt den Fjord und seine beeindruckenden Wasserfälle zu erkunden. Zwischen den hoch aufragenden Felswänden und Wasserfällen mit einer höhe von 60 Metern kommt man sich doch sehr klein vor.

Die Natur hat hier etwas ganz unglaublich schönes geschaffen und auch wenn es ein sehr touristisches Ziel ist (es ist nunmal eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten in Neuseeland), ich würde diesen Ort auf meiner Reise durch Neuseeland immer wieder besuchen wollen.

Milford Sound, einer der Hotspots in Neuseeland.

Milford Sound, einer der Hotspots in Neuseeland.

Kaikoura

Kaikoura im Nordosten der Südinsel ist der Hotspot für Walbeobachtungen in Neuseeland. Wer hier mit dem Boot aufs Meer fährt hat eine unglaublich hohe Chance Pottwale zu sehen (fast 90%). Diese halten sich hier nämlich sehr nahe am Land auf, da der Meeresboden direkt an der Küste steil abfällt und sie so sehr gute Lebensbedingungen haben. Neben Pottwalen siehst du hier aber auch sehr häufig Orcas und Delphine. Manchmal siehst du die Delphine sogar vom Land aus, wenn sie ihre Sprünge vollführen. Wenn du also an der Küste entlang fährst, solltest du unbedingt die Augen offen halten.

Neben der Walbeobachtung bietet Kaikoura aber auch landschaftlich etwas. Es gibt einen wunderschönen Wanderweg, den Kaikoura Peninsula Walkway, der einen an der Küste entlang zu den Robben führt. So kommst du den Tieren unglaublich nahe, aber vergiss niemals einen respektvollen Abstand zu halten. Der Wanderweg ist eigentlich für jeden geeignet und ist wohl mehr als ein verlängerter Spaziergang zu sehen. Die Landschaft ist allerdings, wie eigentlich überall in Neuseeland, auch hier wunderschön.

Walbeobachtungen in Kaikoura.

Walbeobachtungen in Kaikoura.

Neuseeland bietet natürlich noch so viel mehr, doch diese Orte haben mich auf meiner Reise wohl am meisten verzaubert. Wer die Natur liebt, der wird auch Neuseeland lieben. Es gibt einen Satz den ich einmal irgendwo gelesen habe und der mir immer wieder ins Gedächtnis kommt, wenn ich an Neuseeland denke:

„Nachdem Gott die Welt erschaffen hatte stellte er fest, dass in der Weite des Pazifiks noch etwas fehlte. Er nahm von jedem Erdteil das Schönste und Beste und erschuf sein Meisterwerk. Zwei große Inseln von zauberhafter Schönheit – NEUSEELAND“.

Dieser Satz beschreibt Neuseeland eigentlich so treffend, dass ich dem nichts mehr hinzufügen kann.

 

Über die Autorin:

Kerstin ist das Gesicht hinter Fräulein K unterwegs. Sie liebt das Reisen und anderen davon zu erzählen, woraus schlussendlich ihr Blog entstanden ist. Als Alleinreisende entdeckt sie die Welt Stück für Stück. Als Kurzzeitreisende braucht sie dafür vielleicht etwas länger als andere, meint sie. Aber das ist egal. Denn in ihren Worten meint sie dazu:“Schliesslich ist Reisen kein Wettrennen, sondern das Schönste was wir tun können. Und das sollten wir in vollen Zügen genießen.“ Recht hat sie. Keines von Kerstins Abenteuern verpasst du, wenn du ihr auf Facebook folgst.

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9 Kommentare

  • Chris sagt:

    Cape Reinga ist auch einer meiner Favoriten. Überraschenderweise besuchen viele Besucher nur die Südinsel und ersparen sich den Nordpart. Ein Fehler.

    • Kerstin sagt:

      Ja, davon hab ich auch gehört. Ist mir auch unbegreiflich, wie man die Nordinsel auslassen kann. Die beiden Inseln sind so unterschiedlich und es gibt so viel zu sehen. Das ist ja das tolle daran 🙂

      LG Kerstin

  • Step sagt:

    Diese 10 Punkte kann ich fast alle unterschreiben, mit Ausnahme der Pancake Rocks, aus dem simplen Grund, dass ich diese nicht gesehen hab…..

  • André sagt:

    Hach, da bekomm ich grad Fernweh. War 4 Monate in Neuseeland und kann es uneingeschränkt empfehlen. Cape Foulwind sollte man sich auch nicht entgehen lassen. Caveing in den Waitoma Caves ist auch sehr zu empfehlen. Auf der Nordinsel den Tongariro Corssing unbedingt begehen, genial…. Eigentlich gibts nichts schlechtes 🙂

  • Alicia sagt:

    Was ich noch sehr schön fand, war auf der Südinseln Dunedin. Die Stadt fand ich für neseeländische Verhältnisse schön. Aber das Highlight war der Sonnenuntergang am Sandfly Beach, wo wir Seehunde gesehen haben. Theoretisch kann man dort oder in der Nähe auch noch Pinguine machen, die haben wir jedoch an einem anderen Strand gesehen. Zu sehen, wie alle nacheinander aus dem Wasser gekommen und zu ihren Behausungen gegangen sind, war ziemlich cool.

    Jetzt will ich am liebsten gleich wieder zuruück ^^

  • Neuseeland könnte nach deinem Bericht wirklich meine Heimat werden. Wir haben zwar schon sehr viele Länder gesehen aber leider war Neuseeland bist dato nur für ein Monat möglich. Durch deinen Bericht habe ich wieder Hunger bekommen.

    Herzliche Grüße

    Heiko

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