Backpacking in Lateinamerika: Alles was du wissen musst

Lateinamerika gehört zweifelsohne zu meinen liebsten Reisedestinationen. Ich habe die Gegend schon oft bereist und die meisten Länder besucht. Fast jedes Mal bin ich mit dem Rucksack unterwegs gewesen, oft auch längere Zeit an einem Stück. Mit diesem Artikel möchte ich dir aufzeigen, was du beim Backpacking in Lateinamerika alles wissen musst. So gelingt dein Trip ganz bestimmt!

Zu Lateinamerika zähle ich hier alle Länder Mittel- und Südamerikas. Angefangen bei Mexiko in Mittelamerika, bis runter nach Argentinien und Chile in Südamerika. Obwohl Mexiko politisch gesehen zu Nordamerika gehört, zähle ich es hier zu den klassischen lateinamerikanischen Backpackerländern. Über Nordamerika werde ich separat einen Artikel verfassen, ebenso ausgenommen ist hier die Karibik. Da sind die Voraussetzungen zum Backpacken doch auch nochmals anders.

Obwohl die Länder Mittel- und Südamerikas doch sehr unterschiedlich sind, lassen sie sich ähnlich bereisen. Klar kann ich Nicaragua nicht mit Brasilien oder Bolivien vergleichen, alle diese Länder sind so anders! Aber das was du für deinen Backpacking Trip wissen musst, lässt sich doch auf die meisten lateinamerikanischen Länder übertragen.

Ach ja, einige Fotos in diesem Artikel sind von meiner ersten Backpackingreise in Südamerika  2004. Damals habe ich noch analog fotografiert. Die Bilder habe ich jetzt gescannt, daher verzeihe die Qualitätseinbusse. Spannend sind sie dennoch. 😉

Mitten im Marktgeschehen in Bolivien.

Mitten im Marktgeschehen in Bolivien.

 

Vorbereitung fürs Backpacking in Lateinamerika

Länderauswahl

Ganz grob musst du dich wahrscheinlich zuerst entscheiden, ob du nach Mittel- oder Südamerika reisen willst. 

In Mittelamerika ergibt sich eine mögliche Route fast von selbst. Entweder reist du rauf (von Panama Richtung Mexiko) oder runter (von Mexiko Richtung Panama). Um alle Länder in Mittelamerika zu besuchen, rate ich dir zu mindestens drei, vier Monaten. Mehr ist natürlich immer besser. Allein in Mexiko lässt sich problemlos ein halbes Jahr verbringen, so gross ist das Land. Kombiniert werden oftmals Mexiko, Belize und Guatemala oder Panama, Costa Rica und Nicaragua. Costa Rica und Mexiko sind beides perfekte Einstiegsländer für alle, die das erste Mal in dieser Gegend unterwegs sind. Honduras, El Salvador und Guatemala sind eher für erfahrene Reisende geeignet.

Achtung: Von Mittel- nach Südamerika gibt es keinen Landweg. Die Grenze von Panama nach Kolumbien führt durch das gefürchtete Darien Gap und ist gesperrt. Mal ganz abgesehen davon, dass du dort nicht durch willst, da es Rebellengebiet ist. Alternativ zum Flug ist ein Segeltrip von Panama nach Kolumbien eine beliebte Reiseroute.

In Südamerika sind die Routen natürlich x-beliebig und kaum Grenzen gesetzt. Die beste Infrastruktur bietet Chile, Argentinien und Uruguay, ebenso Brasilien. In den Andenstaaten Bolivien, Ecuador und Peru ist das Backpacking eine grössere Herausforderung, vor allem da der Transport oftmals unzureichend ist.

Zu den am wenigsten bereisten Ländern gehören Surinam, (Franz.) Guyana und die Route durch den Chaco von Paraguay nach Bolivien (welche sich aber lohnt!). Auf Grund der aktuellen Sicherheitslage, ist Venezuela nicht gerade ein Topreiseziel.

 

Einreisebestimmungen

Reisen ist in Lateinamerika für Schweizer, Österreicher und Deutsche einfach. In den allermeisten Ländern ist ein 3-monatiger Aufenthalt erlaubt und bei Einreise gibt es einen Stempel in den Pass. Kläre die Einreisebestimmungen aber dennoch vor deinem Aufenthalt bei der zuständigen Vertretung in deinem Heimatland ab.

Etwas Spezielles gibt zu Mittelamerika zu wissen: Nicaragua, Guatemala, Honduras und El Salvador haben sich zu einem Staatenbund zusammengeschlossen, der sich C4 nennt. Reist du in eines dieser Länder ein, gelten die 90 Tage Reisedauer für alle diese Länder zusammen. Theoretisch wird dein Pass nur im Eintrittsland abgestempelt und auch wenn du durch andere Länder der Mitgliedsstaaten reist, wird er nicht mehr gestempelt, erst wieder bei der Ausreise. In der Praxis sieht es aber oft etwas anders aus und niemand kann dir zum vornherein mit Sicherheit sagen wie es läuft. Das kommt meist ganz auf den Zöllner drauf an.

Am Meer in Chile.

Am Meer in Chile.

 

Sicherheit

Reist du nach Lateinamerika, wirst du mit einer ganzen Menge Warnungen und Halbwissen überschüttet werden. Fakt ist: Lateinamerika ist in den grössten Teilen nicht mehr oder weniger gefährlich zum Reisen, als der Rest der Welt. Dennoch solltest du einige Dinge beachten.

Nebst den allgemeingültigen Sicherheitshinweisen zu Diebstahl und Soloreisen, ist folgendes in Lateinamerika besonders wichtig:

  • Gehe Nachts nicht alleine weg. Das ist in Lateinamerika wirklich wichtig und ich rate dir dringend, das zu beachten. Schliesse dich einer Gruppe an, das gilt ganz besonders wenn du erst spät zurückkommst. Und das gilt nicht nur für Frauen.
  • Lerne die Landessprache, so dass du wenigsten in den gängigsten Situationen zurechtkommst.
  • Vermeide Demonstrationen oder Menschenansammlungen aller Art. Diese können schnell gewalttätig werden und das Risiko für Diebstahl erhöht sich extrem.
  • Finde an einem Ort den du nicht kennst heraus, welches die Viertel sind, die du umgehen solltest. Das bringst du in deinem Hostel oder bei Einheimischen in Erfahrung. Und dann halte dich daran und mache einen grossen Bogen darum.

Wenn du dich daran hälst und mit offenen Augen und Ohren reist, wird Lateinamerika für dich ein tolles und sicheres Erlebnis.

 

Als Frau alleine unterwegs

Du kannst Lateinamerika ganz gut alleine als Frau bereisen. Ich habe das in weiten Teilen davon gemacht und hatte nie, wirklich nie ein Problem. Ich werde aber oft darauf angesprochen, da irgendwie viele Angst vor Lateinamerika haben.

Tatsächlich ist es so, dass du durch die Machokultur den Frauenbonus hast. D.h. es wird dir geholfen, Platz gemacht und du wirst zuvorkommend behandelt. Dennoch muss gesagt werden, dass du alleine als Frau auch einige offensichtliche Angebote bekommen wirst. Auch das gehört zur Kultur. Aber wenn du es einfach ignorierst oder verneinst, hast du normalerweise auch keine Probleme. Auf der Strasse wird dir oft nachgeschaut werden und du löst vielleicht sogar ein Hupkonzert aus. Nimm das aber einfach easy und geniesse es.

Sicherheitsmassnahmen musst du einfach die Üblichen ergreifen. Lies hier, was ich damit meine. Der wichtigste Tipp ist meiner Meinung nach, dass du Nachts nicht alleine unterwegs bist und wenn doch aus irgendeinem Grund, du nur mit lizenziertem Taxi reist, Männergruppen meidest und nicht zuviel trinkst.

 

Wetter

Verallgemeinert kann natürlich niemand eine Wetterprognose machen. Schliesslich gibt es in Lateinamerika wahrscheinlich alle Klimazonen und von bitterkalten Nächten, über tropisch heisse Strände bis zu ausgedörrten Wüsten, ist alles zu finden.

Ganz allgemein kann gesagt werden, dass es in Zentralamerika in unseren Wintermonaten am angenehmsten ist. Von November bis März ist Trockenzeit, wobei sich auch hier die karibische Ostküste teils deutlich von der pazifischen Westküste unterscheidet.

Durch die riesige Ausdehnung Südamerikas gibt es wahrscheinlich alle Klimazonen. Von grosser Schwüle bis zu ausgedörrter Steppe und arktischer Kälte gibt es alles zu finden. Der Norden mit Kolumbien, Venezuela und den „kleinen Staaten“, ist tropisch heiss und die Nähe zum Äquator sorgt für viel Niederschlag.

In den Anden wird es empfindlich kühl, bis sogar sehr kalt während den Wintermonaten. Die Jahreszeiten sind denen Europas entgegengesetzt. Wenn wir uns in Europa also im Winter die Zehen abfrieren, geniesst halb Südamerika die Sommerferien.

Der äusserste Süden Chiles und Argentiniens ist nur von November bis März etwas gemildert.

In Lateinamerika gibts alle Klimazonen. Gerne auch mal Schnee, wie hier in Argentinien.

In Lateinamerika gibts alle Klimazonen. Gerne auch mal Schnee, wie hier in Argentinien.

 

Reisekosten

Die Kosten unterscheiden sich von Land zu Land stark. Es gibt Regionen in denen zu super billig Reisen und Leben kannst und andere, die ein wirklich hohes Preisniveau haben. Selbstverständlich kannst du auch in den teureren Reiseländern billig leben und umgekehrt. Hier eine sehr grobe Einteilung, nur als kleiner Anhaltspunkt. Für eine Backpackerreise würde ich durchschnittlich mit 30 Euro pro Tag rechnen.

  • Billig: Honduras, El Salvador, Nicaragua, Guatemala, Bolivien, Peru, Ecuador, Paraguay
  • Etwas teuerer, aber immer noch billig: Panama, Mexiko (kommt drauf an wo), Kolumbien, Venezuela, Uruguay
  • Teuer: Belize, Costa Rica, Chile, Brasilien, Argentinien

 

Geld

Bargeld beziehst du am besten mit Kreditkarte, wovon ich immer zwei bei mir habe (getrennt aufbewahrt). Das ist eigentlich recht einfach zu bekommen, Geldautomaten gibt es an jeder Ecke. Mittlerweile kann man vielerorts mit Kreditkarte bezahlen, aber selbstverständlich ist es bei weitem noch nicht. Also immer genügend (aber nicht zuviel) Bargeld dabei haben.

 

Flüge

Nach Lateinamerika fliegst du nicht so einfach sehr günstig. Du musst ein bisschen die Preise im Auge behalten und wissen, wo die Hubs der Fluggesellschaften sind.

Nach Mittelamerika kommst du am besten via USA. Ein Zwischenstopp lässt sich da nicht vermeiden, ist aber auch billiger. ESTA Formular nicht vergessen. Wer nicht über die USA nach Mittelamerika fliegen will, kann beispielsweise mit Condor via der Dominikanischen Republik fliegen. Die günstigsten Verbindungen gibts in der Regel nach Mexiko (Cancun oder Mexiko City).

In Südamerika fliegst du Brasilien günstig an. Rio de Janeiro oder São Paulo sind hier die Destinationen. Ausserdem lohnt sich auch ein Blick nach Santiago de Chile, Buenos Aires oder im Norden nach Bogotá (via Spanien).

Innerhalb Lateinamerikas ist das Fliegen meistens nicht sehr billig. Mittelamerika noch eher, aber in Südamerika sind die Preise für Interkontinentale Flüge noch relativ hoch. Flüge suchst du am besten via Skyscanner oder Momondo.

Kleine Pick-Ups funktionieren oft als Sammeltaxi.

Kleine Pick-Ups funktionieren oft als Sammeltaxi.

 

Rück- und Weiterreisenachweis

Die Frage aller Fragen… Die stellt sich auch in Lateinamerika. Wenn du bereits Hin- und Rückflug buchst, dann ist diese hinfällig. Du hast, was du bei der Einreise (oder vor allem bei Check-In bei der Fluggesellschaft) vorweisen musst.

Reist du aber länger und willst du dir den Rück- oder Weiterflug offen lassen, hast du beim Check-In höchstwahrscheinlich ein Problem, das sich folgendermassen gestaltet: Damit die Immigration sicher ist, dass du das Land auch wieder verlässt, musst du ein Rück- oder Weiterreiseticket nachweisen. Manchmal wird das kontrolliert, manchmal auch nicht. Meistens ist es sogar die Fluggesellschaft mit der du reist, die das wissen will. Falls diese das nämlich nicht kontrolliert und der Zöllner im Zielland dich nicht einreisen lässt, muss die Fluggesellschaft dich wieder nach Hause bringen.

Für dieses Problem gibt es folgende Lösungen:

  • Ein Hin- und Rückflugticket kaufen und den Rückflug verfallen lassen. Ist oft nicht so schlimm, weil Hin- und Rückflug billiger sein kann, als nur ein Hinflug.
  • Ein Hin- und Rückflugticket kaufen und dir den Rückflug zurückerstatten lassen oder nach hinten verschieben. Dazu musst du die Bestimmungen der Airline genau checken.
  • Einen Weiterflug in ein anderes Land mit einer Billigairline kaufen und diesen verfallen lassen. Das ist aber in Lateinamerika eher schwierig, da Billigairlines nicht sehr verbreitet sind.

Beispiel dafür, wie das so gehen kann: Als ich mit Spirit Airlines von den USA nach Guatemala geflogen bin, hatte ich vorab bereits ein Busticket von Guatemala nach Mexiko gebucht. Bestätigung ausgedruckt, Busticket und Zahlungsbeleg auch. Leider wurde das am Schalter von Spirit nicht akzeptiert. Diese wollen explizit ein Flugticket sehen. Also musste ich spontan am Schalter ein Rückreiseticket von Guatemala nach Florida kaufen, welches ich mir am Schalter in Guatemala dann aber gleich zurückerstatten lassen konnte. Eigentlich lief das ganze sehr unkompliziert und einfach. Dennoch: Meine Erfahrung ist, dass es immer besser ist ein Flugticket vorzeigen zu können.

 

Impfungen

Sind all deine Standardimpfungen noch aktuell? Wenn ja ist das super, sonst nachimpfen lassen. Was sind denn eigentlich Standardimpfungen? Ich habe das für dich alles zusammengefasst und noch eine ganze Menge mehr zu Reisemedizin und Kulturbeutel.

Was du in Südamerika beachten musst ist, ob du eine Gelbfieberimpfung benötigst. Bei der Einreise vorgeschrieben ist die zur Zeit nur in Französisch Guyana. Oder: Wenn du von einem Endemiegebiet einreist, was in Südamerika von Peru nach Brasilien, Brasilien bei Einreise aus Peru oder Venezuela oder Einreise von einem anderen Endemiegebiet.

Weitere Informationen zu Reisemedizin und Impfungen findest du bei Safetravel.

Abendstimmung in Costa Rica.

Abendstimmung in Costa Rica.

 

Medizinische Versorgung

In den Grossstädten ist die medizinische Versorgung jederzeit gewährleistet. Je weiter weg du dich davon entfernst, desto geringer die Wahrscheinlichkeit auf schnelle medizinische Versorgung. Aber das ist ja eigentlich überall so auf der Welt.

 

Internationaler Führerschein

In den meisten Ländern Lateinamerikas ist zusätzlich zu deinem Nationalen Führerschein ein Internationaler nötig. Dieser erhälst du beim zuständigen Amt, in der Schweiz ist dies das Strassenverkehrsamt deines Wohnkantons.

 

Kleider

Welche Kleider du einpackst, kommt natürlich darauf an, wann du wo hinreist und was du vorhast. Da dies so unterschiedlich ist, kann ich hier keine allgemeingültigen Ratschläge geben. Ob am Strand, in den Anden oder in der Arktis – du brauchst immer ganz unterschiedliche Kleidung. Gut zu wissen ist, dass die Latinos sich eher förmlich und konservativ kleiden.

Auf dem Machu Picchu in Peru.

Auf dem Machu Picchu in Peru.

 

Religion

In wahrscheinlich allen Ländern Lateinamerikas ist der Katholizismus Staatsreligion. Viele Menschen sind sehr gläubig, respektiere das.

Es gibt aber auch einige Naturreligionen, z.B. in den Anden oder im Amazonas. Viele Stämme praktizieren immer noch ihre uralten Riten, obwohl viele davon vom Aussterben bedroht sind.

 

Sprachen

In Lateinamerika wird Spanisch, Portugiesisch, Englisch (Belize) und Französisch gesprochen (nebst den lokalen Dialekten und Sprachen der indígenas). In Teilen Paraguays ist auch Deutsch weitverbreitet. Im Grossteil ist aber Spanisch angesagt und ich rate dir dringend, wenigsten die Grundbegriffe zu kennen und zu lernen, um dich in alltäglichen Situationen zu verständigen. 

Klar, du kannst dich auch ohne Spanisch irgendwie durchschlagen, aber Spass macht es so keinen. Du wirst ohne Spanischkenntnisse kaum mit Einheimischen in Kontakt kommen. Diese sprechen wirklich kaum Englisch. Allerhöchstens in den Grossstädten und auch dort nur selten und eher in Mittelamerika als in Südamerika. Besuche vor deiner Reise einen Anfängerkurs oder die erste(n) Reisewoche(n) einen Sprachkurs vor Ort. Es lohnt sich und du wirst sehr viel mehr von deiner Reise haben. Dasselbe gilt für einen Besuch in Brasilien, dort natürlich mit Portugiesisch.

Sprachschulen sind in ganz Lateinamerika sehr einfach zu finden. Es gibt sie überall und sie sind in der Regel von hoher Qualität. Hier ein paar Sprachschulen, die ich oder andere Reiseblogger besucht haben und womit wir sehr zufrieden waren:

Sprachschule in Bocas del Toro in Panama.

Sprachschule in Bocas del Toro in Panama.

 

Reiseführer

Für jedes Land in Lateinamerika gibt es eine Vielzahl an interessanten Reiseführern. Mir gefallen ganz besonders die von Reise Know-How.

Wenn du mehrere Länder bereist, empfehle ich dir die informativen Sammelwerke. Für Mittelamerika ist das beispielsweise der Lonely Planet Reiseführer Zentralamerika für wenig Geld. Die selbe Ausgabe gibt es auch für Südamerika: Südamerika für wenig Geld. Ich kann auch das South American Handbook sehr empfehlen, damit habe ich gute Erfahrungen gemacht.

 

Literatur

Oh, die Literatur. Lateinamerika ist eine Goldgrube, was grossartige Literatur angeht. Viele der ganz grossen Schriftsteller und Nobelpreisträger kommen aus Mittel- oder Südamerika. Dieser Kontinent bringt Geschichten hervor, die man anderswo vergebens sucht.

Auf meiner Inspirationsseite gibts eine ganze Menge Literatur- und Filmtipps zu Reisen rund um die Welt. Speziell zu Lateinamerika habe ich hier einige Literaturtipps zusammengestellt. Damit tauchst du so richtig in diesen wunderbaren Kontinent ein und bereitest dich optimal auf deine Reise vor.

 

Während dem Backpacking in Lateinamerika

Unterkunft

In Lateinamerika findest du überall eine Unterkunft. Was in Südostasien der Banana Pancake Trail, ist in Lateinamerika der Gringo Trail. Der Gringo Trail ist die Hauptreiseroute von Mexiko in den Süden, der ausgetretene Pfad der Partybackpacker. Gerade auf diesem Highway gibts keine Übernachtungsprobleme.

Aber auch wenn du weniger touristische Regionen besuchst, wirst du immer was finden. Und zur Not erklären sich eigentlich immer Einheimische bereit, ihre Unterkunft zu teilen.

Je nach Ort und Saison kann es sich lohnen, zu reservieren. An populären Destinationen zu Feiertagen oder der Hauptreisezeit (Karwoche!), musst du reservieren. Ich mache das meistens via Hostelworld. Ansonsten findest du auch spontan immer ein schönes Plätzchen.

 

Öffentlicher Verkehr

In Lateinamerika wird per Bus gereist. Busse verbinden den ganzen Kontinent und sind das Hauptverkehrsmittel. Es gibt einige wenige (aber oft spektakuläre) Bahnstrecken, diese lassen sich jedoch fast an einer Hand abzählen.

Busse gibt es in allen Preisklassen. Besonders in Mexiko, Chile, Argentinien und Brasilien, gibt es auch richtige Luxusbusse mit Liegesesseln und allem möglichem. In den Andenstaaten oder in weiten Teilen Mittelamerikas sind die Busse aber mehr schlecht als recht und werden weit über den letzten Platz vollgestopft. Es reist alles mit. Tiere, eine Unmenge an Gepäck und alles was du bisher angenommen hast, dass man es nicht mit einem öffentlichen Bus transportieren kann. Das ganze wird in der Regel von gewalttätigen B-Movies aus dem Norden untermalt.

Speziell in Zentralamerika verkehren oft die Chicken Buses, alte nordamerikanische Schulbusse, die ausgemustert wurden und nun in Nicaragua und co. als öffentliche Verkehrsmittel dienen.

Natürlich kann auch ein Auto gemietet werden, ich habe das auch schon gemacht. Du brauchst aber starke Nerven (vor allem in der Stadt) und solltest ein sicherer Fahrer sein. In der Regel empfehle ich aber die Reise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, da es billiger, sicherer und bequemer ist.

Trampen ist auch in Lateinamerika möglich, allerdings nicht unbedingt üblich. Ich habe es in Bolivien und Paraguay probiert und wurde problemlos von Lastern mitgenommen. Gerade in den Andenstaaten wird man vielerorts mitgenommen, aber es ist auch üblich, sich finanziell erkenntlich zu zeigen. Z. B. in Bolivien funktionieren Laster auch als eine Art Massentaxi.

Damals, beim Trampen in Paraguay

Damals, beim Trampen in Paraguay

SIM Karte

Grundsätzlich ist es ganz einfach eine SIM Karte im jeweiligen Land zu kaufen. Einfach zum entsprechenden Shop gehen, eine Karte mit Guthaben kaufen und gleich vor Ort installieren lassen. Die sind meistens auch recht billig. Und ansonsten gibt es vielerorts, spätestens in deinem Hostel, Free Wifi.

 

Fotografieren

Das Fotografieren in Südamerika ist kein Problem. Die meisten Menschen mögen es und posieren gerne. Es kann auch gut sein, dass du im Gegenzug auch für ein Bild gefragt wirst. Das passiert zwar nicht so oft wie z.B. in Asien, kommt aber schon auch mal vor.

Dennoch gilt wie überall auch hier: Vergiss nicht zu fragen, bevor du jemanden ablichtest. Du magst es ja auch nicht, wenn dir jemand einfach so die Linse ins Auge drückt. Besonders sensibel solltest du bei indigenen Leuten sein. Dort ist es auch mal nicht so gerne gesehen, wenn du fotografierst. Sobald du also in einer Gegend mit vielen indígenas bist (z.B. Bolivien), sein besonders sensibel.

 

Essen

Ich liebe Lateinamerika über alle Massen, muss aber zugeben, dass es für Foodies nicht als erste Anlaufstelle dient. In den meisten Fällen gibt es Reis, Bohnen und Hühnchen. Und das von morgens bis abends. Das Essen in Lateinamerika ist eher langweilig und oft sogar sehr fade.

Dennoch gibt es natürlich immer wieder tolle Überraschungen und Gerichte, die richtig toll sind. Man muss sie nur zu finden wissen. Einzelne Länder stechen aber aus der Masse heraus und bieten etwas vielfältigere Kulinarik. Dazu gehören beispielsweise Peru und Brasilien. Gerade letzteres hat eine wunderbare Küche und Köstlichkeiten, von denen ich noch heute träume.

Das mexikanische Essen gehört definitiv zu den besseren in Lateinamerika.

Das mexikanische Essen gehört definitiv auch zu den besseren in Lateinamerika.

 

Benimmregeln

Was die Benimmregeln angeht, ist uns Lateinamerika recht ähnlich. Klar, vieles ist anders, aber im Grossen und Ganzen ist uns Lateinamerika näher als beispielsweise Asien, wo die Kultur grundsätzlich anders ist. Was es aber dennoch zu beachten gibt:

  • Vergiss europäische Pünktlichkeit. Bis zu einer Stunde Verspätung ist normal und einzuhalten. Kein Mensch ist pünktlich. Wirklich niemand.
  • Kleide dich angemessen, vor allem, wenn du eingeladen wirst. Latinos kleiden sich eher konservativ. Als Backpacker reist du zwar eher nicht mit Hemd und hochhackigen Schuhen, das wird dir verziehen. Schau aber besonders bei Einladungen auf ein möglichst ansprechendes Erscheinungsbild.
  • Auch wenn wir Europäer die Latinos als freizügig einstufen, ist das eigentlich nicht so. Oben ohne am Strand ist Tabu. Auch wenn die Bikinis äusserst knapp sind, sie gehören dazu und ohne geht nicht. Badesachen vorher anziehen und nicht erst am Strand.
  • Achte beim Besuch von Kirchen darauf, dass Schultern und Knie bedeckt sind.
  • Niemand kommt direkt zur Sprache, es wird gerne um den heissen Brei herumgeredet. Deutsche Direktheit verwirrt die Latinos und sie wissen nicht so recht, wie damit umzugehen.

 

Tierwelt

In Lateinamerika ist die Diversität der Tierwelt unglaublich und du kriegst wirklich vieles zu sehen. Was Tiere im Wasser angebelangt, sind deinen Wünschen wohl keine Grenzen gesetzt. Aber auch an Land gibt es allerhand zu bestaunen und viele davon freilebend. Gerade Zentralamerika ist ein wahres Tierparadies und immer wieder läuft einem eine Riesenechse über den Weg oder ein Affe schwingt sich von Baum zu Baum. Ganz besonders sehenswert sind die Galapagosinseln vor Ecuador. Ein wahres Paradies.

Lamas und Alpacas gibt es in Südamerika an jeder Ecke zu treffen...

Lamas und Alpacas gibt es in Südamerika an jeder Ecke zu treffen…

 

Grossstädte

Lateinamerika kann nicht unbedingt mit tollen Grossstädten trumpfen. Viele sind dreckige und gefährliche Moloche, die du besser umgehst. Dennoch gibt es auch hier einige tolle Orte, beispielsweise Buenos Aires, La Paz, Salvador da Bahia oder die Superstadt schlechthin: Rio de Janeiro. Und die solltest du nicht verpassen! Es gibt aber auch einige Kleinstädte die es sich zu besuchen lohnt wie Antigua, Rosario oder Arequipa.

 

Strände

In Lateinamerika findest du massenhaft Traumstrände. In Mittelamerika ist dies das kleinste Problem, da die meisten Länder gleich Zugang zum Karibischen Meer, sowie zum Pazifik haben. Die Küsten sind traumhaft schön und vielerorts ganz unentdeckt. Überlaufen ist es wahrscheinlich nirgendwo, du kannst dich überall wie ein kleiner Entdecker fühlen. Um die Schönheit der Karibik kennenzulernen, lege ich dir Caye Caulker in Belize oder die Yucatan Halbinsel in Mexiko ans Herz. Aber du findest überall wunderschöne Flecken Erde!

Die Pazifikseite ist perfekt zum Surfen und nebst der Nicoya Halbinsel in Costa Rica, gibt es kilometerlange, total einsame Strände – einfach herrlich!

Aber auch Südamerika bietet einiges! Hier findest du die Karibik im Norden, bei Kolumbien und Venezuela. Ganz besonders schön sind die Strände in Brasilien. Und wie! Auch hier gibt es alle Arten und Möglichkeiten von Stränden (Mein Geheimtipp? Canavieiras in Brasilien….).

Strand in Itubera in Brasilien

Strand in Itubera in Brasilien

 

Wassersport

Kein Problem in Lateinamerika. Die Pazifikseite von Mittelamerika ist ganz besonders toll zum Surfen. Da gibt es einige Hotspots, beispielsweise Pavones in Costa Rica, El Tunco in El Salvador oder die Playa Maderas bei San Juan del Sur in Nicaragua.

In Mittelamerika lohnt sich das Tauchen ganz besonders auf der Karibikseite, so zum Beispiel im Blue Hole in Belize, wo schon nur das Schnorcheln der Hammer war. DER Hotspot zum Tauchen sind jedoch die Inseln Útila und Roatán, wo es auch ganz besonders günstig ist.

Oder willst du eher Kiten lernen? Dann bist du in Jericoacoara in Brasilien besonders gut aufgehoben. Aber auch die Isla Margarita vor Venezuela oder Matanzas in Chile werden dir gefallen.

Natürlich kannst du fast überall alles machen und den Möglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt. Bodyboarding, SUP oder Schnorcheln sei hier genannt – es gibt so viele schöne Spots in Lateinamerika!

 

Drogen / Alkohol

Alkohol ist in Lateinamerika weit verbreitet und akzeptiert. Er wird in grossen Mengen getrunken. Alle Länder haben ihre Spezialitäten. Was wäre Mexiko ohne Tequila? Oder Nicaragua ohne Flor de Caña? In Brasilien trinkst du aber besser Rum und in Peru und Chile musst du unbedingt einen Pisco Sour ausprobieren.

Drogen gibt es wie überall auf der Welt auch in Lateinamerika. Besonders populär ist – wie könnte es anders sein – Kokain. Auch Cannabis ist weit verbreitet, gilt aber immer noch als Hippiedroge. Achtung: In Lateinamerika ist der Besitz von Drogen strafbar und ich rate dir dringend, die Finger davon zu lassen.

Eine spezielle Stellung nimmt Bolivien ein. Bolivien ist das einzige Land, wo Cocablätter legal sind. Ganz viel später und nach viel Verarbeitung, wird daraus Kokain hergestellt. Da die Cocapflanze an sich aber nichts spezielles oder gefährliches ist, ist diese in Bolivien legal. Die Blätter können überall erworben werden und ganz oft siehst du Leute, die ein ganzes Bündel an Cocablättern kauen. Diese helfen übrigens auch gegen Höhenkrankheit. Wenn du aus Bolivien ausreist stelle sicher, dass du keine Cocablätter mehr bei dir hast.

 

Partys

Die Lateinamerikaner sind ein Partyvolk! Hier findest du quasi zu jeder Tages- und Nachtzeit irgendwo eine Fete und wenn du bei jemandem eingeladen bist, wird meist sogar extra für dich ein Fest veranstaltet.

Auf dem Gringotrail in Zentralamerika läufst du meistens von einer Party in die nächste. Ich habe jedenfalls selten mal so viel und wild gefeiert wie in Mittelamerika!

Eine ganz besondere Party ist natürlich der Karneval. Wenn du während des Karnevals in Lateinamerika bist – o la la! Jedes Jahr im Januar/Februar geht es heiss zu und her. Es ist schön, den Karneval im Sambódromo oder in einer Grossstadt zu erleben. Ein ganz besonderes Erlebnis wird es aber, wenn du den brasilianischen Karneval in einer Kleinstadt feierst, dich unters Volk mischst und plötzlich die ganze Stadt kennst. Ich sags ja nur so… 😉 Oder solls mal was anderes sein? Dann zieh doch den Karneval in Oruro in Bolivien in Betracht. Oder den Inka-Karneval in Mexiko?

Inka-Karneval in der Nähe von San Cristobal de las Casas in Mexiko.

Inka-Karneval in der Nähe von San Cristobal de las Casas in Mexiko.

 

Souvenirs

Es gibt jede Menge Souvenirs zu ergattern. In Mexiko gibt es besonders schöne und farbenfrohe Handwerkskunst. In Südamerika sind es die gewebten Stoffe, ein Panamahut oder mein liebstes Mitbringsel: Eine Hängematte. Oder doch lieber eine Matetasse aus Argentinien?

 

Willst du noch mehr Informationen über Lateinamerika? Dann schau mal bei diesen Blogs vorbei:

  • Puriy, Lateinamerikaspazialisten geben immer wieder super Tipps zur schönsten Gegend der Welt.
  • Anja von Travelontoast reist regelmässig nach Lateinamerika und bringt viele Tipps mit.
  • Alles zu Peru findst du bei Nora und Info-Peru.
  • Und auch bei Travelicia gibts eine ganze Menge an Infos zu Lateinamerika.

Aber auch in meinem Amerika Special auf dem Blog gibt es jede Menge Reiseberichte zu Mittel- und Südamerika. Schau vorbei für detailliertere Informationen und Erlebnisse zu den einzelnen Ländern.

So, mit diesen Tipps und Tricks bist du bestens für deine Lateinamerikareise gewappnet.

Was willst du noch wissen? Rein mit deinen Fragen in die Kommentarfunktion!

24 Kommentare

  • Wunderbar zusammengefasst! Die Sache mit den Stempeln in den C4-Ländern war mir neu. Schön, dass ich die noch alle separat bekommen habe 😉
    LG, Madlen

    • Sarah sagt:

      Danke! Das mit den Stempeln habe ich mehreren Orten so gelesen. Aber ich glaube, in der Praxis wird das kaum so gehandhabt. Das ist immer so individuell und zöllnerabhängig… Jedenfalls meiner Erfahrung nach.

      • Herbert sagt:

        Irgend ein Einheimischer erzählte mir das mit den 90 Tagen für 4 Länder. Aber nur an der Grenze von Nicarágua bekam ich keinen Einreisestempel. Übrigens ist aktuell Venezuela vielleicht das billigste Land der Welt. Man kann mit 7 bis 8 Euro pro Tag rumkommen. Inlandsflüge kosten 7 Euro. Busfahrten unter 1 Cent pro km, die Ubahn in Caracas unter 1 Cent pro Fahrt. Natürlich Schwarzmarkt.

  • WOW, das ist mal wirklich ein ausführlicher Bericht über alles, was es zu beachten gibt. Danke dafür und auch danke, dass du meine Frage auf facebook beantwortet hast

    LG Mel

  • Steffi sagt:

    Wow. Ein Mega-Artikel. An alles gedacht! Danke für die Erwähnung.
    Liebe Grüsse
    Steffi

  • René sagt:

    Hi Sarah,

    sehr toller Artikel, der RICHTIG LUST auf das Reisen in diese Region macht. Ich denke, ich werde das ein oder andere gerne auf Grund Deines Artikels dort unternehmen.

    Danke und Gruss René

  • Tom Stämpfli sagt:

    Liebe Sarah!
    Vielen Dank einmal mehr für Deinen umfangreichen Post. Das ist schon fast ein Freebie zum Aufbau Deiner Mailinglist 🙂

    Alles Liebe, Tom

  • Wow, das ist wirklich ein super Artikel! Einen so kompakten und hilfreichen Guide über so viele Länder zu schreiben ist schon eine Leistung!

    Ich weiss nicht wann du das letzte Mal in Peru warst, aber die Infrastruktur dort ist im Gegensatz zu Bolivien und Ecuador inzwischen hochentwickelt. Als ich dort 2012 war konnte man schon auf allen wichtigen Strecken mit den Luxus-Reisebussen (mit breiten Liegesessels, Stewardess und warmen Essen) fahren, und auch sonst war alles wirklich total easy weil’s auf dem Gringo Trail schon richtig touristisch geworden ist.

    Günstige Flüge nach Mittelamerika gibt es auch bei Iberia und AirEuropa – ein Umstieg in Madrid ist immer noch besser als in den USA, finde ich 😉 nach Cancún kann man bei Ferienfliegern (Condor, Germanwings, AirBerlin) richtig günstige Angebote finden, Last Minute schon ab 300 Euro return

    LG Steffi

    PS. Könntest Du so einen Guide auch für Südostasien schreiben? Das wäre mega, weil dort kenn ich mich überhaupt nicht aus und weiss gar nicht wo ich anfangen soll ^_^

    • Sarah sagt:

      Das mit Peru stimmt allerdings. Die Reise-Infrastruktur ist dort voll und ganz vorhanden und man kann auch mit Luxusbussen Reisen. Kann man ja eigentlich fast in jedem Land in Lateinamerika, wenn man das nötige Kleingeld mitbringt. Aber sobald man in Peru ein bisschen von der Hauptreiseroute abweicht (was man unbedingt sollte), sieht das mit dem Transport auch schon wieder anders aus…

      Den Guide gibts auch schon für Südostasien. Du findest in hier: http://rapunzel-will-raus.ch/backpacking-in-suedostasien-alles-du-wissen-musst/

      Viel Spass bei der Planung! 🙂

  • […] Rapunzel wollte raus, diesmal nach Lateinamerika. Alles wissenswerte für die Reiseplanung und für unterwegs hat Sarah in ihrem super informativen Artikel zusammengefasst: Backpacking in Lateinamerika: Alles was du wissen musst […]

  • Patrick sagt:

    Wow – endlich finde ich mal ein paar Minuten um deinen Lateinamerika „Howto“ durchzulesen. Mit umfangreichen Infos hatte ich ja schon gerechnet, aber ich fürchte meine paar Minuten reichen da wohl überhaupt nicht zu aus.
    Ganz grosser Respekt und nen dickes Danke für die ganzen Infos (auch Berücksichtigungen der Fragen)!
    Das könnte ja schon glatt als eBook durchgehen 🙂

    Wobei mir da grade noch eine Frage zu einfällt:
    Du schreibst, dass die Menschen dort auch gern Posieren und fotografiert werden wollen. Kommen die danach dann und halten die Hände auf? Ist leider, leider häufig in Afrika so 🙁

    Werde ich mir wohl noch mal alles genauer in ein paar Wochen durchlesen.

    • Sarah sagt:

      Lieber Patrick – den kleinen Guide habe ich gerne erstellt. Schön, wenn er dir gefällt und weiterhilft. Die Latinos mögen Fotos in der Regel sehr gerne und Posieren mit Freude. Hier gibt es aber durchaus eine Unterscheidung. Die Indígenas, also alle die indigenen Völkern angehören (sei das in Brasilien, Peru oder Bolivien oder sonstwo), mögen Fotos meist nicht gerne. Da solltest du ganz besonders sensibel sein mit Fotografieren und immer erst fragen. Gerade bei rituellen Festen oder Zeremonien, können dir nicht nur böse Blicke zugeworfen werden, sondern auch gleich die Kamera aus der Hand geschlagen werden. Oft ist Fotografieren in solchen Fällen sogar verboten. Und es kann schon vorkommen, dass Indígenas Geld für die Bilder verlangen. Mir ist das zwar selten passiert, gibt es aber schon auch. Also immer von Situation zu Situation abwägen.

  • […] war ich zurück in meinem geliebten Lateinamerika! Wie sehr hatte ich es vermisst! Meine wahrscheinlich liebste Gegend der Welt wartete auf mich! In […]

  • Wir haben uns inzwischen hunderte Blogs angesehen, aber so einen übersichtliche & informativen Beitrag zu Zentral und Südamerika sehen wir zum ersten mal! Super, wir danken!
    LG, More’s More

  • Chris sagt:

    Hey, ich danke dir für deine äusserst nützlichen Infos.
    Freue mich total auf meine Reise und habe mir etwas spontanes vorgenommen ohne wenn und aber. Somit habe ich mir für März ein One-Way Ticket nach Panama gekauft.

    Leider hab ich mal 0 bis 1 % Spanisch-Sprachkenntnisse was mich echt ein wenig einschüchtert. (Ok, ein Bier bestellen oder Wie gehts dir? bekomme ich noch hin, doch dann hört es auf).
    Gross Zeit einen Sprachkurs vor Ort zu besuchen habe ich nicht, also bitte ich um ein ehrliches Statement, ob es evtl ein etwas überstürtztes Handeln von mir war oder ob ich mit englisch dort unten zurecht kommen werde?! ;-Z

    Danke dir im Voraus,
    Chris

    • Sarah sagt:

      Es kommt darauf an, wo du hinreist. In Panama solltes du mit Englisch wohl knapp zurecht kommen, in Costa Rica auch. Dies vorausgesetzt, du bleibst auf der Haupttouristenroute. Ein Gespräch mit Einheimische wirst du bestimmt nicht führen können. Du hast ja noch bis März Zeit, da kannst du gut noch etwas Spanisch lernen, einen Travel Kurs besuchen oder dir entsprechendes Lehrmaterial für zu Hause zulegen. Bleibst du denn nicht länger, wenn du dir ein One-Way-Ticket gekauft hast?

  • […] Rapunzel durfte also raus und kennt sich in Südamerika ganz schön gut aus. Suchst Du noch mehr Tipps zum Reisen in Südamerika, schau Dir Sarahs Ratgeber über Backpacking in Lateinamerika an: Backpacking in Lateinamerika: Alles was du wissen musst. […]

  • marianne sagt:

    @ALLE

    bin auf der suche nach einer prepaid SIM Karte, die am besten in ganz Lateinamerika vor allem in Brasilien funktionieren soll und die ich am liebsten schon vor der Reise gerne hätte.

    Ich will damit vor allem navigieren, whatsappen und email lesen

    hat da von Euch einer einen Tip

    • Sarah sagt:

      Eine SIM Karte findest du im jeweiligen Land in der Regel ganz einfach. Aber eine, die in ganz Südamerika zu einem günstigen Preis zu haben ist, gibt es meines Wissens nicht. Vor Ort findest du aber ganz locker welche im entsprechenden Land.

  • D. Helling sagt:

    ich hatte eine Karte im Einsatz in Porto Alegre (Brasil) und Buenos Aires (Argentina):
    http://www.prepaid-global.de/suedamerika-prepaid-sim-lateinamerika.html
    problemlos gesurft in 2 Ländern.
    Funktioniert laut Anbieter Prepaid-Global nahezu in ganz Südamerika..

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