Angkor Wat, eine Reise in die Vergangenheit

Angkor Wat ist für viele der Inbegriff einer Südostasienreise und ein Muss für Kambodschareisende. Angkor Wat selber ist eigentlich nur eine Anlage in einem ganzen Komplex voller Tempel, der sich über 400 km2 erstreckt. Trotzdem wird die ganze Tempelanlage gerne einfach Angkor Wat genannt.

Angkor Wat

 

Was ist den dieser Angkor Wat eigentlich genau?

Zwischen dem 9. und 15. Jahrhundert war das Khmer-Reich ein regionales Machtzentrum und sehr wohlhabend, was den jeweiligen Königen ermöglichte, grosse Städte, Tempel und Anlagen, wie z.B. zur Bewässerung, zu erbauen. Angkor, was eigentlich „Stadt” bedeutet, wurde über die Jahrhunderte immer weiter unterhalten und bebaut. So sind heute Zeugnisse der Entwicklung der Baukünste, Religionen und Traditionen in diesen Tempelanlagen vorhanden.

Angkor Wat ist heute in Kambodscha ein nationales Symbol, repräsentativ für die Khmer-Kultur und ziert auch die nationale Flagge und die Geldscheine.

Angkor Wat in Kambodscha

 

Die Rundgänge

Um die Tempel zu besichtigen, wurden verschiedene Rundgänge durch die Anlagen konzipiert. Es kommt also ganz darauf an, wie ausgeprägt dein Interesse an Tempeln und der Khmer-Kunst ist, wenn es gilt, dich für einen Rundgang zu entscheiden. Die Rundgänge können selber mit dem Fahrrad gemacht werden oder man kann einen der unzähligen Tuk Tuk Fahrer engagieren, der einem zu den gewünschten Tempeln bringt. Die Route kann mit dem Fahrer individuell abgeklärt werden.

Die kleine Tour, welche zu den berühmtesten Tempeln wie Angkor Thom, Bayon und Phnom Bakheng führt, sollte unbedingt ins Programm gehören. Auch die grosse Tour, welche an einem weiteren Tag gemacht wird, ist sehr schön und führt etwas tiefer in die Anlagen. Hier werden weiter entfernte Anlagen wie Banteay Prey oder Prasat Prei besucht. Natürlich darf bei keinem Besuch der Tempelanlagen von Angkor eine Besichtigung von Angkor Wat fehlen, ebenso den Sonnenaufgang am frühen Morgen.

Ich war zwei Tage in den Tempelanlagen unterwegs und fand es sehr schön. Nach diesen zwei Tagen hatte ich aber genug und ein weiterer Tag wäre für mich wohl nur noch ein absolvieren gewesen. Wenn du aber gerne noch mehr sehen möchtest, gibt es noch ganz viele weiter entfernte Anlagen die du besuchen kannst. Du kannst locker eine Woche in den Anlagen von Angkor Wat verbringen.

Torbogen in einem Angkor Wat Tempel

 

Die Highlights

Angkor Wat

Die grösste und bekannteste Tempelanlage des ganzen Komplexes, welche ich persönlich aber nicht am beeindruckendsten fand. Der Tempel ist zwar sehr gross, aber durch die Horden von Touristen ist er manchmal kaum mehr zu sehen. Man ist mehr damit beschäftigt, den anderen nicht auf die Füsse zu treten.

Was aber bestimmt zum Highlight gehört, ist der Sonnenaufgang hier zu erleben. Wenn man sich nicht auf einen einsamen, romantischen Sonnenaufgang einstellt, sondern auf hunderte Touristen, die um den Platz für das beste Foto kämpfen, ist der Sonnenaufgang ein Erlebnis. Alles nur Einstellungssache…

Angkor Wat

 

Bayon

Neben Angkor Wat ist Bayon wohl der berühmteste Tempel. Es ist der, mit den in Stein gemeisselten Gesichtern. Dieser Tempel hat mir sehr gut gefallen, eindrücklich und schön im Wald gelegen. Ich hatte das Glück, dass nicht viele Leute dort waren, als ich ihn besucht habe. Es war noch morgen früh, Vogelgezwitscher rundherum und der Wald, der langsam aus seinem Schlaf erwacht ist.

Bayon in Angkor Wat

 

Ta Prohm

Bestehend aus Tempel, Kloster und weiteren Anlagen, die von einer Mauer umgeben sind, wird dieser Ort heute eher mit etwas anderem assoziiert. Man bemerkt es, kaum setzt man den ersten Fuss in die Anlage. Überall hört man Touristen und egal welche Sprache sie sprechen, es ist immer wieder dasselbe herauszuhören: Lara Croft, Tomb Raider.

Ja, dieser Tempel diente Angelina Jolie als Kulisse um rumzuballern. Das wird dieser Tempel wohl niemals mehr los… Langsam aber stetig erobert sich die Natur die Tempel zurück, was zu wunderbaren Szenerien kommt. Definitiv ein Highlight.

Ta Prohm in Angkor Wat

Ta Prohm in Angkor Wat

 

Phnom Bakheng

Mir persönlich hat Phnom Bakheng besonders gut gefallen. Ich habe ihn am Ende meiner Zeit in den Angkor Tempelanlagen besucht. Von diesem Tempel aus kann man in alle Richtungen ins Landesinnere schauen, sieht auch andere Tempel aus dem Wald aufragen und es ist an der Zeit, sich einfach mal hinzusetzen, die grossartige Umgebung zu bestaunen und die letzten Tag etwas zu verdauen.

Angkor Wat

Angkor Wat

 

Reiseinformationen

Wie komme ich dahin?

Angkor Wat liegt in Kambodscha, ganz in der Nähe von Siem Reap. Nach Kambodscha gibt es von Europa keine Direktflüge, du musst in ein Nachbarland wie Thailand oder Vietnam fliegen und on dort per Weiterflug oder Bus einreisen. Siem Reap ist von vielen Orten in Südostasien per Flugzeug zu erreichen.

 

Wie sind die Eintrittspreise?

Es gibt Ein-, Drei- und Siebentagestickets um Angkor Wat zu besuchen.

1-Tagesticket: 20 US-Dollar
3-Tagesticket: 40 US-Dollar, gültig an drei Tagen innerhalb einer Woche
7-Tagesticket: 60 US-Dollar, gültig an sieben Tagen innerhalb eines Monates

Tipp: Das Ticket ist jeweils schon am Vortag ab 17 Uhr gültig. Dies lohnt sich vor allem bei einem Tagesticket, da so der Sonnenuntergang in den Tempelruinen erlebt werden kann.

 

Muss ich Angkor Wat unbedingt gesehen haben?

Meine Meinung: Ja, du solltest Angkor Wat definitiv besuchen. Es lohnt sich, einen Dreitagespass zu besorgen und sich die Tempelruinen in aller Ruhe anzuschauen. Alle Tempel sind sehr unterschiedlich und sehr beeindruckend.

Angkor Wat ist ganz sicher ein Erlebnis und sollte auf keiner Kambodscha- und/oder Südostasienrundreise fehlen.

 

Warst du auch schon dort? Bist du auch der Meinung, dass Angkor Wat ein Muss ist oder interessierst du dich überhaupt nicht für die Tempel?

 

3 Kommentare

  • Christina sagt:

    Kann dir nur zustimmen. Die Tempelanlagen sind definitiv ein Must-See. Vor allem der Sonnenuntergang vom Phnom Bakheng, der auf einem Hügel liegt und einen herrlichen Ausblick bietet, ist empfehlenswert — auch trotz der grossen Menschenmengen…

    Lg, Christina / City Sea Country

  • Step sagt:

    Sehe ich ebenso – schon eines der Highlights Asiens, wenn nicht der Welt. Dass man das mit vielen Touristen teilen muss, das lässt sich dabei natürlich nicht verhindern…….

  • Daniel sagt:

    Hi Sarah

    Aus meiner Perspektive erwähnst Du die sehenswertesten Tempel in Deinem Bericht.

    Vor meinem Angkor-Besuch hatte ich eher eine bescheidene Vorstellung der gesamten Anlage. Ich hatte zwar etwas in Erfahrungsberichten und Bildern etc. gestöbert, aber nicht allzu detailliert.

    Im Flieger von BKK nach Siem Reap hat mir ein Engländer erklärt, dass ich mir VOR dem Besuch der Tempelanlage unbedingt zuerst das Angkor National Museum (in Siem Reap) geben sollte, um eine ungefähre Hausnummer der Dimension zu erhalten.
    Naja, das hätte ich vermutlich tun sollen, wäre ich nicht so knapp an Zeit gewesen 😉

    Nun, mein werter und mir der Tage ans Herz gewachsene Tuktuk-Fahrer ‚Eh‘ hat mich während 2 Tagen auch so zu den wichtigsten Tempelanlagen geführt und das war für mich dann auch genug. Imposant und atemberaubend auf der einen, brutal heiss und noch mehr Touris auf der anderen Seite…
    Aber wunderschön war’s trotzdem.

    Und wenn man schon mal da ist:
    Ganz geil war die ‚Main Temple Route‘ mit http://www.aerocambodia.com/
    Ist zwar nicht ein Alltagsding, aber genau deswegen habe ich mir das einfach mal gegönnt 🙂

    Liebe Grüsse, Daniel

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